Beagles: Die mit den großen Ohren


(C) sannse, 2006, Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der Beagle gehört zu einer britischen Hunderasse und wird vom internationalen kynologischen Dachverband (kurz FCI) anerkannt. Um das Wort selbst wird sich heute noch immer gestritten. Einige behaupten, es könnte sich um eine Abwandlung des französischen bégueule (Prüde) handeln - nach dieser ominösen Logik könnte der Name dann halt sicherlich auch von Bregenzerwald abstammen.

Andere "Nachforscher" geben zu verstehen, dies sei alles falsch, man solle vielmehr auf das englische Wort "beg" oder "beag" schielen, welches Anfang des 16. Jahrhunderts aufgekommen sei und eine indirekte Bezugnahme auf die Hunderasse zulasse, welche "klein" ist. Wir wollen an dieser Stelle natürlich keine weitere Schwadronierrunde eröffnen und blicken lieber auf die Merkmale dieser Rasse - sonst kämen wir vielleicht noch auf den italienischen Namen "piccolo".

Beagles gehören mit zu den kleinsten Laufhunden, die aus britischen Gefilden her entstammen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts sei es diversen Rassepublikationen zufolge zu einer Kreuzung mit kleinwüchsigen Greyhounds (Windhunde) und/oder Lurchers (zug. den Hybridhunden) gekommen, speziell um die Laufstärke des Beagles zu erhöhen.

Die heutzutage verbreiteten Hunde dieser Rasse ähneln äußerlich dem English Foxhound, auch wenn in Untersuchungen keine Verwandtschaft mit dem Beagle nachzuweisen war. Dies bestätigen auch Aufzeichnungen, in denen Beagles eindeutig vor dem English Foxhound bei Treibjagden als Meutehund eingesetzt wurden. Zu unterscheiden ist diese alte Rasse vom jüngeren American Foxhound, der wie der mit ihm verwandte britische Foxhound ein sehr eigenwilliges Tier ist.

Der Beagle wurde ursprünglich zwar für die Jagd, speziell kleinerer Tiere wie den Fuchs oder Hasen, gezüchtet, was aber nicht bedeutet, dass er nun ein "krasses Raubtier" wäre. Familien können durchaus mit dieser Rasse klarkommen und außerdem ist der Hund sehr kinderlieb. Beagles brauchen von Natur aus, wie ähnliche Hunderassen, mehr Auslauf als der heute moderne Handtaschenhund als Tamagotchiersatz. Sein Wesen kann als sanft, liebenswürdig und treu beschrieben werden.

Es kommt natürlich auf den Hund an, aber allgemein kann gesagt werden, dass Beagles nicht die "Dauerkläffer" sind und sich zumeist ruhig verhalten (sollten – andernfalls liegen Verhaltensstörungen o.a. Erziehungsmängel vor). Für die Jagd wurde er dahingehend über eine lange Zeit trainiert, nicht zu Bellen und damit die Position zu verraten. Auf Befehl können die Hunde aber durchaus "richtig abgehen" (Verhaltensausprägung: Treibjagd in der Meute).

Wer es nicht so mit der Hundepflege hat, speziell mit Blick auf das Fell, dem sei zu sagen, dass Beagles ein sehr kurzes und damit pflegeleichtes Fell haben. Die Rasse kommt sowohl mit seinen Artgenossen als auch mit dem Menschen sehr gut zurecht. Zu den äußerlichen Erkennungsmerkmalen kann gesagt werden, dass seine Augenfarbe dunkelbraun ist. Das kurze aber dichte Fell trägt die drei markanten Hauptfarben Weiß, Schwarz und Braun oder eine Mischung dieser drei. Außerdem gibt es noch diverse Züchtungen mit dem Farbspiel: Weiß-Rot, Gelblich-Weiß.

Rüden erreichen eine maximale Schulterhöhe von bis zu 40 Zentimeter (Rahmen: 33-40cm), Hündinnen werden etwas kleiner. Das Idealgewicht liegt je nach Zuchtwahl und Geschlecht zwischen 10-18 Kilogramm (Ideal: 14-15kg). Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 12 Jahre.

Bücher zu den Hunderassen gibt es hier

  
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