Bericht: Insolvenz der Hypo Alpe Adria ausgeschlossen


(C) chopsueyphoto, 2004, Bild: flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Österreichischen Medien zufolge habe der dortige Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) eine Insolvenz der Hypo Alpe Adria Bank ausgeschlossen, es wurde auch auf nicht abzusehende wirtschaftliche wie politische Folgewirkungen hingewiesen. Der österreichische Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) gab zu verstehen, dass von der Regierung zur Sache eingesetzte Experten zu dem Schluss gekommen wären, einen anderen Weg zu gehen, als eine Insolvenz zuzulassen.

Als wichtiges Argument gegen eine Insolvenz der Hypo Alpe Adria gelten die vom Bundesland Kärnten übernommenen und milliardenschweren Haftungen. Wenn die Haftungskette angegangen wird, könne nachfolgend eine nicht kontrollierbare Entwicklung eintreten, was entsprechend zu wesentlich größeren Ausgaben und anderen politischen Schäden führen könnte. Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gab zu verstehen, dass in verschiedenen Ländern, wo die Bank aktiv ist, auch keine funktionierende Einlagensicherung vorhanden sei.

Weiterhin wird berichtet, dass wegen des Finanzdebakels rund um die Hypo Alpe Adria wohl vorläufig kein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden wird. Durch die Parteien SPÖ und ÖVP hieß es, man wolle erst einmal laufende Gerichtsverfahren abwarten. Beobachter sprachen davon, dass die Geschichte der Hypo Alpe Adria von schlechter Führung, "Freunderlwirtschaft", Korruption und Fahrlässigkeit geprägt gewesen sei.

Die Publikation "WirtschaftsBlatt" (Österreich) berichtete kürzlich, dass die Hypo Alpe Adria in den Jahren 2014 bis 2018 rund 13,5 Milliarden Euro durch Anleihen an ihre Gläubiger auszahlen muss. Wenn die Bank dabei aber nicht bezahlen kann, was demnach als sicher gilt, müsse Kärnten einspringen - weil man für die 13,5 Milliarden haftet. Da aber Kärnten sozusagen pleite ist, wird die Rechnung wohl weiter an den Bund geschickt.

Zuletzt gab es laut "derStandard" auch Überlegungen, man könnte möglicherweise Gläubiger dazu bringen, auf ein Drittel ihrer Forderungen zu verzichten. Dazu kann auch zitiert werden: "Der Hauptvorteil der Insolvenz gegenüber den anderen Varianten: Während die BayernLB bei der Bad-Bank-Variante ein Mitspracherecht hätte, würde sie bei einer Insolvenz sofort zur Kasse gebeten" werden können.

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