Studie: Nachwuchs von fettleibigen Frauen verstirbt früher


(C) Tony Alter, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wie eine neue Studie aufzeigt, würden Kinder von unter Fettleibigkeit leidenden Frauen ein erhöhtes Risiko haben, später als Erwachsene frühzeitig zu versterben. Das Risiko, vor dem 55. Lebensjahr deshalb zu sterben, sieht man demnach bei 35 Prozent höher liegend an, als bei Kindern von Frauen, die ein als normal geltendes Körpergewicht hatten, heißt es laut der veröffentlichten Studie im Fachmagazin BMJ (British Medical Journal). Bei den Kindern von nicht fettleibigen, aber übergewichtigen Frauen, lag das Risiko bei deren Kindern um 11 Prozent höher, früher zu versterben.

Die genaueren Ursachen, warum dies so ist, wären wohl aber noch unklar. Seitens schottischer Wissenschaftler hatte man für die Studie Daten von 28.540 Frauen ausgewertet. Jene brachten in den Jahren zwischen 1950 und 1976 rund 37.700 Kinder auf die Welt. Von dem Nachwuchs waren 6551 männliche und weibliche Nachkommen der Frauen vor dem Beginn der Studienauswertung verstorben. Von den Frauen (Mütter der Kinder) wiesen 21 Prozent Übergewicht auf. Bei diesen stellte man einen BMI (Body-Mass-Index) zwischen 25 und 29.9 fest. Vier Prozent der Frauen galten als "fettleibig", jene hatten einen Body-Mass-Index von 30 oder darüber.

In der angestellten Studie zeigte sich aber auch, neben den untypischen frühzeitigen Todesfällen, dass die Nachkömmlinge der fettleibigen Frauen ein um 42 Prozent höheres Risiko aufwiesen, sich im späteren Erwachsenenalter wegen auftretender Herzerkrankungen in Kliniken untersuchen/behandeln zu lassen. In der Studie heißt es in diesem Zusammenhang, dass die Ergebnisse der Auswertung darauf hindeuten, dass die "Umwelt" der weiblichen Gebärmutter einen bedeutsamen und langfristigen Effekt auf das Risiko eines vorzeitigen Todes des Nachwuchses haben könnte. Als Empfehlung sollten Frauen den Studienautoren zufolge, bei vorhandenem Übergewicht, vor einer Schwangerschaft abnehmen.

Weiterhin merkten die Autoren der Studie an, bezogen auf den direkten Zusammenhang zwischen einer vorliegenden Fettleibigkeit der Mutter während der Schwangerschaft und einem nachfolgenden erhöhten Risiko für einen unnatürlichen früheren Tod des Nachwuchses, dass es schwer sei, hier einen solchen Zusammenhang nachzuweisen. Demnach wäre es auch möglich, dass die Kinder der übergewichtigen Frauen selbst Übergewicht haben, weil sie sich etwa unpassend ernähren, zu wenig Bewegung haben oder auch eine genetische Veranlagung für Übergewicht vorhanden sein könnte - mit den daraus folgenden Auswirkungen auf deren Gesundheit. In den USA haben der Studie zufolge rund 64 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter Übergewicht, wobei 35 Prozent der Frauen fettleibig sind.

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