Bericht: Wettermanipulationen mittels Geo-Engineering könnten auch zu Dürren führen


(C) Remi Lanvin, 2011, Bild: flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Aus einer vollzogenen Studie des US-amerikanischen National Center for Atmospheric Research (NCAR), welches in Belangen Atmosphärenwissenschaften aktiv ist, geht hervor, dass Manipulationen am Wetter/Klima weitreichende Konsequenzen haben könnten. So würden durch entsprechende Maßnahmen des Geoengineerings auch Dürren künstlich befördert werden.

In betroffenen Regionen könne dies insgesamt zu weniger Niederschlägen führen, teils sogar derart stark, dass nachfolgend Auswirkungen auch direkt auf die Bewässerung der Landwirtschaft zu sehen wären und die Trinkwasserversorgung selbst gefährdet sei. Die Untersuchungen des NCAR wurden im Rahmen des Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP) durchgeführt.

Im schlimmsten Fall könne bei umfangreicher/weiträumiger Nutzung des Geo-Engineerings auch der globale Wasserkreislauf verändert werden. Würde man also mittels Geoengineering bspw. die Sonneneinstrahlung und damit die Lufttemperatur verändern, hätte dies direkte Auswirkungen. Die Folgen solcher Eingriffe in das globale Klimasystem sind bis heute nur wenig erforscht.

Schon in der Vergangenheit kamen weitere Forscher zu dem Ergebnis, dass wenn man zum Beispiel durch technische Maßnahmen die Sonneneinstrahlung verringert, dies direkte Auswirkungen auf das Klima haben kann. Die Publikation "Spiegel" berichtete, im Zusammenhang mit Geo-Engineering und Simulationsberechnungen, dass Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie zeigen konnten, dass die Temperaturen nach einem großangelegten Geo-Engineering-Unterfangen wieder sinken würden, gleichzeitig könnten jedoch die Niederschläge auf der Erde deutlich abnehmen.

Die deutschen Forscher vom Max-Plack-Institut warnten letztlich vor dem Geo-Engineering. Denn sie haben herausgefunden, dass eine künstliche „Abkühlung“ der Erde den Wasserkreislauf bremsen und die globale Niederschlagsmenge überproportional senken würde. Der Professor Alan Robock, von der Rutgers State University of New Jersey (USA), warnte vor geraumer Zeit ebenfalls vor einem "Desaster und Hungersnöten" wegen Geo-Engineering-Unterfangen. Speziell sprach er sich gegen die Ausbringung von reflektierenden Partikeln in der Atmosphäre aus.

Vor diesen Warnungen im vergangenen Jahr hatte Robock noch vorgeschlagen, man könne täglich Tankflugzeuge in die Stratosphäre schicken, um dort tausende Tonnen Schwefel freizusetzen. Damit würde man dann das "Sonnenlicht" dimmen können. Seinen damaligen Berechnungen nach sollten rund eine Million Tonnen Schwefelwasserstoff im Jahr ausreichend sein. Etwa Tankflugzeuge vom Typ Boeing KC-135 Stratotanker könnten pro Flug jeweils rund 91 Tonnen transportieren. Wenn nur 15 der Tankflugzeuge der US Air Force für das Unterfangen genutzt würden, diese also an 250 Tagen pro Jahr dreimal starten, wäre die Arbeit vollbracht, so seine "Berechnungen".

Unterdessen forderte der bekannte Bergsteiger und Abenteurer Reinhold Messner kürzlich noch eine "Weltregierung", um so den "Klimawandel in den Griff zu bekommen". Laut der Publikation "Tagesspiegel" sagte der ehemalige Politiker der ökosozialen Partei in Südtirol (Messner), die EU könne hier ein Vorbild sein. Messner schlug ebenfalls vor, dass die Vereinten Nationen (UN) weltweit der Menschheit verbindliche Verhaltensvorgaben zum Einsparen von Treibhausgasen machen sollten, da die Klimakonferenzen sowieso nichts bringen.

  
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