Ein paar Tipps und Hinweise zum Grillen


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Bratwurst richtig grillen

Die wohl einfachste Variante, etwas auf einem Grill zuzubereiten, ist die gute alte Bratwurst. Doch auch bei dieser so einfach wirkenden Köstlichkeit gibt es einiges zu beachten. In den unten verlinkten Büchern finden Sie zahlreiche Tipps und Tricks, wie Sie die perfekte Bratwurst (von denen es ja auch unterschiedliche Sorten gibt) herausbekommen oder diese sogar selbst herstellen können.

Ein immer wieder gerne mitgeteilter "Trick" ist folgender, den wir Ihnen an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten wollen, sollten Sie ihn noch nicht kennen, dass man nämlich die klassische Bratwurst mit einem Messer von beiden Seiten leicht kreuzweise anschneidet.

Nehmen Sie eine Wurst und fahren Sie mit dem vorderen scharfen Messerteil der Klinge leicht über die Bratwurst und machen an jeder Seite jeweils drei oder vier kleine Kreuzeinschnitte. Die Einschnitte sollten wirklich nur minimal in der Tiefe sein, da sich die Wurst beim Grillvorgang sonst eher unschön "aufspaltet" oder wie manche auch sagen, die Würste "blühen auf".

Der Einschneide-Trick soll speziell bewirken, dass eine leicht angeschnittene Bratwurst beim Grillen nicht aufplatzt. Weitere Hinweise, was z.B. bei bestimmten Sorten der Rostbratwurst zu beachten ist, finden Sie im obig kurz vorgestellten "Bratwurst-Grillbuch".

Fisch: Schollenfilets grillen

Neben Fleisch und Wurst von Schwein und Rind lässt sich natürlich auch Fisch angrillen oder sogar braten. Im Folgenden nehmen wir das Schollenfilet. Zuerst wird die Menge (z.B. fünf Filets der Scholle) der von Ihnen gewählten Filets gründlich unter kaltem Wasser abgespült. Danach sollte man den Fisch mit Küchentüchern oder einem Küchenhandtuch sanft trockentupfen.

Die gewaschenen und noch feuchten Filets beträufelt man leicht auf einer passenden Unterlage, wie einem Teller, mit Zitronensaft und je nach Wunsch ggf. auch mit anderen abrundenden Geschmackshebern, etwa mit Worcester-Sauce. Manche Leute nutzen auch einen Pinsel, um die Dosierung besser zu bewerkstelligen.

Zur Trockenwürzung der Fischfilets werden geringe Brisen Salz und Pfeffer vorgeschlagen und empfohlen, natürlich können Sie auch mit anderen fischpassenden Gewürzen herum experimentieren.

Die fertig gewürzten Fischfilets sollten zum Schluss mit Weizenmehl von beiden Seiten gering bestäubt werden, manche nutzen auch einen Teller, auf dem der Fisch leicht angepresst ins Mehl gedrückt wird, damit sich dieses an den Filets anhaften kann (wozu das Filet leicht feucht sein muss).

Mit einer in fast jedem gut sortierten Supermarkt erhältlichen Alu-Grillschale geht es nun an den Grillvorgang. Wir schlagen vor, dass Sie einen Elektro-Kugelgrill nutzen, um so das beste Resultat zu erreichen. Manche Leute nutzen zwar auch einen Kugelgrill, der mit Holzkohle angefeuert wird, doch dies bleibt Ihnen selbst überlassen, vor allem bezgl. dem Punkt: der mit einem Holzkohlegrill verbundenen Räucherung.

Die erwähnte Aluschale sollte übrigens derart geschaffen sein, dass sie keine kleinen Fettabflussrillen oder Löcher hat (typisch für das Grillen von Fleisch wie Steaks usw.), es muss eine geschlossene Alugrillschale (oder ein ähnliches Behältnis) mit flachem Boden sein. Dies aus dem Grund, weil in der Schale Öl hinzugegeben werden sollte.

Welche Menge an Speiseöl Sie nutzen, hängt von der Schalengröße ab, die Sie auf den Grill packen. Sie werden es sicherlich von dem heimischen Herd her kennen und selbst abschätzen können, welche Menge Sie in die Schale geben müssen (ein nur leichter Ölfilm sollte die Aluschale aufweisen). Wichtig ist, dass die Filets erst dann in die Schale gelegt werden, wenn das Öl heiß ist.

Man kann die Schollenfilets (oder Filets von anderem Fisch, der zum Braten oder Grillen geeignet ist) natürlich auch komplett ohne Öl auf einem Grill zubereiten, was zumeist aber den Nachteil haben könnte, wenn man es falsch macht, dass die Filets zu trocken werden.

Die Fischfilets der Scholle können ggf. auch mit einem Pinsel vor und während dem Grillvorgang leicht von beiden Seiten mit Öl bestrichen werden. Andere "Griller" nutzen die Möglichkeit, die Filets in einer improvisierten Aluhülle (aus Alufolie) zu braten, welche die Filets umschließt. Wie lange sollte der Fisch nun aber auf dem Grill bleiben?

Das hängt natürlich von der Grillart (z.B. Kugelgrill) ab, von der Höhe der Auflegfläche (Hitzequelle/Rost), auf der z.B. die Aluschale gestellt wird, und natürlich von der eingestellten (Elektrogrill) oder vorherrschenden Temperatur (Holzkohle). Eine direkte Minutenangabe kann daher an dieser Stelle nicht getätigt werden, Sie sollten sich je nach den eigenen Bedingungen "herantasten", und mit eigenen Sinnen wahrnehmen und einschätzen, wann der Fisch perfekt ist.

Klassischer Salat als Beigabe

Zu einem gelungenen Grillabend gehört auch ein guter Salat. Wir wollen es an dieser Stelle natürlich nicht jedem Recht machen, da ja bekanntlich die Geschmäcker verschieden sind. Für entsprechende Rezepte unterschiedlicher Art können die unten vorgestellten Bücher genutzt werden, die u.a. welche zu leckeren Salat-Vorspeisen und weiteren Desserts enthalten.

Wir konzentrieren uns hier nun auf einen gemischten Salat mit besonderer Note. Dieses Beispielrezept dient für vier bis fünf Personen und kann entsprechend durch Abzug oder Hinzugabe auf weniger oder mehr Personen erweitert bzw. reduziert werden.

Man benötigt als Zutaten gut 150 Gramm frischen Eisbergsalat, der gründlich zu waschen ist und in bißgerechte Stücke geschnitten werden sollte. Außerdem werden ca. 160 Gramm grüne Bohnen benötigt, die schon vorgekocht und zumeist in Dosen im Supermarkt erhältlich sind.

Wer es mag, kann der Schärfe wegen auch eine große Peperone in den Salat mit hinzu schneiden. Daneben müssen fünf gut gewachsene rote Tomaten, drei bis vier frische Frühlingszwiebeln und ggf. auch noch drei hart gekochte und in Viertelstücke oder Scheiben geschnittene Eier mit in den Salat gegeben werden.

Wer es noch ein wenig ausgefallener mag, kann je nach persönlichem Wunsch Sardellen dem bunten Sommersalat beigeben, etwa 150 Gramm sollten hier ausreichen, um den Salat insgesamt nicht mit Fischgeschmack zu "überladen".

Einige Menschen mögen sie zwar nicht, dennoch sollten Sie hinzugefügt werden oder halt nicht. Die Rede ist von knackigen schwarzen Oliven, wahlweise können auch grüne genommen werden. Eine Zehe Knoblauch (gehackt) rundet übrigens den Geschmack des Salats als eine der letzten Zugaben ab.

Vor dem Durchmengen des bunten Sommersalats, als köstliche Beigabe zum Grillabend, können Sie je nach eigenem Wunsch auch noch ein oder zwei Esslöffel Zitronensaft hinzugeben, zwei drei Brisen Salz und Pfeffer könnten auch nicht schaden.

Nach dem ersten groben Durchmengen des Salats können Sie außerdem noch der Salatgesamtmenge entsprechend vier oder fünf Esslöffel Olivenöl hinzugeben, und den Salat abschließend noch einmal gut vermengen - danach sollte er ca. 20 Minuten (Schüssel abgedeckt) durchziehen.

Frage: Wieso grillen wir heute eigentlich so gerne?

Viele Leute sprechen zwar, gerade in den Sommermonaten, vom Grillen, wissen aber eigentlich nichts über die tiefere Bedeutung, also den Ursprung des heute so gerne gepflegten Grillabends. Mit ein wenig tieferer Gedankenformung könnte man aber sicherlich schon darauf kommen, dass es etwas mit fernen Tagen, Feuer, Hitze und auch Fleisch zu tun haben könnte.

Vor Urzeiten haben die Vorläufer der Homo sapiens bereits entdeckt, dass man mit Feuer nicht nur Wärme vor oder in den Steinhöhlen erzeugen konnte, sondern auch Fleisch durch das Feuer in einen anderen "Zustand" gebracht werden kann - wenn man es so sagen will. Man könnte annehmen, dass diese Entdeckung, Fleisch über Feuer zu braten, durch den puren Zufall zustande kam, weil halt irgendwer unserer frühen Vorfahren experimentierfreudig gewesen ist, und das Fleisch mit einem Holzstock über die offene Flamme hielt.

Es gibt auch gruselige Geschichten, wonach z.B. menschliche und tierische Opfer über dem Feuer geschmort wurden, was ja in gewisser Weise auch so etwas wie „Grillen“ ist. Wie es im Detail gelaufen sein könnte, ist eher irrelevant, denn der Experimentiertrieb scheint nicht nur bei dem heutigen Griller noch vorhanden zu sein. Und wer Filme wie Hannibal gesehen hat, der könnte annehmen, dass der eine oder andere reale Psychopath selbst auch noch heute seine Opfer „angrillt“.

Selbst wenn vor unserer Zeit nur eine einzige kleine Gruppe von Ureinwohnern, um sie der Einfachheit so zu nennen, diese "Entdeckung" des "Angrillens" gemacht hat, ist davon auszugehen, dass durch das "Abgucken" sich dieses Wissen stets weiter verbreitete und nach und nach immer mehr Gruppen diese Technik anwendeten, verbesserten, verfeinerten und im Verlauf der Jahrtausende sitzen wir heute halt im Haus vor den vier Kochplatten am Herd oder Grillen schön urig mit Holz und Kohle im Garten oder auf dem Balkon (Elektrogrill) an - der Urtrieb scheint noch vorhanden zu sein, wenn auch eingebettet und ausgelebt in „moderneren Zeiten“.

Bis in die unsrigen Tage hinein hat sich in puncto "Grillen" einiges verändert, das eigentliche Urprinzip bleibt jedoch so gesehen gleich. Es benötigt eine Hitzequelle (ob nun verursacht durch brennende bzw. glühende Kohle, Holz oder Gas ist dabei vordergründig egal), über der das Fleisch, Gemüse und Co. in den passenden Zustand gekocht oder gebraten werden kann.

Heute gibt es neben den als klassisch empfundenen Grillheizquellen natürlich auch wesentlich bessere Formen, als einfach das rohe Fleisch wie vor unsittlichen Zeiten über die offene Feuerflamme zu halten oder auf die glühenden Kohlen zu legen. Neben den sehr gerne genutzten Holzkohlegrills liegt der Verbreitungsgrad der Elektrogrills mittlerweile ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau.

In den nicht-offenen Grills, wie dem Kugelgrill, kann der Effekt der Wärme/- Hitzeanstauung genutzt werden, um so ein besseres Grillresultat zu erzielen. Daneben bietet die Glocke, welche über den Grill als Deckel angebracht werden kann, für fertig gegrilltes Fleisch die Möglichkeit, dieses warm/heiß zu halten. Neben den elektrischen Grillgeräten werden heute zudem immer häufiger auch Grills genutzt, die durch Gas gespeist werden, was insbesondere aus regulatorischen Zwecken (Hitzeeinwirkung auf das Grillgut) geschieht.

Nähere Infos zu verschiedenen Grilltechniken, wie dem indirekten, direkten & plankierten Grillen, können Sie bei Interesse auch bei der deutschsprachigen Wikipedia online nachlesen. Dort geht man, zumindest in kurz gehaltener Art und Weise, auch auf die u.a. in Deutschland immer beliebteren Barbecues (Stichwort BBQ-Smoker) ein, eine Grillart die insbesondere in den USA seit langer Zeit so praktiziert wird (mehr).

Bücher zum Thema Grillen gibt es hier

  
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