Blessing bei Staatsanleihen für festere Regeln


(C) clindstedt, 2011, Bild: flickr (CC BY-NC 2.0)

In Deutschland forderte der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, nach Informationen des Handelsblatts (dortiger Gastbeitrag) "strengere Regeln für Staatsanleihen". Ab dem Jahr 2019 müssten Kreditinstitute nach und nach mehr Eigenkapital unter die Papiere legen. Bisher ist es so, dass Banken solche Staatsanleihen nicht mit Eigenkapital absichern müssen, da solche Bonds generell als risikofreie Anlage bezeichnet werden.

Nach Blessings Planungen müssten Kreditinstitute am besten in Zukunft nicht nach seinen Darstellungen einseitig in Staatsanleihen ihres Heimatlandes, z.B. Deutschland, investieren, sondern er schlägt "Großkreditgrenzen vor". Im anstehenden sogenannten Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte man doch "einzelne Aspekte" seiner Vorschläge für die Simulation von Stressszenarien mit nutzen.

Der deutsche Manager Blessing war rückblickend auch bei der Unternehmensberatung McKinsey tätig. Sein Großvater Karl Blessing war Präsident der Bundesbank (DE) und sein Vater Werner sogar Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank - Mitbegründet wurde die Deutsche Bank von der einflussreichen Delbrück-Dynastie, zu deren Nachfahren auch der SPD-Mann Peer Steinbrück gehört. Karl Blessing war aktiv bei der sog. Transferkommission 1934, mit dem berüchtigten Hjalmar Schacht. Blessings (Commerzbank) Frau war ehemals Analystin bei Goldman Sachs. In 2011 schlug er die "Umschuldung Griechenlands vor". Zuvor gab es noch Sorgen vor "ein Übergreifen der Schuldenkrise auf Italien".

  
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