Shareconomy: Eine neue freie Gesellschaft?


Shareconomy

Der seit einiger Zeit medial behandelte Begriff "Shareconomy" hätte auch von Marx stammen können, der nach neueren Darstellungen schlicht ein geldgieriger Rassist war und eine Ideologie der Zerstörung lebte (mehr). Es sei im Rahmen der "Shareconomy" die "Transformation der wirtschaftlichen Denkmuster" vorgesehen. Man könne die Umwandlung der sogenannten heutigen Eigentumsgesellschaft praktizieren - womit ein "Wertausgleichssystem" etabliert wird, welches dazu beitrüge, ein neues gesellschaftliches Verständnis vom Haben zum Teilen zu verankern.

Einige kritische Stimmen meinten zu diesem neu forcierten Trend, es handele sich praktisch um eine Kultur des Kostenlosen. Auf den ersten Blick mag sich der Sharing-Hokuspokus zwar nett anhören, dass man Dinge hin und her tauscht ohne zu bezahlen, doch bei einer umfangreichen Nutzung kann davon ausgegangen werden, dass dies zu einer Verarmung breiter Schichten führen wird. Im finalen Endzustand wird die heute gerade bei vielen jungen Individuen als "hipp" und "trendy" bezeichnete Shareconomy ganz sicher zur Enteignung der Massen beitragen - wobei nun wohl diverse rote Socken kraftvoll in die Hände klatschen werden. Einigen Strukturen in der Wirtschaft auf der anderen Seite bereitete die Shareconomy-Entwicklung zur Formung einer "neuen Gesellschaft" offenbar zuletzt aber vermehrt Angst.

Der ganze alte Wein in neuen Schläuchen geht aus der Grundideologie des Marxismus hervor, der später ausgeschmückt wurde mit teils noch gruseligeren Phantasien. Auch dort schwadronierte man ständig vom "Wandel" und ähnlichen Dingen, um die zum magischen Denken neigende Masse in den Ruin zu stürzen und danach den Kommunismus zu etablieren - mit all seinen Schrecklichkeiten, wie allgemein geringem Lebensstandard oder Arbeitszwang. Auf längere Sicht wird es mit der "Shareconomy" wohl auch so sein, dass diese dann, sollte sie umfänglich mehr und mehr genutzt werden, zu zentralisierten Besitzgesellschaften führen wird. Damit könnte wohl genau das gemeint sein, was der Autor Roland Baader in seinem Buch (Kreide für den Wolf) beschrieben hatte: Die Diktatur des Paradieses und die luziferische Revolution.

Schon in diversen kommunistischen Untergrundheftchen war vor Urzeiten etwas von der Schaffung einer "Neuen Gesellschaft" zu lesen. Die bizarre Logik wird damit deutlich, dass folgende Schritte hin zum Endzustand hinter der Menschheit lägen bzw. vor dieser: Urgesellschaft; Urkommunismus, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus und dann am Ende der Sozialismus; Kommunismus. Der Übergang zu einer "nächsten Gesellschaftsformation" sei zwangsläufig - vom sogenannten "Kapitalismus" (der heute mehr mit Sozialismus zu tun hat als die meisten denken) zum Sozialismus wäre eine Art Bruch notwendig - eine Revolution. Flammende Kommunisten verkündeten vor nicht allzu langer Zeit, nach der Selbstauflösung der Sowjets: Dass "subjektive" Voraussetzungen für die Transformation der kapitalistischen Gesellschaft notwendig sind.

Der in 1883 in London (UK) verstorbene Mitautor der Auftragsarbeit des "Kommunistischen Manifests", Karl Marx, meinte zu seiner Zeit, dass eine anzustrebende gesellschaftliche Veränderung speziell auch die Steigerung der sogenannten Produktivkräfte der Arbeit mit einbeziehen soll. Im illustren Marx-Werk "Kapital" spricht man von einer Produktion frei vergesellschafteter Individuen unter deren "bewusster planmäßiger Kontrolle". Ohne die von Marx konfabulierte "materielle Entwicklung der Produktivkräfte und eine Herstellung des "Weltmarktes", welche als "materielle Grundlagen" der neuen Produktionsform bis auf einen gewissen Höhengrad herzustellen" sind, sei die Ersetzung der kapitalistischen Produktionsweise durch die von Marx angestrebte neue Gesellschaftsform nicht umsetzbar.

Er schwafelte in seinen Veröffentlichungen ständig von einer Art "gesellschaftlichen Transformation", welche erst stattfinden könne, wenn auch eine menschliche Reife im Bereich des Bewusstseins und der Bedürfnisse (Stichwort: Umerziehung) erfolgt. Im Rahmen der, bereits in frühester Kindheit anzusetzenden, Maßnahmen das menschliche Bewusstsein umzugestalten, sei dies, für die Transformation der kapitalistischen Gesellschaft in die postkapitalistische Gesellschaftsform, von wesentlicher Bedeutung. Die neue "Gesellschaft [...gehe...] eben aus der kapitalistischen Gesellschaft [...hervor...] also in jeder Beziehung, ökonomisch, sittlich, geistig". Sie sei laut Marx "noch behaftet [...] mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoß sie herkommt".

Nicht großartig anzumerken braucht man an dieser Stelle, dass mit Blick auf Deutschland vor wenigen Jahren auch die Partei "Die Linke" eine "neue Gesellschaft" wollte - welche aber "kein Kommunismus" sei. N-TV berichtete damals zum Auftakt des Wahljahres 2011, die "Linke" werbe für "eine Abkehr vom Kapitalismus". Auch der Fraktionschef Gregor Gysi blies ins gleiche Horn: "Wir streben eine neue Gesellschaft an [...] den demokratischen Sozialismus" (Anm: Eine Zwischenstufe zum Kommunismus). Gleichzeitig wollte man aber "der Gesellschaft" beweisen, dass die Partei "Die Linke" unersetzbar sei. Die Linke Gesine Lötzsch meinte zur etwa gleichen Zeit in der Publikation "Junge Welt": "Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung".

In 1994 warben die "Linken" (PDS/LL) in ihrem nicht kommunistischen aber "Ingolstädter Manifest" für eine "neue Gesellschaft, denn die Politik sei bereits laut damaligen Tönen "zur Bedrohung für die gesamte Gesellschaft geworden". Ebenfalls betonte man wie in uralten Publikationen bereits: Kapitalismus sei nicht das Ende der Geschichte. Nun sei es an der Zeit, über eine andere Gesellschaft nachzudenken. Offenbar sind diese Hirngespinste aber auch längst in gänzlich anderen Strukturen eingesickert - wohl weil "frühzeitig bei der Bildung" entsprechend vorgeformt wurde - wie es einst u.a. Marx favorisierte.

Zumindest der Vatikan scheint die Zeichen der "Transformation" schon "empfangen" zu haben, denn laut Meldungen von Anfang Februar 2014 hieß es: "Eine neue Kirche für eine neue Gesellschaft". Das kommunistische China gab jüngst die Parole aus: Die Welt bewegt sich auf eine Neue Weltordnung und eine einzige Währung zu. In eher "kapitalistischen" Werken schwadronierte man davon: Polarisierte Märkte - Wie zwischen den Extremen (Druck von oben und von unten) eine neue Gesellschaft entsteht. Auch in nicht offen kommunistisch auftretenden Kreisen sehe man, dass die Arbeitsteilung und Eigentum des heutigen Systems angeblich "zur Entfremdung" führen würden. Marx selbst lebte bereits in seinem neuen Utopia, denn es sollte kein Geheimnis sein, dass er sich die größte Zeit seines Lebens auf das Geld seines Kameraden Friedrich Engels verlassen musste.

Damit die Gehirnwäsche zur von Marx favorisierten Umerziehung auch umfänglich angewendet werden kann, verlangte man von entsprechenden staatlichen Strukturen frühzeitig die Einbeziehung der jungen Menschen in ein System, zur "Formung des Charakters". Unter anderem machte in 1931 der Brite Bertrand Arthur William Russell in seiner Publikation "The Scientific Outlook" zur Thematik deutlich: Die "Ernährungsweise, Injektionen und der Zwang werden zusammengenommen, von einem frühen Alter an, jene Art von Charakter formen und jene Überzeugungen hervorbringen, welche die Obrigkeit als wünschenswert erachtet und jedwede ernste Kritik an den Mächtigen wird psychologisch unmöglich". Der Propaganda-Urmeister und Spin-Doktor Edward Louis Bernays, ein Neffe von Sigmund Freud, gab in seinem Werk "Propaganda" (Organisation des Chaos) zu verstehen:

"Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element [...] Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist [...] Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben [...] In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken, werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen [...] Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren".

Ob diverse "Revolutionen" einfach mal so losbrechen oder illustre Figuren nun hinter den Kulissen aktiv wirken, kann spekuliert werden - doch aus heiterem Himmel heraus wird so etwas meist nicht geschehen. Der ehemalige britische Verteidigungsminister Denis Healey gab zu seiner Zeit noch bekannt: "Weltereignisse geschehen nicht aus Zufall [...] Man macht, dass sie sich ereignen, ob es sich dabei nun um nationale Belange oder um solche des Kommerz handelt [...] und die meisten von ihnen werden von denjenigen inszeniert und zustande gebracht, die die Schnüre der Geldbeutel in der Hand halten".

Von Revolutionen hatte vor nicht allzu langer Zeit auch immer wieder der elitäre Club of Rome geschrieben - wie in der Publikation mit dem Titel: "Die Erste Globale Revolution - Bericht zur Lage der Welt". Darin heißt es, offenbar mit zuvor getätigtem Blick in einschlägige Marx-Werke: "An der Schwelle zum neuen Jahrhundert wird die Menschheit offenbar von Endzeitstimmung und Unsicherheit erfasst [...] dem Ende eines ganzen Millenniums haftet indessen ein noch geheimnisvollerer Nimbus an: Es verheißt rasche allgemeine Veränderungen und vergrößert damit die Unsicherheit.[...] Wir sind überzeugt, dass wir uns im Entstehungsstadium einer neuen Weltgesellschaft befinden, die sich von der heutigen Gesellschaft ähnlich fundamental unterscheiden wird, wie die Welt nach der industriellen Revolution von der ihr vorausgegangenen langen agrarischen Periode".

Für die Menschen dieser neuen Gesellschaft werden sich Arbeit, Lebensstil sowie materielle und sonstige Lebensperspektiven sehr von dem unterscheiden, was wir heute kennen - also der gleiche Käse, den die einschlägigen Kommunisten bereits vor Urzeiten in ähnlicher Form niederschrieben. In der nebulösen Studie - die Insidern zufolge stark nach Kreml riecht - werden einige globale Probleme aufgelistet, woraufhin folgender Schluss gezogen wird: "Wir sind überzeugt, dass das Ausmaß dieser Veränderungen zu einer großen Revolution auf globaler Ebene führen wird". Jene Ansichten unterstrich schon der KPdSU-Boss (Kommunistische Partei der Sowjet-Union) Gorbatschow in seiner Publikation: "Mein Manifest für die Erde" (Anm: Das Wort "Manifest" durfte natürlich nicht fehlen):

"Heutzutage räumen immer mehr Wissenschaftler ein, dass der Erde tödliche Gefahr droht, wenn wir in den nächsten 30 oder 40 Jahren nicht aufs Entschiedenste umsteuern. Genauer gesagt, die Gefahr droht weniger dem Haus, als seinen gedankenlosen Bewohnern". Der außenpolitische Berater von Leonid Iljitsch Breschnew (1964 bis 1982 Parteichef der KPdSU) und Michail Sergejewitsch Gorbatschow, ein gewisser Georgi Arkadjewitsch Arbatow (sowjetisch-russischer Politologe und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften), legte zu Zeiten vor dem Manöver der Selbstauflösung der Sowjetunion noch dar: "Die UdSSR wird Euch das Schlimmste antun: Sie wird Euch den Feind wegnehmen". Mit Blick auf Gorbatschow bezeugt nicht nur seine politische Laufbahn eine Hingabe an das kommunistische System, er selbst hatte bei unzähligen Gelegenheiten wiederholt betont, dass er immer schon ein überzeugter Kommunist war und stets geblieben ist. In seinen Publikationen verherrlicht er unablässig Lenin, seine Politik und die "große Oktober-Revolution", die auch während und gerade durch die Perestroika unbeirrbar weitergeführt worden sei.

Auszüge aus seinem Buch Umgestaltung und neues Denken für unser Land und für die ganze Welt lassen keinen Zweifel daran, dass er nie vom Ziel des Weltkommunismus abgelassen hat – wie unter anderem auch ausführlicher in dem Buch „Weltoktober“ dargestellt wird. In Gorbatschows Publikation heißt es unter anderem: "Das Wesen der Perestroika liegt ja gerade darin, dass in ihr Sozialismus und Demokratie zu einer Einheit verschmelzen, dass sie die Konzeption Lenins zum Aufbau des Sozialismus in Theorie und Praxis wieder voll zum Tragen bringt". Gorbatschow schrieb, dass die forcierte Perestroika (die für "Umbau, Umgestaltung, Umstrukturierung" steht) ein Sprung nach vorne sei, auf dem Weg hin zur Durchsetzung der kommunistischen Gesellschaftsordnung.

In welchem Umfang die Durchsetzung der kommunistischen Gesellschaftordnung erfolgen soll, wird ebenfalls angedeutet: "Vom Erfolg der Perestroika hängt das Schicksal des Sozialismus, hängt das Schicksal der Welt ab". Noch vor dem sogenannten Mauerfall (in Deutschland) - im Jahr 1987 - meinte der ehemalige Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), Michail Sergejewitsch Gorbatschow, damals anlässlich des 70. Jahrestages der Oktober-Revolution: "Im Oktober 1917 brachen wir aus der alten Welt aus, lehnten wir sie endgültig ab. Wir gehen einer neuen Welt entgegen, der Welt des Kommunismus. Von diesem Weg werden wir nie abweichen".

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