Globalisten starten Weltkommission fürs Internet


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Das "Centre for International Governance Innovation" (CIGI) und das berüchtigte "Royal Institute of International Affairs" (Chatham House) aus Großbritannien wollen das "Internet retten". Das Royal Institute for International Affairs (RIIA) mit Sitz in Chatham House, St. James Square, London, ist die Mutter des US-amerikanischen CFR (Council on Foreign Relations). Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) von Davos stellte man die sog. "Global Commission on Internet Governance" vor. Passenderweise steht der EX-Außenminister von Schweden und ehemaliger Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen (die nach Chatham-House-Regeln ablaufen) Carl Bildt der forcierten Initiative vor. Nach zwei Jahren wolle man Ergebnisse zur Zukunft der "Multi Stakeholder Internet-Verwaltung" präsentieren.

Ausgearbeitet werden sollen "Vorschläge zur Zukunft des Internets" - speziell zur besseren "Verwaltung". Jene "Global Commission on Internet Governance" wurde auch schon mit einer eigenen harmonisch wirkenden Website ausgestattet, die unter ourinternet.org erreichbar ist. Man wolle sich bezgl. "Internet" auf Standardisierungen, Regulierungen, Rechtsdurchsetzung, sog. technologische "Neutralität" der Menschenrechte, Privatsphärenbelange, Cyber-Crime oder auch Normen für das Verhalten von Staaten auf einen einheitlichen Ansatz einigen. Patricia Lewis von Chatham House meinte: "Internet Governance ist zu wichtig, um sie Regierungen zu überlassen".

Zudem solle eine Vermeidung von "systematischen Risiken" für das Internet später umgesetzt werden. In den kommenden zwei Jahren soll die sog. "hochrangige" Kommission, die über zwanzig Individuen zählt, wie unter anderem auch den ehemaligen Direktor des britischen Nachrichtendienstes GCHQ, die Zukunft des Internets aussteuern. Einzelne Schlüsselprojekte vom angeführten Chatham House (Royal Institute of International Affairs) unter Schirmherrschaft von Elisabeth II. werden u.a. auch von der Rockefeller-Stiftung, der Bill & Melinda Gates Foundation oder der Konrad Adenauer Stiftung finanziert bzw. gesponsert.

Neben Carl Bildt gehören der Kommission zum Beispiel ebenfalls an: Gordon Smith als stellvertretender Vorsitzender (Global Commission on Internet Governance), Dominic Barton von McKinsey & Company, Michael Chertoff (ehem. Department of Homeland Security; USA), Hartmut Glaser (ehemals International World Wide Web Conferences Steering Committee), Dame Wendy Hall (University of Southampton), Fen Osler Hampson (Centre for International Governance Innovation), Melissa Hathaway (ehem. Booz Allen Hamilton), Patricia Lewis (Research Director for International Security at Chatham House), Mathias Müller von Blumencron (Der Spiegel; ehem. Johanna-Quandt-Stiftung), Beth Simone Noveck (Open Government Initiative), Joseph S. Nye (ehemals stellvertretender US-Verteidigungsminister), Nii Quaynor (ICANN), Marietje Schaake (European Council on Foreign Relations), Michael Spence (u.a. Project Syndicate) oder auch Paul Twomey (ICANN).

Weiterführendes:

Chatham House founds Global Commission on Internet Governance

CIGI and Chatham House launch Global Commission on Internet Governance

  
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