USA - Secret Service: Sex-Affäre weitet sich aus


(C) John C. Fjellestad, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Laut der Washington Post weitet sich der umfängliche Sex-Skandal verknüpft auch mit Alkoholvergehen um den US-amerikanischen Secret Service (USSS) weiter aus. Im vergangenen Jahr gab es ein mediales Erdbeben um einen nebulösen Fall im kolumbianischen Cartagena, wo Individuen eines Voraustrupps des Secret Service und des US-Militärs Sex-/Sauforgien absolvierten - seither schaukelte sich der Skandal immer weiter auf.

Nun heißt es, jene Irritationen können wohl keineswegs als Ausrutscher gewertet werden. Insgesamt stehen mittlerweile 17 Länder im Visier, wo man die Sau raus ließ. Die Washington Post beruft sich auf anonyme Informanten, sog. Whistleblower, die sich an das zuständige Senats-Komitee wandten. Jene Beschuldigungen reichen mittlerweile gar so weit, dass auch Individuen in die Cartagena-Irritationen involviert wären, die eigentlich jene dortig vollzogenen Exzesse aufklären sollten.

Laut zugetragenen Informationen der Whistleblower sind für die Aufklärung des Cartagena-Vorfalls zuständige Personen "selbst in sexuelle Fehltritte verwickelt" gewesen. Erst vor kurzem hatte die "Washington Post", welche mittlerweile durch den Amazon-Gründer Jeff Bezos übernommen wurde, ebenfalls über die Abberufung von zwei Sicherheitsleuten aus dem Umfeld des US-Präsidenten Barack Hussein Obamas berichtet. Deren Entfernung aus der Leibgarde sollte demnach ebenfalls im Zusammenhang mit "unangemessenem Verhalten" gestanden haben.

Diverse Medien spekulierten, dass der Voraustrupp des Secret Service damals durch einen Geheimdienst hereingelegt worden sein könnte - wobei wahlweise Israel oder auch Russland genannt wurden, die bekanntlich Frauen "als Waffe" nutzen, und durch bspw. die IBT (International Business Times) genannt wurden. Nachdem der Skandal im April vergangenen Jahres hochkochte, hatte der US-Präsident Obama dem Chef des Secret Service, Mark Sullivan, den Rücken gestärkt.

Es wurden damals zahlreiche Mitarbeiter des US-Geheimdienstes suspendiert und auch Angehörige der US-Armee wurden abkommandiert. Eigentlich waren die Soldaten und die Geheimdienstmitarbeiter nach Cartagena geschickt worden, um im Vorfeld des Obama-Besuches (Amerika-Gipfel in Kolumbien) die Sicherheitslage zu überprüfen. Mittlerweile ist Julia Pierson (die erste Frau an der Spitze des USSS) zur neuen Chefin des Secret Service geworden. Mit der Einsetzung Piersons wollte man offiz. Darstellungen zufolge auch die „Kultur“ innerhalb des von Männern dominierten Secret Service "grundlegend" ändern.

Irritationen bezgl. Prostitutionsunterfangen gab es gleichzeitig im vergangenen Jahr auch mit anderen Vorfällen, etwa in Brasilien, wo laut New York Times Angehörige der US-Armee "in ein schlechtes Licht" gerückt wurden. Der US-Verteidigungsminister Leon Panetta sprach damals von einem Verhalten der involvierten Gruppe, welches "nicht akzeptabel" gewesen sei. Betroffen waren mehrere Marineinfanteristen oder auch ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums.

  
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