Internet der Dinge soll angeblichen Wandel bringen


(C) Richard Masoner, 2008, Bild: flickr (CC BY-SA 2.0)

Das hippe "Internet der Dinge", von (einigen) bezeichnet als grauenhafte Dystopie, soll schon bald zu einer "Revolution" beitragen, glaubt man diversen Hype-Berichten aus der jüngeren Vergangenheit. Was den Massen schmackhaft gemacht werden soll, lohnt sich wie immer genauer unter die Lupe zu nehmen, ohne verblendet nun Dollar-Zeichen, SciFi-Romaninhalte, Hollywoodfilme oder Bits and Bytes allgemein vor den Augen zu haben. Doch wo wir gleich beim Dollar sind, so wurde berichtet, wolle INTEL nun in europäischen Gefilden ein viertes sog. "Labor" für das Internet der Dinge etablieren, um auch die (offenbar) im wahrsten Sinne des Wortes zu nehmende "intelligente Gebäudetechnik", den Bereich Handel und Transport aufzugreifen. Bis 2020 würden mit dem überwachungsfreundlichen "Internet der Dinge" (laut) Zahlenjongleuren übrigens und angeblich "bis zu" 7 Billionen US-Dollar an Umsatz hergezaubert werden können. Nach anderen Konfabulationen könne das noch bessere "Internet of Everything" gleich 14,4 Billionen US-Dollar (generieren). Dabei gäbe es aber auch "Risiken und Nebenwirkungen", denn das nebulöse "Internet der Dinge" (ermögliche) ggf. - unter Weglassung der da fantasierten Scheinwelt ohne Bösewichte, Geheimdienste und Co. - "detaillierte Profile von Menschen und den Dingen, mit denen sie sich täglich umgeben".

Auch mit Blick auf Deutschland sei das "Internet der Dinge", (laut) Huffington-Post "die neue Qualität der Überwachung", welches z.B. den eigenen Haushalt in eine möglichst "intelligente Umgebung" verwandeln soll, die selbstständig (massig) Daten anhäuft, auf dem (Vormarsch). Nicht nur in Deutschland könnte das Dingensweb "Wachstumschancen für die Wirtschaft", vor allem (jedoch) wohl zudem Sorgen für Datenschützer mit sich bringen. Wo die dicken Geldbündel auf den Abtransport warten, wenn bei solchen da zu sehenden Summen meist auch in der Form des virtuellen Buchgelds, ist die EU-Kommission nicht weit. Schon in 2009 (berichtete) man bei Heise von einem "visionären Rahmenplan für die Zukunft" und bezgl. des Internets der Dinge von einem "Aktionsplan für Europa", laut Heise der "kurze Weg zur kollektiven Zwangsentmündigung". Ob Personen der EU-Kommission, Bundesregierung oder (andere) für die Sicherheit der Menschen garantieren können, kann in Frage gestellt werden - da laut einer US-amerikanischen Expertin sowieso eine Abwärtsspirale bei der Computersicherheit zu (sehen) sei. Im kommunistischen China (hätte) die dortige Regierung zumindest vor wenigen Jahren noch sich angeblich um die Bürger Sorgen gemacht.

Mit der voranzutreibenden Nutzung des "Internet der Dinge" zur Vertiefung des Überwachungsstaates, der (laut) Tagesspiegel technisch keine Fiktion mehr sei, sehen aber auch immer mehr Cybercrimeler ein großes Geschäft heraufziehen - im Fall der Fälle könnten sich jene bis ins Bett eines Liebespärchens oder ins Badezimmer zum ebenso großen Geschäft vorhacken. Speziell nimmt man (wohl) aber erst einmal den wirtschaftlichen Sektor ins Visier, auch wenn vor einiger Zeit noch z.B. ein "intelligenter Kühlschrank" massig Spam-Mails versendet (hätte). Die anwachsenden Cyber-Risiken, die auch durch die Etablierung des Internet der Dinge weiter vorangetrieben werden, seien (bereits) heute schon so gefährlich wie globale Wirtschaftskrisen. Zum Beispiel könnte der Zusammenbruch eines Cloud-Anbieters einen harten Domino-Effekt (auslösen). Das "Internet der Dinge" hatte man bei "Spiegel" übrigens schon in 2004 angesprochen (gehabt). Damals wurden Strukturen genannt, die jüngst im Rahmen der NSA-und-Co.- Spionage aufgeflogen waren, und zuvor noch irgendetwas von "Datensicherheit" faselten. Gut zehn Jahre später, zu Beginn dieses Jahres, (schrieb) man in jener Publikation zumindest aber mit nachgerichtetem Blick von einem zu sehenden "digitalen Panoptikum".

Nicht großartig überraschen (sollte), dass sich nicht nur Figuren der NSA über die breite Etablierung des "Internet der Dinge" freuten. Der mittlerweile abgesägte CIA-Boss David Petraeus meinte, er freue sich darauf, dass jener Flimflam bald umfänglich etabliert wird. (Laut) folgender Publikation merkte er an: "Diese technologischen Entwicklungen werden die Arbeitsweisen der Nachrichtendienste wahrhaft grundlegend verändern". Auch im österreichischen derStandard (hatte) man die CIA-Nerds näher betrachtet. Der intelligent vernetzte Haushalt werde, wohl nicht nur für die CIA "große Möglichkeiten" eröffnen. Sämtliche Objekte von Interesse könne man künftig durch entsprechende Technik passend identifizieren, lokalisieren, überwachen und fernsteuern. Einige Jahre zuvor spielte man übrigens noch (laut) "Computerwoche" unter dem Decknamen "Silent Horizon" drei Tage lang den elektronischen Krieg via Internet. Zuletzt (hätten) sich (in) Europa angesiedelte Geheimdienste die NSA als Vorbild genommen, sollten Illusionen aufkommen, diese würden ja gänzlich anders handeln als jene Großstruktur. Wer sich nicht "anschließt", könnte aber trotzdem ins Visier geraten. "Selbst unter Jenen, die sich ausdrücklich für den Lebensstil entscheiden losgelöst zu bleiben, könnte die Entscheidung nicht angeschlossen zu sein, als verdächtiges Verhalten angesehen werden".

Allgemeiner Anhang:

Mit dem "Internet der Dinge" (u. Dienste), im Englischen abgekürzt als IOT, was nicht zu verwechseln ist mit den Sektierern der Illuminaten von (Thanateros), soll die virtuelle Welt in die "reale Welt" hinein verlängert werden und schon der deutsche Kybernetiker, Nachrichtentechniker und Informationstheoretiker (Karl Steinbuch) meinte in 1966: "Es wird in wenigen Jahrzehnten kaum mehr Industrieprodukte geben, in welche die Computer nicht hineingewoben sind". Die (RFID)-Technik, also die Identifizierung mittels elektromagnetischer Wellen, stellte bereits eine wichtige Grundlage dar, weil sie die Brücke zwischen der physischen Welt der Produkte (s. Prozesskette) und der virtuellen Welt der digitalen Daten schlagen konnte. Es werde nach und nach so sein, dass die später, Anfang der 1990er Jahre von (Mark Weiser) mit "Ubiquitous Computing" bezeichnete Vorstellung einer umfassenden Informatisierung und Vernetzung der Welt und ihrer vielen Gegenstände in greifbare Nähe rückt, speziell durch die zu erzielenden Fortschritte bei der Mikroelektronik, Kommunikationstechnik und Informationstechnologie. Die klassischen PCs würden verschwinden und durch "intelligente Geräte" ersetzt werden.

Eher positiv über das "Internet der Dinge" äußert sich u.a. Jeremy (Rifkin), der den Begriff Proteische Persönlichkeit (mitprägte), in seinem Buch "Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft" (ex) und er sah dadurch auch "den Rückzug des Kapitalismus" in greifbarer Nähe. Weiser meinte (in) "The Computer for the 21st Century" außerdem: "Im 21.Jahrhundert wird die technologische Revolution das alltägliche, kleine und unsichtbare sein". Unter (Ubiquitous computing) versteht man ein "allgegenwärtiges bzw. ubiquitäres Rechnen". Zum "Ubiquitären Computing" schrieb man (laut) einer Drucksache bezgl. Technikfolgenabschätzungen der deutschen Bundesregierung von 2010: "Vorstellbar sind zahllose kleinste, miteinander über Funk kommunizierende Mikroprozessoren, die mehr oder weniger unsichtbar in Dinge eingebaut werden können". In einem Artikel unter dem Titel: "Internet der Dinge: Alles ist hackbar" der Computerworld (wurde) ein Fachmann mit Blick auf die wirtschaftlichen Aspekte zitiert: "Wenn ganze Produktionsprozesse oder gegebenenfalls ganze Industriezweige auf Messdaten aus Sensornetzwerken beruhen, dann kann durch gezielte Veränderung dieser Daten ziemlich viel Chaos angerichtet werden".

In seinem (Buch) "Die Zukunft: Sechs Kräfte, die unsere Welt verändern" bezeichnete der auch als hochbezahlter Klimawandelprophet durch die Lande ziehende (Al Gore) im Kapitel "Die Welt AG", also vor dem Kapitel "Das Weltgehirn", das Internet der Dinge als wichtige Möglichkeit Wirtschaften hin zu mehr Nachhaltigkeit zu "transformieren". Das im europäischen Raum als "Internet der Dinge", siehe ggf. in Englisch "Internet of Things" (IoT), bezeichnete Gesamtsystem gehe möglicherweise jedoch über "Ubiquitous Computing", (Ambient Intelligence) und das sog. "Pervasive Computing" (ex), also die allesdurchdringende Vernetzung des Alltags (durch) den Einsatz "intelligenter" Gegenstände, hinaus. Während das "Ubiquitous Computing" und "Pervasive Computing" vor allem auf der Ausstattung von Objekten mit technischer Logik und der dezentralen Verarbeitung akquirierter Umgebungsdaten beruht, spiele beim "Internet der Dinge" vor allem auch der Aspekt des autonomen Handelns unbelebter Dinge innerhalb eines Netzwerkes eine entscheidende Rolle. Der heute recht weit verbreitete Begriff "Internet der Dinge" wurde durch Arbeiten am sog. Auto-ID Center (ex) des Massachusetts Institute of Technology (MIT) weiter gefördert, wo Personen aktiv sind; waren wie der Brite Kevin (Ashton) oder der Inder Sanjay (Sarma). Auf der offiz. Webseite des mittlerweile aufgelösten Auto-ID-Center konnten (offenbar) einst vertrauliche Dokumente von jedermann eingesehen werden, in denen "PR-Maßnahmen" beschrieben wurden, um damals aufgekommenen Widerstand in der Bevölkerung gegen RFID "zu neutralisieren". Die Strategie war darauf ausgelegt, dass man hoffte, Konsumenten werden nach einer gewissen Zeit "apathisch" und sich dann der "Unausweichlichkeit ihrer Lage ergeben".

Ashton meinte in 2002 im Forbes Magazine: "Wir brauchen ein Internet der Dinge, eine standardisierte Möglichkeit für Computer, die reale Welt zu verstehen". Der US-amerikanische Physiker und Informatiker Neil (Gershenfeld) gab vorausblickend zur "Revolution der Maschinen" bekannt, in seiner Publikation "Wenn die Dinge denken lernen", ihm käme es so vor, dass mit der schnellen Expansion des World Wide Webs nur ein "Zündfunke" gegeben worden sei, der später zu einer viel gewaltigeren Explosion führen werde. Jene Revolution bzw. "Explosion" werde stattfinden, wenn "die Dinge das Internet nutzen", was letztlich auch die "Menschen selbst" in ihren Handlungen verändern würde. Das Internet, anders als die meisten es heute nutzen, könne von einem "Computernetz zu einem Netz untereinander verbundener Gegenstände" transformiert werden. Begünstigt auch durch bestimmte Teile des "Internet der Dinge" könne (Big Data), welches oft zusammen mit der (Cloud) genannt wird, weiter ausgebaut, (laut) Datenschützern könnten über das "Internet der Dinge" aber auch zahlreiche persönliche Daten zu aussagefähigen Profilen zusammengeführt werden.

Ins "Internet der Dinge", in dem auch Produkte des (Wearable Computing) mit eingeflochten werden sollen, das zahlreiche Technologien aus vielen Wissenschaftsfeldern zu einem nach dem jeweiligen Bedarf ausgelegten Gesamtsystem zusammenfassen soll, eingebettete Objekte sollen sich nicht nur mit dem Netz verbinden können, (sondern) auch gegenseitig untereinander. Die mit einbezogenen und intelligenten Objekte würde man "eindeutig identifizieren", sie je nach Fall auch lokalisieren können. Als skurriles Beispiel für den Bereich "Wohnen/Haushalt" wurden etwa (Autoschlüssel) genannt, welche abhanden gekommen sind. Über ein Endgerät, wie Smartphone, könne man feststellen, wo sie abgeblieben sind und wann sie an Stelle XY abgelegt wurden. Bei der Haus- und Gebäudeautomatisierung sei allgemein ein "umfangreicher Einsatz von drahtlosen Sensornetzwerken" zu (erwarten). Ein anderes Beispiel in der "Arbeitswelt" sei (die) "vernetzte Kaffeetasse". Wenn man in der Kantine am Automaten neuen Kaffee über seine Tasse beziehe, werde direkt von einem Konto des Trinkers der entsprechende Geldbetrag abgebucht.

Andere können sich vorstellen, die Kaffeemaschine schon per Smartphone vom Bett aus anzuschmeißen. Der "intelligente" (Kühlschrank) als eingebettetes Objekt im "Internet der Dinge" könne ermöglichen, z.B. Rezepte für die bald zu verbrauchenden Lebensmittel vorzuschlagen oder auch per Internetbestellung neue Produkte zu beziehen. Andere im "Internet der Dinge" einbezogene "Objekte" verschiedenster Art, wie auch Joggingschuhe, können u.a. Informationen über ihre Umgebung (sammeln), diese aufzeichnen und ggf. auch weiter melden oder direkt "reagieren", wobei aber zudem die Möglichkeit nutzbar sei, ferngesteuert über das Internet entsprechende "Prozesse" zu beeinflussen. Bestimmte Produkte, welche oft als "smarte Objekte" (bezeichnet) werden, können durch eingebaute Technik nicht nur sensorische Informationen verarbeiten und interpretieren, sondern u.a. auch mit einer Art "Gedächtnis" ausgestattet sein, um so z.B. die eigene Nutzung (Dauer etc.) aufzuzeichnen und möglicherweise daraus Verhaltensmuster abzuleiten. Ergänzend dazu könnten solche "Objekte" auch über die "Fähigkeit" verfügen, ihren physischen Aufenthaltsort selbst zu erkennen oder sie seien durch externe "Objekte" oder Endgeräte "lokalisierbar".

In (einer) Ausarbeitung für den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zum "Internet der Dinge" meinte man, dass künftig "zahlreiche vernetzte Objekte [...] in das Lebensumfeld des Menschen integriert" würden, entsprechende "Objekte" und technische Systeme könnten "den Nutzer in seinem Situationskontext" wahrnehmen, "Objekte und technische Systeme können entsprechend der Nutzeranforderungen maßgeschneidert konfiguriert oder ausgelegt werden", sich aber auch "entsprechend der an sie gestellten Anforderungen" verändern oder vorerst noch "in gewissem Rahmen Anforderungen des Nutzers vorausahnen". Von "besonderer Bedeutung" für das "Internet der Dinge" wären in Zukunft laut VDI-Publikation zudem Mensch-Maschine-Schnittstellen (MMS) und Künstliche Intelligenz (KI). Schon in den vergangenen Jahren (seien) im Bereich der Künstlichen Intelligenz "große Fortschritte" erzielt worden, bis hin zur weiter zu verbessernden autonomen Steuerung von Robotern oder Logistikketten.

Insgesamt werde das "Internet der Dinge" künftig "zahlreiche Bereiche durchdringen und beeinflussen" können, wobei der "(Kognitionswissenschaft)", demnach als wichtiges Element, eine treibende Rolle als zentrales Bindeglied zwischen der (Nano)-, (Bio)- und Informationstechnologie (ex) zugesprochen werde. Die "wichtige Kognitionswissenschaft" treibe zudem "als eigenständiges Feld, zum Beispiel im Rahmen der Hirn- und Verhaltensforschung, selbst neue technologische Konvergenzen voran". Mit Blick auf den umfänglich "intelligent vernetzten Haushalt" der Zukunft sei die "Heimautomatisierung" sehr interessant, wobei u.a. Heizungen, Beleuchtungssysteme, Jalousien, Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, Telefon, Internet, Radio, TV, Zahnbrüste etc. angesprochen werden. Als wichtig gelte auch die Steigerung des "Nutzerkomforts" im Rahmen des "intelligenten Hauses", wie zudem Möglichkeiten der Energieoptimierung. Ein weiteres großes Anwendungsfeld tue sich im Bereich der "Sicherheitstechnologie" allgemein und auch des Wachschutzes auf. Das "Internet der Dinge" und (die) bereits heute zu beobachtende verstärkte Vernetzung von Mensch und Maschine werde wohl aber mit "weitreichenden Folgen für die Gesellschaft" verbunden sein.

So seien durch diverse Strukturen bereits unterschiedliche Themen diskutiert worden, angefangen von möglichen gesundheitlichen Aspekten, wie der zunehmenden Anwesenheit elektromagnetischer (Felder) und einem mit dem Internet der Dinge verbundenen höheren Energieverbrauch, als auch den großen Bereich der Datensicherheit bis hin zu soziologischen Aspekten der menschlichen (Selbstbestimmung). Ein wesentlicher Grundsatz des Datenschutzes ist (bekanntlich) "das Prinzip der Datenvermeidung und Datensparsamkeit". Die zunehmende Abhängigkeit zukünftiger Gesellschaften und der Wirtschaft nicht nur von elektrischem Strom sondern auch von der Technologie selbst wird von einigen Beobachtern kritisch gesehen. Sollte z.B. aufgrund von Entwurfsfehlern, Materialdefekten, Sabotage, Überlastung, Naturkatastrophen oder Krisensituationen ein größerer Ausfall eintreten, könnte dies unter Umständen katastrophale Folgen nach sich ziehen.

Laut Angaben der EU-Kommission (hieß) es zum "Internet der Dinge", mit dem immer größere (Mengen) an Daten produziert werden, als Oberbegriff für ein neues "Paradigma": "Von den Anwendungen [...] wird ein großer Beitrag zur Bewältigung heutiger gesellschaftlicher Herausforderungen erwartet [...] schrittweise zu einem echten Paradigmenwechsel führen [...] werden einige Anwendungen eng an kritische Infrastrukturen wie die Stromversorgung angebunden sein, während andere Anwendungen Angaben über den Aufenthaltsort von Personen verarbeiten werden". Mit Blick auf die "Robotisierung" allgemein meinte man kürzlich, dass immer mehr auch die Industrie (davon) profitieren würde. Gemäß (einer) während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft entwickelten Definition sei das Internet der Dinge übrigens "die technische Vision, Objekte jeder Art in ein universales digitales Netz zu integrieren". Nach einer "speziellen" und älteren Definition der Cisco Internet Business Solutions Group (IBSG) sei das "Internet der Dinge" einst schlicht der Zeitpunkt (gewesen), an dem die Zahl der mit dem Internet verbundenen Dinge oder Objekte die Zahl der vernetzten Personen überstieg, was nach heutigen Betrachtungen aber (anders) zu sehen sei.

Nach Darstellungen der Robert Bosch GmbH aus Deutschland (sollen) bereits in wenigen Jahren "mehrere Milliarden von Geräten und Systemen in der Lage sein, selbständig Daten untereinander auszutauschen". Zum Beispiel "Aufzüge oder Klimaanlagen kommunizieren dann über das Netz mit der Wartungszentrale". (Laut) Einschätzungen des deutschen Instituts für Innovation und Technik (iit) werde das Internet der Dinge bald "ein Kernbestandteil der zukünftigen globalen Kommunikationsinfrastruktur" sein. Nach Informationen des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hatte man zur sog. "Digitalen Agenda 2013-2017" dargestellt, dass die Parteien CDU und CSU Deutschland "bis zum Ende des Jahrzehnts", also bis 2020, zum digitalen Wachstumsland Nr. 1 in Europa machen wollen. Auch mit dem "Internet der Dinge" starte man jetzt eine nebulöse "vierte industrielle Revolution" (hier). Folgenden Anmerkungen (nach) sehe man die da aufziehende "Revolution" zumindest im privaten Bereich eher kritisch: "Das Internet der Dinge wird uns [...] noch vor große Herausforderungen stellen. Wenn die Armbanduhr den Puls misst, der Kühlschrank die Ernährung protokolliert und solche Daten zentral zusammengeführt werden, sind Verhaltensanalysen möglich, die wir uns heute kaum vorstellen können".

Auch Fahrzeuge, (wie) die in Entwicklung befindlichen Google-Plastikeier, (könnten) als eingebettete Objekte im Internet der Dinge mit Daten durch zukünftige intelligente Verkehrsleitsysteme umfänglich gespeist werden - wie in (den) Smart Cities bzw. grünen (Megastädten) - oder es wird z.B. auch bei Parkplätzen automatisch die Gebühr vom Konto des Fahrzeuginhabers abgebucht. Weitere (denkbare) Möglichkeiten für Smart Cities seien u.a. intelligente Straßenlampen, welche nur dann Licht spenden, wenn Bewegungen in der unmittelbaren Umgebung erkannt werden. Eingebunden werden sollen ins "Internet der Dinge" künftig wohl auch Menschen nicht nur über Smartphone und Co. selbst. Mit einer speziellen "Passwortpille" z.B. könnten sich Individuen so gesehen selbst (verwanzen). Jenes "Objekt" war mit durch Google-Strukturen entwickelt worden, nicht zu verwechseln mit (Googol). Zuvor rüstete man u.a. mit künstlicher Intelligenz (auf) und Figuren der Großdatenkrake meinten: Menschen würden durch Technik Unsterblichkeit (erlangen). Offenbar werden aber auch Tiere mit einbezogen. In den Niederlanden etwa wurden bereits Kühe mit "speziellen" Sensoren (ausgestattet), um an Computersysteme Krankheiten oder Trächtigkeit zu melden.

Der Berliner Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit stellte unterdessen bereits in seinem (Bericht) von 2011, ähnlich wie weitere in anderen Ländern, fest, dass mit: "der Weiterentwicklung der RFID-Technologie [...] eine fortschreitende Miniaturisierung der elektronischen Bausteine" erfolgen wird. So könnten Mikroprozessoren, Sender, Empfänger, Sensoren und Aktoren, nach Auffassung auch anderer namhafter Fachleute: "Netze aus intelligentem Staub (sog. smart dust - s.a. Sensornetz) bilden". Allgegenwärtiger (ubiquitous - s.a. Omnipresence) oder um sich greifender pervasiver (durchdringender) Recheneinsatz könne zudem ins "Internet der Dinge" mutieren, mit der Möglichkeit, unauffällig, effizient und billig die in diesem Netz handelnden Menschen zu überwachen.

In wenigen Jahren würden laut Buch-Publikation „Ausgespäht und abgespeichert“ (Simon) mit Stand 2008 mikroelektronische Sensoren per "Smart Dust", oft auch bezeichnet als "kluger Staub", überall sein und so gut wie „alles abtasten“. Diese Mini-Sensoren können ihre Energie etwa aus Sonnenlicht, Vibrationen, Differenzen in der Umgebungstemperatur oder auch aus der Hintergrundstrahlung gewinnen. Experimente mit diesem "schlauen Staub" sind ursprünglich militärischer Natur gewesen und u.a. die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) als eine Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums förderte in der Vergangenheit unter dem Networked Embedded Systems Technology (NEST) Programm diverse Projekte. Experten nach würden psychologisch gesehen Individuen sowieso i.d.R. dazu neigen, nicht direkt wahrnehmbare Überwachungsinstrumente zu verharmlosen, was deshalb ein "wichtiger Schlüssel" zur Formung von Akzeptanz sein könnte.

  
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