Forscher meinen: Dumm durch Giftstoffe


(C) The gurch, 2011, Bild: flickr (CC BY 2.0)

Es ist leicht Profite zu machen, wenn durch Produkte die man verkauft, Symptome behandelt werden, welche durch andere Produkte ausgelöst wurden, die man zuvor verkaufte. Laut neueren Untersuchungen schreitet die "Verdummung" der Menschen voran, auch durch Giftstoffe die man sich nicht mit Absicht selbst zuführt. Die Rede ist seitens der Forscher von einer "stillen Pandemie" durch Autismus, ADHS, Hyperaktivität, Aggressionen, soziale Auffälligkeiten, Essstörungen oder auch Depressionen. Zwischen 10 bis 15 Prozent aller Kinder vor der Geburt wären betroffen, die an einer Entwicklungs- oder Verhaltensstörung zu leiden hätten. Philippe Grandjean (Universität Süddänemark; Odensee) und Philip Landrigan (Universität Harvard; Boston, Massachusetts) meinen, dass wer die Schuld allein bei den Erbanlagen, einer Fehlernährung oder einer falschen Erziehung sucht, der denke zu kurz.

"Die Wurzeln dieser globalen Pandemie von neurologischen Entwicklungsstörungen sind bisher nur in Teilen verstanden", so die Forscher. Vielmehr solle man auch die stille und schleichende "Vergiftung" von Kindern durch Chemikalien mit ins Blickfeld nehmen, die ein größeres Ausmaß habe als bisher offiziell angenommen wird. Durch den Einfluss von Chemikalien sei zu sehen, dass dies zu einer fortschreitenden Verdummung und einer stetigen Zunahme auch von Verhaltensstörungen führt, berichtet man in der Fachpublikation "The Lancet Neurology". Bislang seien 214 neurotoxische Chemikalien im Nabelschnurblut von Neugeborenen nachgewiesen worden, heißt es. Dies könnte aber nur die Spitze des Eisbergs sein.

Entsprechende Chemikalien sollte man auch besser, als dies bislang geschieht, auf deren neurotoxisches Potenzial hin testen, bevor diese weltweit eingesetzt werden, stellen die Forscher als Forderung in den Raum. Zwischen den Jahren 2006 bis 2014 hätte sich die Zahl der bekannten Chemikalien, welche neurologische Entwicklungsstörungen auslösen können, von sechs auf zwölf verdoppelt, worunter Schwermetalle, Fluoride, Pestizide und Lösungsmittel sind. Es handele sich ebenfalls um Chemikalien, die sich u.a. in Kleidungsstücke, Spielzeug und Möbeln finden ließen. Man solle weg "von der irrigen Annahme", nach der neue Chemikalien und Technologien solange als ungefährlich gelten, bis ihnen das Gegenteil bewiesen wird, fordert man.

Weiterführend:

Neurobehavioural effects of developmental toxicity

WZ: "Stille Pandemie" von Autismus und ADHS

Gehirne in einer neurotoxischen Suppe (2006)

Allgemeiner Anhang:

Die meisten Menschen tendieren psychologisch gesehen immer zum Bequemeren und oft auch zum "magischen Denken" - durch etwa chemische Manipulation können diese Effekte noch verstärkt werden. Anstatt selbst etwas anzugehen, gibt man lieber seine Stimme ab, damit nebulöse Figuren nicht gewollte Sachen umsetzen. Anstatt hunderte Publikationen zu einem Thema zu lesen, reicht auch die manipulierende Zweizeiler-Erklärung diverser bunter Mainstream-Medien. Anstatt bei Erkrankungen körperliche Warnzeichen als solche wahrzunehmen und dann die oft zeitraubenden Gegenmaßnahmen zu treffen, greift man lieber zur Chemiekeule, um die Warnzeichen schnell zu unterdrücken oder der schrillste Trend der sich abzeichnet ist im Rahmen des überwachungsfreundlichen Internets der Dinge, dass man z.B. auch die Kaffeemaschine mittels Smartphone schon vom Bett aus anschmeißen kann.

Biochemische Manipulation

Der Autor des bekannten dystopischen Romans: Brave New World ("Schöne neue Welt"), Aldous Leonard Huxley (UK), meinte zu seiner Zeit, dass es in der nächsten oder übernächsten Generation der Menschen auf der Welt wohl auch eine "pharmakologische Methode" geben könnte, damit die Menschen "ihre Knechtschaft zu lieben" lernen. Er sah ein "schmerzfreies Konzentrationslager für ganze Gesellschaften" kommen.

Verschiedene, teils sehr bekannte, "Wissenschaftler" haben schon vor Jahren verkündet, dass künftig doch das "gemeine Volk" mittels Chemikalien im Essen, Wasser und durch Injektionen manipuliert werden könnte. Einige meinten, damit werden dann die Bedürfnisse der Herrschenden erfüllt. Vor dem forcierten Zweiten Weltkrieg (Stichwort IG Farben-Experimente) gab schon in 1931 der illustre Bertrand Arthur William Russell (III. Earl Russell) in seiner viel beklatschten Publikation "The Scientific Outlook" zu verstehen:

"Mittels Injektionen, Medikamente und Chemikalien [allgemein] könnte die Bevölkerung möglicherweise zur Akzeptanz all dessen verleitet werden, was ihre wissenschaftlichen Meister für sie als das Beste erachten werden".

Der Brite Russell schrieb später (Jahr 1952) in der Veröffentlichung: "The impact of science on Society" (auf Deutsch: Der Einfluss der Wissenschaft auf die Gesellschaft)":

Die "Ernährungsweise, Injektionen und der Zwang werden zusammengenommen, von einem frühen Alter an, jene Art von Charakter formen und jene Überzeugungen hervorbringen, welche die Obrigkeit als wünschenswert erachtet und jedwede ernste Kritik an den Mächtigen wird psychologisch unmöglich".

Der Brite Sir Charles Galton Darwin, also der Enkel des bekannten Charles Robert Darwin (Evolutionstheorie), schrieb in 1952 in seiner Publikation: "Die nächsten Million Jahre":

"Wenn man genauer hinsieht, dann existiert die Möglichkeit den Intellekt und die Moral von Individuen durch eine bestimmte Art von Hormon-Injektion wesentlich zu verändern [...] bei Tieren wurden bereits großartige Ergebnisse erzielt".

John P. Holdren, derzeit ausgerechnet bei US-Präsident Barack Hussein Obama (Dem.) der Berater für Wissenschaft und Technologie, schrieb nachfolgend im Jahr 1977:

"Das Zuführen eines sterilisierenden Stoffes in das Trinkwasser oder in Grundnahrungsmittel ist ein Vorschlag [...] zur unfreiwilligen Fruchtbarkeitskontrolle. In der Tat würde das einige sehr schwierige politische, gesetzliche und soziale Fragen aufwerfen [...] müsste eine solche Substanz ziemlich hohe Anforderungen erfüllen: Sie sollte durchweg effektiv sein, trotz stark unterschiedlichen Dosen, die Individuen aufnehmen, und trotz unterschiedlicher Fruchtbarkeit und Empfindlichkeit von Individuen [...sollte...] frei sein von gefährlichen oder unangenehmen Nebenwirkungen und dürfte keine Auswirkungen haben, auf Mitglieder des anderen Geschlechts, auf Kinder, alte Menschen, Haustiere oder auf Nutzvieh".

Auch wenn Sie diese Ideen zur Gesellschaftsmanipulation vielleicht als erschreckend ansehen mögen, erklärte Bertrand Russell zu seiner Zeit höchstpersönlich: "Wirklich anspruchsvollen Leuten ist Glück gleichgültig, vor allem das der anderen Menschen".

  
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