Bevor der Welpe zu Ihnen kommt


(C) Toronja Azul, 2007, Quelle: Wikipedia (CC BY 2.0)

Es gibt sicherlich auch Hunderassen, die absolut keine Erziehung nötig haben - doch diese sind meist die Ausnahme und werden von skurrilen Frauen gerne auch in der Handtasche durch die Gegend getragen. Hat man sich dazu entschlossen, einen echten Vierbeiner im Kreise seiner Familie aufzunehmen, ist es notwendig, eine vertiefende Sozialisation vorzunehmen.

Bei Welpen klappt dies in der Regel sehr gut, auch wenn man in diesem Lebensabschnitt genauso viel kaputt machen, wie positive Dinge bewirken kann. "Versaut" man (der Züchter oder man selbst) die wichtige Prägephase der ersten acht Wochen, bekommt man diese Macken später nur sehr schwer wieder weg. Ähnlich verhält es sich auch bei zahlreichen älteren Tieren aus dem Tierheim. Desto älter ein Hund ist, je mehr Zeit, Können und Nerven müssen aufgewendet werden, um eine Sozialisation nachträglich zu verinnerlichen.

Hat man einen Hund seit dem Welpenalter, ist darauf zu achten, dass in der Sozialisationsphase, zwischen der dritten und zwölften Lebenswoche, möglichst keine schwerwiegenden Fehler gemacht werden - z.B. Schlagen des Tieres, allgemein aggressives Verhalten, Entzug der Mutter/Geschwister etc. - was unter anderem Angststörungen verursachen kann.

In diesem Zusammenhang ist natürlich auch darauf zu achten, da viele Welpen viel zu früh von den Verkäufern abgegeben werden, dass die Welpen lange genug in passenden Umständen verweilen konnten. Die Auswahl eines guten Züchters ist daher eines der wesentlichen Punkte, bevor man sich tatsächlich einen Welpen anschafft. Einen guten Züchter erkennt man u.a. daran, dass er Sie zu sich einlädt, die Mutterhündin vorstellt, vielleicht auch einen Kaffee anbietet und ein generell aufgeschlossenes Verhalten zeigt. Unseriöse Züchter wollen möglichst schnell einen Hund, ohne große vorherige direkte Kontakte, loswerden, und vor allem, das Geld einkassieren.

Achten Sie vor Ort darauf, in welchem Umfeld die Welpen bei dem Züchter aufwachsen. Erst nach der achten Lebenswoche (besser nach der zwölften) sollte der junge Hund tatsächlich zu Ihnen nach Hause dürfen, da er in dieser Zeit eng bei seiner Mutter und den Geschwistern bleiben muss, um wesentliche Dinge zu erlernen, z.B. die Akzeptierung der Rangordnung, die Einschätzung von Gefahrensituationen oder auch den Respekt der rangoberen Hunde (Mutter, Vater) - und ggf. stärkere Welpen des Wurfes. Selbstverständlich sollte die, vor der Abgabe an den neuen Besitzer, ärztliche Kontrolle und Impfung des/der Welpen vorgewiesen werden.

Umfassende Bücher u.a. über Welpen gibt es hier

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte