Vor der Hundeanschaffung beachten!


(C) Steve-65, 2009, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Eine nicht zu vernachlässigende Frage ist, bevor der hyperaktive Überschwall einem dazu verleitet, einen Hund zu kaufen, ob man die Voraussetzungen mitbringt, die an ein solches Anliegen geknüpft sind. Neben den zeitlichen und erzieherischen Punkten, spielen hier natürlich auch die finanziellen Gesichtspunkte eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Außerdem muss abgeklärt werden, welche Rasse es wird, denn nicht jede Hunderasse ist für jede spezifische Familiensituation geeignet (Wohnung, Haus, Garten, Allergien usw.). Neben der Rassewahl selbst muss auch entschieden werden, ob es ein Rüde (männlich) oder eine Hündin (weiblich) werden soll. Der männliche Part ist zumeist und rasseabhängig verspielter, zeigt eine aktivere Rolle im Vergleich zur Hündin und kann auch selbstbewusster (Eigenwilligkeit) im Leben stehen.

Hündinnen sind zumeist in ihrer charakterlichen Ausprägung (nach einer geglückten Sozialisation und damit verbundenen Erziehung) anhänglicher und insgesamt, im Vergleich zum Rüden, zärtlicher. Doch muss bei den Hündinnen bedacht werden, dass eine solche zwei Mal jährlich für drei Wochen läufig wird (was besonders die Rüden interessieren dürfte) - sollte keine Kastration in Erwägung gezogen werden.

Außerdem kann hier anhand von durchschnittlichen Erfahrungen gesagt werden, dass Hündinnen leichter zu erziehen sind als Rüden. Vor der Anschaffung stellt sich vielleicht die Frage, ob man einen Welpen zu sich nach Hause holt, der selbst erzogen werden muss, oder ein Tier aus dem Tierheim befreien möchte. Auch hier kann keine allgemeine Antwort (Einzelfallabhängig) gegeben werden, denn Hunde aus dem Tierheim können durchaus gut erzogen sein, auch wenn diesen sehr häufig ein anderer Ruf anhaftet.

Bei der Welpenauswahl, möchte man den Hunde von klein auf bei sich haben, ist der Züchter genau unter die Lupe zu nehmen. Reine "Geldmaschinen", die die Tiere einzig aus dem Grund züchten, um den eigenen Kontostand in die Höhe schießen zu lassen, sollten auf die persönliche Ausschlussliste gesetzt werden. Ein guter Züchter ist wichtig, da Welpen meist erst nach acht oder zwölf Wochen an den neuen Besitzer abgegeben werden und in dieser Zeit bei den Geschwistern und der Mutter eine wichtige Sozialisationsphase durchmachen, ein Schlüsselelement für das restliche Hundeleben und der damit verbundenen Erziehung.

Desto jünger ein Hund ist, umso leichter glückt die Erziehung. Welpen sind zumeist kontaktfreudiger als ältere Tiere und natürlich, wie auch bei anderen Tieren und sogar Menschenkindern zu sehen ist, wesentlich lernfähiger, als wären sie im fortgeschrittenen Alter. Haben Sie sich letztlich für eine Hunderasse entschieden, die Sie ab dem Welpenalter bei sich zu Hause haben möchten, geht es an die Auswahl des geeigneten Züchters.

Dieser ist als seriös erkennbar, wenn er für seine Rassehunde der Zucht Ahnentafeln nachweisen kann, er sollte auch Ausstellungen besucht und ggf. Preise/Urkunden gewonnen haben (Vater- und/oder Muttertier). Ein guter Züchter will nicht nur Telefonkontakte pflegen, er lädt Sie zu sich nach Hause ein und zeigt Ihnen die dortigen Verhältnisse, in denen die Tiere leben. Vielleicht zeigt er Ihnen ja auch ganz stolz seine Preise und Urkunden, die er bereits bei Ausstellungen mit der Mutter oder dem Vater (meist anderer Züchter) gewonnen hat. Auch Buchempfehlungen werden gerne ausgesprochen, bei einer geselligen Kaffee- und Kuchenrunde.

Alle Fragen, die Sie zu dem Hund, dem Kauf und so weiter haben, sollte der Züchter beantworten können. Aber machen Sie sich selbst auch auf welche gefasst, denn der Züchter möchte sicherlich wissen, wie es seinem Nachwuchs bei Ihnen gehen wird - ob genügend Auslaufmöglichkeiten geboten werden können, wie es mit den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten aussieht etc. Auch nach dem Hundekauf, wenn der Welpe zu Ihnen gekommen ist, steht der Züchter für Fragen bereit und gibt Hinweise und Tipps.

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