USA: FBI legte über Jahre Geheimraum an


FBI

Seitens des FBI (Federal Bureau of Investigation) hatte man nach dem forcierten 2. Weltkrieg auch wegen der Sowjets und deren langfristig ausgerichteten Strategie offenbar über Jahre hinweg eine Art Geheimraum etabliert gehabt, um dortiges Material vor parlamentarischen Kontrollen und gegnerischen; konkurrierenden Geheimdiensten zu schützen - denn bekanntlich war selbst der eigene Staatsapparat mit nebulösen Doppel- oder sogar Mehrfachagenten infiltriert, nicht nur welche der Sowjets. Bei diesem Geheimraum habe es sich laut Medienberichten um das Zimmer 6527 (siehe: room6527.com) gehandelt, der auch als sog. "Confidential File Room" (Vertraulicher Aktenraum) bekannt wurde. Dieser hätte sich im Hauptquartier des FBI von Washington befunden und dortig eingelagerte Dokumente fanden sich auch nicht in irgendwelchen Inhaltsverzeichnissen (Geschäftsregister) wieder. Bis mindestens zum Jahr 1950 seien verschlüsselte Nachrichten aus der Schweiz mitgelesen worden.

Bis dahin setzte das Aussendepartement die Chiffriermaschine Enigma ein, heißt es. Bekanntlich wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ENIGMA-Maschinen nachgebaut, welche offiziell den Ruf innehatten "höchste Sicherheit" zu bieten. Zu Zeiten des WK2 hieß es zu einer Geheimen Kommandosache: Deutsche knackten diplomatische Nachrichten (mehr). Speziell Strukturen aus England und den USA verkauften derartigen Schrott auch an Länder u.a. in den Nahen Osten und nach Afrika weiter. Dort wurden jene Schrotti-Maschinen noch teils bis nach 1975 genutzt. Die Briten hatten den Verschlüsselungsalgorithmus der berüchtigten Enigma im WK2 schnell geknackt gehabt, diesen Erfolg hielt man jedoch jahrelang geheim. Jene Länder/Strukturen, an welche man die "hochsichere" Verschlüsselung verscherbelte, wog man in Sicherheit und erzählte ihnen nichts von dem Umstand, dass man selbst die Codes knacken konnte.

Die Anordnung für jenes Versteckunterfangen (im Room 6527) sei durch den ehemaligen FBI-Chef und Freimaurer John Edgar Hoover, welcher von Mai 1924 bis zu seinem Tod im Mai 1972 Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI) gewesen war, im Jahr 1948 gegeben worden. Nur so nebenbei an dieser Stelle angemerkt werden könnte, dass vor geraumer Zeit freigegebene Akten des FBI zeigten, dass das kommunistische China auch den früheren Senator und späteren demokratischen Präsidentschaftskandidaten John F. Kerry, der verwandt ist mit dem (Yale; Skull and Bones-) Bush-Clan und aktuell US-Außenminister ist, bei seiner Wiederwahl zum Senator im Jahr 1996 finanziell unterstützt hatte. Die mittlerweile de-klassifizierten Akten (bezgl. Room 6527) zeigen wie man seitens der US-amerikanischen Sicherheitsorgane, hier das FBI, teils auf durchaus schizophrene Art und Weise unzählige Spionageunterfangen nicht nur im Inland sondern auch im Ausland absolvierte. Gewürzt wurden zahlreiche Geheimdienst-Aktionen mit illegalen Praktiken, die selbst in als offiziell befreundet dargestellten Staaten unternommen wurden.

Betont werden muss an dieser Stelle, dass man nicht einseitig, wie diverse Medien es zur Thematik tun, auf diese US-Unterfangen rumhacken sollte, denn genauso haben zahlreiche weitere Staaten, wie die Sowjetunion, spioniert bis die Schwarte krachte. Teils wurden sogar Strukturen in den USA infiltriert, mit deren Knowhow man spionierte und am Ende hieß es, „die Amis“ waren es – weil es ja US-Dienste gewesen seien. Durch US-Strukturen wie das FBI hatte man zu Zeiten des forcierten Kalten Krieges auch im Rahmen der Gegenspionage unter anderem Staaten ins Visier genommen wie Schweden, Finnland, Deutschland, Italien, Schweiz, Norwegen, Griechenland, Nicaragua oder u.a. auch Panama. In seinem Buch "Surveillance in America" schrieb Ivan Greenberg, dass im "Raum 6527" in 1964 über 5000 Dateien in 79 Schränken eingelagert waren. Darunter waren auch welche, die Spione im damaligen Ostblock behandelten oder Informationen zu bizarren sexuellen Vorlieben teils hoher Beamter und Politiker. Der Name "Room 6527" tauchte übrigens auch in dem Buch: Hells Angels, The FBI Files auf (mehr). Im Rahmen des oben angeführten Rechercheprojekts wurde kürzlich passend zur Thematik die Webseite room6527.com in das Internet gestellt. Hier dreht sich alles um die: Abhörakten aus "Room 6527".

Auf der Seite berichtet man davon, dass der Sowjet-freundliche US-Präsident Franklin D. Roosevelt angeblich in oberster Position an den FBI-Chef Hoover den Auftrag erteilt hätte, alle "relevanten" Informationen der („westlichen“) (!) Welt zu sammeln. Der Verbindungsoffizier G. R. Jordan, zu den Russen, zitierte in seinem Buch "Sowjets siegen durch Spione" (mehr) Roosevelt gegen Ende: "Stalin wird mit mir zusammenarbeiten für eine Welt des Friedens und der Demokratie". Auf der anderen Seite machte der bekannte Roosevelt-Berater Harry Lloyd Hopkins deutlich, auf der Russland-Hilfe-Kundgebung (Juni/1942) im Madison Square Garden: "Wir sind entschlossen, uns durch nichts daran hindern zu lassen, alles, was wir haben, mit Euch [Sowjets] zu teilen". Auf der angeführten Webseite (room6527.com) nimmt man insbesondere die Spionageaktionen unter die Lupe, welche sich damals gegen Strukturen aus der Schweiz richteten. Unter anderem sei Diplomatenpost "systematisch" durchsucht worden. In den USA selbst hatte das FBI zu Sowjetzeiten Unterfangen laufen wie COINTELPRO, um eine oft systematische Überwachung, Unterwanderung und Störung von diversen Organisationen und Individuen innerhalb der USA zu unternehmen.

In dem entsprechenden, aus dem Room 6527 stammenden, Dossier geht es auch um diplomatische Codes, welche durch US-Strukturen geknackt wurden, um so Nachrichten mitlesen zu können. In schweizerischen Belangen sei es unter anderem um das deutsche Raubgold gegangen. Zu dieser Thematik (Nazis/Vermögen im Ausland) dürfte möglicherweise auch die illegale Parteienfinanzierung in Deutschland und die Seilschaften der CIA/Nazis interessant sein, welche etwa unter "System Octogon" bekannt wurden (mehr). Ebenfalls in diesem Zusammenhang sollten Sie u.a. Werke lesen wie "The Secret War between the FBI and the CIA" von Mark Riebling. Interessant dürfte auch eine Behauptung des Autors Simoni Renee Guerreiro Dias sein, der laut britischen Medien in seinem vor geraumer Zeit vorgestellten Buch darstellte: Hitler in Südamerika abgeknibbelt (mehr). Nicht unerwähnt bleiben sollten die bizarren Geldflüsse, auch bevor die Nazis unter Hitler an die Macht kamen. Der britische Historiker Antony C. Sutton veröffentlichte zur Thematik das Buch: Wall Street und der Aufstieg Hitlers oder auch Wall Street und die Bolschewistische Revolution.

Sutton vom Hoover-Institut der Stanford-Universität für Krieg, Revolution und Frieden konnte zu seiner Zeit eindeutig nachweisen, dass fast die gesamte sowjetische Schwerindustrie insbesondere auf der Einfuhr westlichen Knowhows basierte und dass selbst ganze Fabriken, darunter komplette Stahl-, Chemie- und Automobilwerke, aus dem Westen importiert wurden, welche das Fundament für die sowjetische Rüstungsindustrie bildeten. Ein Videointerview mit Sutton, der auch auf die I.G.-Farben eingeht, findet sich (hier). Der KGB-Überläufer (Sowjets) Agent Yuri Alexandrovich Bezmenov, alias David Schuman, gab in Zeiten des veranstalteten Kalten Krieges bekannt: Spionage belege rund 10-15 Prozent der Sowjet-Aktivitäten, der Rest sei Unterwanderung (mehr Videos). Neben dem FBI hatten bekanntlich auch die US-Army und Navy nach dem Zweiten Weltkrieg gut ausgebaute Lauschprogramme etablieren können. Heute gibt es laut diversen Experten nicht nur die offiziellen Strukturen wie FBI, CIA oder die "große" NSA (National Security Agency), sondern auch ausgelagert privat agierende Geheimdienststrukturen. Insgesamt kommt man angeblich auf "hunderte Geheimdienste" aus den USA.

Auch noch heute scheint die Spionage der Russen im Ausland umfänglich zu laufen. Mit Blick auf europäische Gefilde hieß es erst im vergangenen Jahr: Raymond P. soll für 15 Jahre in den Bau (mehr). Einige Zeit später hieß es zu diesem Fall: Raymond P. muss für zwölf Jahre ins Gefängnis. In der Sache war ein Urteil gegen einen ehemaligen hohen Regierungsbeamten des niederländischen Außenministeriums gefallen (mehr). Im Oktober 2013 gab es Berichte: Russland soll über Kulturzentrum US-Bürger für Spionage anwerben. In der Sache hätte das FBI Individuen vernommen (mehr). Um derartige Leute ausfindig zu machen, gibt es diverse Anleitungen. Eine davon ist etwa: Indikatoren für verdächtiges Verhalten in Hotels (mehr). Im laufenden Jahr wurde bekannt, auch mit Bezugspunkt "Russland" und Spionage: U.S. Navy Mann - Fake-Spionage für Moskau. Jene Person sei in eine Spionage-Falle geraten, die offenbar vom FBI aufgestellt worden war (mehr). Personen behaupteten im vergangenen Jahr: Main Core Datenbank enthält Informationen zu Millionen Personen. Es handele sich um eine Datenbank die in den 1980er Jahren etabliert worden sei (mehr).

 

Anbei Dokumente zur FBI-Thematik (Room 6527):

FBI (Atomic Bomb - 77 Seiten)

FBI (Panama - 66 Seiten)

FBI (Schweiz/Vichy - 44 Seiten)

FBI (Surveillance Docs. 60 Seiten)

FBI (Honduras - 63 Seiten)

FBI (Guatemala - 449 Seiten)

FBI (Nicaragua - 68 Seiten)

FBI (Sec.Com. Room 6527 - 115 Seiten)

FBI (Code SIS - 5 Seiten)

FBI (Alaska - 1231 Seiten)

FBI (Italien - 77 Seiten)

FBI (Dominican Republic - 506 Seiten)

FBI (Finnland - 206 Seiten)

FBI (Non o. Personnel - 123 Seiten)

FBI (Norwegen - 57 Seiten)

FBI (Schweiz - 160 Seiten)

FBI (Informants - 404 Seiten)

FBI (Germany - 769 Seiten)

FBI (Griechenland - 111 Seiten)

  
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