Motorola will Menschen mit High-End-Tattoos chippen


Motorola Patent

Das Unternehmen Motorola aus dem US-amerikanischen Schaumburg in Illinois (Sitz) hatte ein Patent, in diesem Fall MOTOROLA MOBILITY aus Libertyville/Illinois, angemeldet, woraus sich ergibt, dass sich Individuen künftig mittels eines speziellen "Tattoos" aufrüsten können - der Mensch soll sich also weiter mit der Technik verbinden. Die Idee hinter dem Patent sei, dass direkt die Vibrationen des Gesprochenen vom Kehlkopf aufgefangen, transformiert und übertragen werden.

Dieser möglicherweise neu forcierte hippe Trend ist in fachkundigen Kreisen auch als "Wearable Computing" bekannt. Das „Mikrofon-Tattoo“ soll direkt auf der Haut angebracht werden, es sei auch in der Lage auf verschiedene Widerstände der Haut zu reagieren - wenn der Nutzer bspw. erregt sein sollte, und damit wolle man insgesamt die Sprachqualität der mobilen Kommunikation verbessern, wie in einer entsprechenden Umgebung mit viel Lärm (Straße, Kaufhaus usw.).

Das futuristische Hauttattoo beinhalte ein eigenes winziges Mikrofon, welches dort eingebettet ist, einen Transceiver (Sender-Empfänger), drahtlose Kommunikation um Daten zu übertragen (NFC; "Near Field Communication" o.a. Deutsch: "Nahfeldkommunikation"). Das elektronische Haut-Tattoo soll direkt mit einem mobilen Kommunikationsgerät wie Tablet oder Smartphone interagieren können.

Vor einigen Monaten gab es Berichte, wonach Motorola auch mit hippen Tattoos im Bereich "Passwörter" aktiv werden will. Jene Technik sollte mit der Firma MC10 Inc. entwickelt werden, um den Menschen so lästige Passworteingaben zu ersparen - auf der D11-Konferenz beschrieb man jenes elektronische Haut-Tattoo derart, dass damit künftig sämtliche Passwort-Eingaben umgangen werden könnten. Die bei Motorola im Bereich Forschung eingesetzte Regina Dugan gab zu verstehen, dass man sich heute noch immer wie vor Jahrzehnten oldschool-like mittels Passworteingabe authentifizieren würde.

Nun sei es an der Zeit, den menschlichen Körper als Authentifizierungsobjekt zu nutzen. Das "Passwort"-Tattoo ist dünner wie das oben dargestellte Mikrofon-Tattoo und besteht aus einer Silizium-Struktur und vereint eine LED, einen Temperatur-Sensor, einen Elektrokardiogramm-Sensor sowie eine Funkantenne auf kleinstem Raum. Jenes "Tattoo" war durch die oben kurz angemerkte Firma MC10 Inc. eigentlich für medizinische Zwecke entwickelt worden.

Motorola hat wohl aber noch mehr in der Zauberkiste versteckt. Ebenfalls gab es Berichte über eine ominöse Pille, welche Menschen schlucken sollen - die sog. "Proteus Digital Health Pill". Die fast wie MDMA (Ecstasy) aussehende Tablette beinhaltet einen winzigen Chip, der auch die Magensäure überleben soll und aus dieser sogar Energie her bezieht. In jenem Unterfangen soll ein 18bit-Signal ausgesendet werden, welches dann bspw. Endgeräte wie Smartphones, Laptops, Tablets etc. empfangen können. Die Planer wollen somit erreichen, dass sich Individuen in Zukunft in dieser Form "anmelden", anstatt die angeblich so lästigen Passwörter einzugeben. Die Proteus Digital Health Pill muss alle 30 Tage vom Anwender erneut geschluckt werden.

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