Weidmann: Kein Schuldenschnitt für Griechenland


(C) Magnus Manske, Chatham House, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY 2.0)

Der Präsident der Deutschen Bundesbank (Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptsitz in Frankfurt am Main), Jens Weidmann, der auch im Vorstand der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel sitzt, ist einem Medienbericht zufolge gegen einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland. Gegenüber dem Handelsblatt gab Weidmann zu verstehen: "Ein Schuldenerlass, der nur dazu führt, dass wir in fünf Jahren wieder vor der gleichen Situation stehen, wäre kontraproduktiv und ein falsches Signal für die Programmländer".

Seiner Meinung nach könne die Krise von Griechenland nur durch Reformen im Land selbst überwunden werden. Mit Blick auf weitere Kredite für Griechenland sagte er, dass neue Hilfen alleine keine wettbewerbsfähigen Unternehmen schaffen werden und auch nicht zu dauerhaft soliden Staatsfinanzen beitrügen. Zudem merkte er an, dass die Schuldenkrise nicht vorbei sei - was auch kürzlich die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf ihrer Wahlkampftour bekräftigte.

Es gibt zwar die Versicherung vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, der 2006 bis 2011 Präsident der Italienischen Nationalbank (Banca d Italia) war, Vorstandsmitglied bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel und Mitglied in der von der Rockefeller-Stiftung gegründeten privaten Lobbyorganisation der Finanzwirtschaft, der Group of Thirty ist, dass die EZB alle notwendigen Schritte zur Rettung des Euros unternehmen wolle und mit dieser Ankündigung für eine Beruhigung an den Finanzmärkten sorgte.

  
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