Hundekrankheiten: Die Leptospirose


(C) CDC US-GOV, 2007, Quelle: Wikipedia (Gemeinfrei)

Einigen auch unter dem Namen Hundetyphus bekannt, gehört die Leptospirose beim Vierbeiner zu den ansteckenden Infektionskrankheiten. Hervorgerufen wird sie durch Erreger der Bakteriengattung Leptospira, zugehörig der Ordnung "Spirochäten" (Spirochaetales). Die Infektion kann auch Menschen betreffen und unter anderem zu Fieberanfällen führen. Wegen der antigenen Eigenschaften wird der den Menschen befallende Erreger Leptospira interrogans (gram-negatives, schraubenförmiges Bakterium aus der Ordnung Spirochaetales) in 24 Serotypen unterteilt (mit fast 200 Unterarten).

Hunde kommen mit dem Erreger zumeist durch Ausscheidungen anderer Tiere, wie Urin oder Speichel, in Kontakt und infizieren sich. Der Mensch kann durch zu enge Kontaktaufnahme, entweder mit einem Hund oder einem anderen infizierten Tier, sowie durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser, mit Leptospirose infiziert werden. Zu den markantesten Symptomen gehören eine nicht erklärbare Ausgebranntheit (man fühlt sich schlapp), auch ein scheinbar nicht zu stillendes Durstgefühl kann eintreten, jedoch verspürt sowohl der Mensch als auch der Hund nur wenig Appetit.

Bei Hunden tritt teils äußerst strenger Mundgeruch hervor. Im fortgeschrittenen Stadium, nach der 5-7-tägigen Inkubation und dem Ausbruch der Krankheit, kann es zu starken Fieberausbrüchen (bei Menschen eine Hirnhautentzündung durch aseptische Meningitis) kommen, begleitet von Durchfall/Erbrechen und Schüttelfrost. Auch eine Nierenentzündung - im schweren Verlauf mit anschließendem Nierenversagen - kann eintreten, sowie in einigen Fällen sogar ein Leberschaden, gefolgt von Gelbsucht.

Die Abgrenzung der Erreger, hier der caninen Leptospirose (bei Hunden), von der Weilschen Krankheit (Leptospira icterohaemorrhagiae), auch bekannt als Morbus Weil, gelang im Jahre 1933 durch die Forscher Schüffner und Klarenbeck. Morbus Weil gilt als ansteckende Gelbsucht und wird zumeist durch Ratten übertragen. Trotz der Impfmöglichkeiten bei Hunden, in der Regel (u.a.) gegen die klassische Form Leptospira canicola, finden sich heutzutage auch Abwandlungen der Serovarietas. Behandelt wird Leptospirose zumeist durch die Verabreichung von Antibiotika.

Je eher mit der Antibiotikagabe begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vorgebeugt werden kann einer Infektion mit anschließendem Ausbruch der Krankheit durch eine Impfung. Zu beachten ist, dass die klassischen Impfstoffe für Hunde heute nur gegen die Leptospiroseformen L. canicola und L. icterohaemorrhagiae helfen. Wie weiter oben angemerkt, gibt es auch abgewandelte bzw. sich angepasste Erreger. Einige Hersteller haben bereits Impfstoffe auf den Markt gebracht, die u.a. zusätzlich gegen L. grippotyphosa schützen sollen (Eine Abklärung durch den Tierarzt ist anzuraten).

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