Rohstoffe: Russen rüsten Arktis weiter auf


(C) Sanao, US Government, 2013, Bild: Wikipedia (PD)

Nach (jüngeren) Berichten werde Russland, das zuletzt immer (mehr) auf Planwirtschaft als alterprobtes Modell umschwenkte, zunehmend auch in arktischen Gebieten militärisch aktiv. Nicht weit von Alaska entfernt, welches radikale russische Strukturen, wie Freaks alla (Dugin), von den USA (zurück) haben wollen, aber auch China die USA mittels besonderer Zugstrecke über Alaska erreichen (will), wurde eine neue Marinebasis durch ehem. militärische Sowjet-Funktionäre der heutigen Pazifikflotte ausgerufen. Figuren aus den USA (betrachteten) in der Vergangenheit aber auch den Kauf Sibiriens durch die USA als "mögliche Folge des Kaufs von Alaska. Zumal der Dollarmangel russischer Zaren sich bei Boris Jelzin und seinesgleichen" fortgesetzt hätte. Besonders Gasvorkommen sollen im russischen Einflussgebiet der Arktis schlummern, neben geringeren Ölvorräten und weiteren Rohstoffen wie diverse Metalle, die u.a. für mobile Endgeräte für Facebook-Süchtige im Westen gebraucht werden. In der Nordostpassage könnte man im Rahmen der Arktis-Aufrüstung z.B. (in) Amderma einen weiteren Stützpunkt hochziehen, wie zumindest Kommersant berichtet hatte.

Von den "westlichen Sanktionen" gegen Russland betroffen zeigten sich, bezgl. der Ausbeutung von Energierohstoffen, u.a. norwegische Strukturen. Dortige Energieindustrie (würde) erhebliche Gefahren durch die Sanktionen sehen, speziell was die "Erkundung neuer Öl- und Gasfelder" in arktischen Gebieten angeht. Andere Player, wie ExxonMobil, bandelten in der Zwischenzeit mit dem sanktionierten ROSNEFT aus Russland an, um laut Putin in Zeiten der forcierten Spannungen "Pragmatismus und gesunden Menschenverstand" zu reflektieren. Ein CIA-Psychiater kam, möglicherweise auch wegen solcher Sprüche, kürzlich noch zu (dem) Ergebnis: Putin sei ein extremer Narzisst – und brachte damit insgesamt die psychische Gesundheit diverser anderer Staatsfiguren auf den Punkt. Ähnlich wie in den Köpfen jener gibt es auf dem Meeresboden in entsprechenden Gegenden der Arktis aber nicht nur Rohstoffe (sondern) es lauern auch Gefahren. "Versunkene Atom-U-Boote liegen hier, Tausende Metallkisten voller radioaktiver Abfälle, ganze Kernreaktoren, manche davon noch mit abgebrannten Brennelementen bestückt. Die russische Nordmeerflotte entsorgte ihre Nuklearabfälle im Eismeer in geringen Tiefen".

Kanadische Strukturen (wollten) als Coverstory kürzlich irgendwelche alten Schrott-Wrackteile in arktischen Gegenden aufspüren - zielten wohl aber im Rahmen der schon seit Jahren bestehenden Rivalität um die Arktis und mit Russland aber eher auf andere strategische "Thematiken" ab. In europäischen Kerngefilden heulten diverse Wirtschaftsbosse herum, wie immer gänzlich unter Ausklammerung z.B. militärischer und geheimdienstlicher Aspekte - etwa zu Unterwanderungsmaßnahmen, dass die Sanktionen "extreme Auswirkungen" hätten. In deren Logik bedeutet das meist so viel wie, dass auf eine weitere 10-Millionen-Villa an der französischen Cote d Azur verzichtet werden muss. Vielleicht liegt es aber auch an vorhandenen Verflechtungen mit russischen Geheimdienstler-Strukturen, denn schon der GRU-Überläufer Walter Krivitsky berichtete (einst), dass zu Sowjetzeiten zwischen 50-60 Prozent aller westlichen Geschäftsleute die in die UdSSR kamen vom Geheimdienst rekrutiert wurden.

Die bisherigen EU-Sanktionen schlössen angeblich auch Anstriche eines Waffenembargos mit ein, (sowie) ein Verbot der Lieferung von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck für militärische Zwecke und militärische Endnutzer. Bestimmte Güter für die Ölindustrie dürften nicht geliefert werden, wenn sie für die Bereiche Erdölexploration-/ und Förderung in der Tiefsee und der Arktis sowie bei Schieferölprojekten in Russland eingesetzt werden sollen. Ob nun wieder über krumme Wege und diverse Verschachtelte Zuführungssysteme diese Vorgaben schlicht umgangen werden, kann man zumindest in Ableitung vergangener Irritationen auf diesem Gebiet zumindest annehmen. Schon Jelzin (hätte) übrigens zu seiner Zeit in den 1990er Jahren "die westlichen Industrienationen [eingeladen], sich an der Erschließung der sibirischen Rohstoffschätze zu beteiligen". Einige Jahre später musste man jedoch auch (zugeben): "Weil Russlands Politikern das Umweltbewusstsein fehlt, drohen Öko-Desaster ungekannten Ausmaßes".

Zu Zeiten des veranstalteten Kalten Krieges, wo sich durch künstlich forcierte Spannungen besonders interessante Preisgestaltungen ermöglichen ließen, hatte aus den USA der Geheimdienst CIA "massiv die Erforschung der Arktis gefördert". Der Sowjet-Fanatiker Stalin, welcher ähnlich wie der aus Österreich stammende Hitler einen für Psychopathen typisch cerebralen Cortex (aufwies), entwickelte bereits zu seiner Zeit aber auch "Aufmarschpläne" für die Arktis - ein besonderer wie "strategischer Raum" für russische Interessen. Der letzte Sowjet-Außenminister Schewardnadse schwadronierte mit Blick auf den Norden (auch) davon: "Kameraden, Georgien wird das Land der Sonne genannt. Aber für uns geht die Sonne nicht im Osten auf, sondern im Norden, in Russland: Das ist die Sonne der Ideen Lenins".

Zu Sowjetzeiten ging es nicht nur um Rohstoffe in der Arktis, sondern speziell um Bombengeschwader, die auf die USA Nuklearwaffen niederregnen lassen sollten. Nach dem offiziellen Ende des Kalten Krieges wurde ein einsetzender "Klimawandel" ausgemacht, welcher heute meist im Rahmen des Abtauens der Eismassen auch in der Arktis beworben wird. Im großen Stil werde der Abbau von Rohstoffen in den entsprechenden Gebieten aber nicht stattfinden können. Bei der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung (hieß) es in 2011: "In vielen arktischen Gebieten wird es noch Jahrzehnte dauern, ehe eine Öl- und Gasförderung tatsächlich möglich sein wird". Forscher sind sich bis heute wohl immer noch nicht darüber einig, was durch das Auftauen in nördlichen Gebieten ggf. für Unmengen an Methan aus den Permafrostböden freigesetzt würden, welche "erheblichen" Einfluss auf das weltweite Klimasystem haben könnten. Von (einigen) wurde das Methan-Problem jedoch als "tickende Zeitbombe in der Arktis" beschrieben.

Ureinwohner, wie (solche), des Nordpolargebiets kündigten (zuletzt) weiteren Widerstand gegen die Ausbeutemaßnahmen an. Das sogenannte Inuit Circumpolar Council, kurz ICC, in welchem die Interessen solcher Personen vertreten würden, ist ebenfalls im wichtigen "Arktischen Rat" vertreten. Dem Rat gehören Regierungsstrukturen bzw. Abgesandte aus Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden oder auch aus den USA an. Mit Blick auf asiatische Player wie China und Japan hätten diese zudem "Gasrouten über den Nordpol" geplant (gehabt). Der Seeweg zwischen Nordeuropa und Japan, Nordchina oder Korea ist durch das Nordmeer um circa 40 Prozent kürzer als durch den Suezkanal.

Im kommunistischen China wolle man z.B. bis ca. 2020 den Verbrauch von Erdgas am Gesamtenergiemix auf mindestens 10 Prozent erhöhen. Durch Kanada möchte man ebenso die Nutzung von Erdgas weiter vorantreiben. Jean Charest aus der kanadischen Provinz Quebec meinte etwa, man möchte in arktischen Gegenden ein Gebiet von der Größe Westeuropas durch den "Plan Nord" wirtschaftlich erschließen, um neben Gas zudem andere Rohstoffe wie Gold, Nickel, Kupfer und Diamanten abzubauen. Kanada erhebt schon seit Jahren Arktis-Ansprüche (und) wollte kürzlich mit gestarteten Maßnahmen neue Fakten schaffen. Mit Blick auf die USA hatte der nun ehemalige US-Präsident George W. Bush Anfang Januar 2009, also kurz vor seinem offiziellen Amtsende, die "National Security Presidential Directive" Nummer 66 auf den Weg gebracht und die USA gleichzeitig zur „arktischen Nation“ erklärt.

Darin wird erläutert, dass sich die USA durch "die zunehmende menschliche Aktivität in der Arktis [...] gezwungen [sehen], ihre Präsenz und ihren Einfluss in der Region auszuweiten, um ihre dortigen Interessen zu wahren und um den Zugang der Seestreitkräfte in der gesamten Region zu gewährleisten". Die BRD gab vor einigen Monaten nebulöse "Leitlinien deutscher Arktispolitik" heraus, in denen eher einschläfernd dargestellt wird: "Deutschland ist durch ein starkes Profil in der Polarforschung, durch politisches Engagement und eine aktive Beteiligung an der Diskussion über die Zukunft und nachhaltige Entwicklung der Arktis ein internationaler Akteur im hohen Norden".

Betont hatte man auch den ständigen "Beobachterstatus im Arktischen Rat" und die "aktive Rolle der Europäischen Union in der Arktis-Politik". Weil europäische Länder bekanntlich von zahlreichen Rohstoffen, welche in arktischen Gefilden in teils großen Mengen vermutet werden, abhängig sind wie der Junkie von der Nadel, kann man bereits heute ableiten, dass auch EU-Strukturen dort aktiv werden könnten. Die deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ließ mit Blick auf den "großen Schatz" durchblicken: "Die Arktis ist reich an Bodenschätzen und verfügt auch im Weltmaßstab über bedeutende Rohstoffvorkommen". Wohl auch deshalb musste das deutsche Auswärtige Amt zugeben: "Die Bundesregierung strebt an, die Arktisregion stärker als bisher zu einem zentralen Gegenstand deutscher Politik zu machen".

(Russland), nordamerikanische und skandinavische Strukturen erschließen in der Nordpolarregion Rohstoffe bereits seit Jahrzehnten in industriellem Maßstab. Wegen der Aufhebung des Abbauverbots radioaktiver Erze hatte kürzlich auch Grönland den Weg für viele Bergbauprojekte geebnet, zum Beispiel und unter anderem könnten Seltene Erden erlangt werden. Bei der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (schrieb) man: "Grönland ist besonders reich an Gold, Platin, Palladium, Seltenen Erden, Strontium und Uran. Zurzeit ist aber infolge der niedrigen Weltrohstoffpreise und der fehlenden Infrastruktur jeglicher Abbaufortschritt zum Erliegen gekommen". Wegen der Arktis-Spannungen zwischen verschiedenen Playern gab es bereits vor Jahren Mutmaßungen darüber, dass militärische Bündnisse wie die NATO im Rahmen der Streitereien "einwirken" könnten. Seitens Norwegens sah man es in 2007 offiziell aber (noch) so, dass bei einem möglichen Konflikt mit Russland keine Unterstützung durch die NATO "sichtbar" gewesen sei. Ob sich dies u.a. mit dem (neuen) Generalsekretär der NATO Jens Stoltenberg, ein Norweger, ändern könnte, kann spekuliert werden.

Der international anwendbare Rechtsrahmen, welcher sich auch auf das Gebiet der Arktis auswirkt, besteht unter anderem in völkerrechtlichen Übereinkommen, wie dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen und anderen völkerrechtlichen Instrumenten, z.B. der sog. Espoo-Konvention oder dem Ospar-Übereinkommen. Mit diesen wird ebenso auf den Schutz und die nachhaltige Ressourcennutzung der Arktis unter der Souveränität der Anrainer abgezielt. Solche Übereinkommen enthalten zusammengenommen durchaus breitgefasste Bestimmungen zum Schutze der Meeresumwelt. Auch im Rahmen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, kurz IMO, wird das internationale Regelwerk "verdichtet". Es sieht im Bereich der Pole verschärfte Vorschriften für die Seeschifffahrt vor, um insbesondere dem besonders fragilen Ökosystem Rechnung zu tragen. Solche Gebiete des arktischen Meeresbodens, die abseits der Bereiche nationaler Hoheitsbefugnisse liegen, haben offiziell wohl als "gemeinsames Erbe der Menschheit" einen besonderen Status erhalten. Der Internationalen Meeresbodenbehörde komme auch die Aufgabe zu, die Bodenschätze der Tiefsee als "gemeinsames Erbe der Menschheit" zu verwalten.

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