IEEE: Klassische Drucker bald Vergangenheit


(C) djvu83, 2008, Bild: flickr (CC BY-NC 2.0)

Laut Annahmen von Kevin Curran des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) sei es so, dass schon in wenigen Jahren die klassischen "Drucker" (für den PC) ausradiert sein könnten - demnach müssten sich die Hersteller von Druckern wohl nach einem neuen Geschäftsmodell umsehen. Weil immer mehr Krempel nur noch rein elektronisch abgespeichert wird, sehe man das vollends digitale Büro der Zukunft schon bald vollumfänglich etabliert. In diesem werde es laut Curran kein Papier mehr geben, welches man bedrucken könnte. Entsprechende Inhalte würden nur noch auf elektronischem Wege abgespeichert und so auch verbreitet werden.

Gegenüber der britischen Publikation "The Inquirer" sagte Kevin Curran vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), in vier Jahren seien die klassischen Drucker von der Bildfläche verschwunden. Die bisher noch vorhandene Hürde sei bis dahin gänzlich beseitigt, nämlich dass Papier sehr kompakt von A nach B geschleppt werden kann. Bei den größeren Computern, welche fest installiert an einem Platz stehen, seien Drucker notwendig gewesen, um so Informationen in Papierform "zu teilen". Wegen der handlichen Tablet-Computer könne man schon heute sämtliche Dokumente wie eine Art Schreibblock mit sich führen.

"Drucker werden eine Sache der Vergangenheit sein, weil es keinen Bedarf an Abzügen mehr gibt", wird Curran zitiert. Laut seinen Vorstellungen laufe die Entwicklung insgesamt weltweit dorthin, dass später "jeder" mit einem handlichen Tablet ausgestattet sein wird. Wer dies jedoch nicht möchte, und das klassische physisch greifbare Papier bevorzugt, müsse offenbar in "die Röhre gucken". Ebenfalls solle sämtliche Kommunikation mit etwa staatlichen Strukturen rein digital ablaufen. Curran ist davon überzeugt, dass die später weiter purzelnden Preise bei solchen elektronischen Geräten dazu führen werden, dass sich jeder Tablets anschaffen kann. Die derzeit angeblich noch "unentschlossene" Käufergruppe würde seinen Annahmen zufolge nur wegen der Preisthematik noch nicht auf den Tablet-Trip gekommen sein, und nicht etwa aus Datenschutzgründen oder anderen Belangen.

Nach diversen anderen Darstellungen sollen Individuen in Zukunft auch Bücher nicht am besten physisch greifbar vorhalten, sondern nur noch digital irgendwo abspeichern. Im vergangenen Jahr berichtete "Computer BILD" zu dieser Thematik aber auch, dass Anbieter von sog. E-Books (digitale Bücher; nicht aus Papier) oftmals die Kaufgewohnheiten der Kunden ausspionieren könnten. Dies kann aber natürlich auch dann passieren, wenn man sich online irgendwo Bücher in klassischer Form bestellt. Zumindest hob man hervor, dass so Nutzer-Profile erstellt werden könnten, was Person XY sich nun für öde Romane reinzieht oder vermehrt ggf. Sado-Maso-Literatur konsumiert, woraus möglicherweise ableitbar wäre, dass jene Individuen in der Realität entsprechenden Aktivitäten nachgehen oder im schlimmsten Fall einen an der Mütze haben könnten.

"Computer BILD" selbst sah mögliche Profil-Bildungen (Stichwort: Werbezwecke), die auf Hobbies oder die politische Einstellung der Leser/Käufer abzielen würden. Ebenfalls könnte sich natürlich ein Staat für die Lesegewohnheiten seiner "Mitbürgerinnen und Mitbürger" interessieren. Wer nun nicht direkt journalistische Aktivitäten betreibt, und aus diesem Grund alles Mögliche lesen muss, angefangen von Geheimgesellschaften, Politik allgemein, Bush-Klon Putins Russland, Militär-Zeugs, Geheimdienste, Psychopathen bzw. Psychologie, Adel-Clans, Organisierte Kriminalität, Geschichte, Drogen, Waffen, Technik, Wirtschaft oder auch diverse Kinderfänger Gruselsachen etc, der könnte als Normalbürger, der z.B. als Bäckereifachverkäufer(in) arbeitet, entsprechend schnell ins Visier geraten, wenn Literatur erworben wird, mit dem Themenzusammenhang: Wie stürze ich einen Staat, wie arbeiten Profi-Diebe, wie baue ich Rauschdrogen an oder wie führt man einen Kleinkrieg.

Da der Mensch psychologisch meist zum "Bequemeren" tendiert, wird er sich halt online sämtlichen Krempel, wie E-Books, besorgen und auf sein z.B. Tablet speichern. Der Vorteil bei digitalen Büchern ist natürlich offensichtlich, da man von diesen gleich hunderte mit sich führen und die Sackkarre zu Hause stehen lassen kann. Die klassischen und somit physisch greifbaren Bücher aus Papier haben u.a. den klaren Vorteil, dass diese ggf. länger erhalten bleiben und bei einem Geräte-Crash nicht gleich alle Bücher platt gemacht werden, die man möglicherweise über Jahre teuer bezahlt und digital angesammelt hat.

Der klare Vorteil für die Anbieter von den digitalen E-Books ist, dass man diese so gesehen unendlich hin und her kopieren; verkaufen kann, ohne dass Bücher gedruckt wurden - was natürlich ebenfalls Ressourcen einsparen mag. Mit dem zunehmenden Wegfall der klassischen Papierbücher würden aber auch in der Kette zur Herstellung dieser wohl Arbeitsplätze wegfallen. Ein möglicher Nachteil bei den Tablets und Co. ist deutlich später, dass die Seltenen Erden und andere Rohstoffe in einigen Jahren komplett abgegrast sind und so keine neuen Geräte, wie im heutigen absurden Umfang (einige Individuen kaufen sich pro Jahr teils bis zu 10 Smartphones und andere strahlende Spielereien), mehr hergestellt werden können.

  
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