Ermittlungen der BaFin gegen Deutsche Bank


BaFin

Wegen zu gehemmten Kontrollen bezgl. möglicher Geldwäscherei sei laut "Welt am Sonntag" die Deutsche Bank abermals ins Visier von Behörden geraten, in dieser Sache der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Demnach hätte die Bank in mehreren Fällen entsprechende unter Verdacht auf Geldwäscherei stehende Transaktionen zu spät gemeldet. Dies angeblich aus dem Grund, so berichtet die Zeitung, weil möglicherweise interne Alarmsysteme nicht richtig eingestellt wären. Seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht habe man eine Ermittlergruppe des Wirtschaftsprüfers EY (früher Ernst & Young; ein globales Netzwerk rechtlich selbstständiger und unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- bzw. Managementberatung) in die Deutsche Bank entsendet.

Ein mögliches Bußgeld könne maximal 100.000 Euro betragen, heißt es. Zuletzt wollte sich die deutsche BaFin wohl nicht zur Sache äußern, denn man wolle zu einzelnen Instituten grundsätzlich keine Stellung nehmen, hätte demnach ein Sprecher der BaFin der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Auf der anderen Seite wollte sich auch die Deutsche Bank nicht zur Sache äußern. Es würde aber gelten, dass man die Thematik Geldwäscherei ernst nimmt. Man baue wegen der "regulatorischen Veränderungen" die eigenen "Kapazitäten aus" und werde das System beständig weiterentwickeln, heißt es laut dem zitierten Sprecher der Bank.

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hatte in der Vergangenheit schon verschiedene Untersuchungen gegen die Deutsche Bank eingeleitet, etwa auch bezgl. der manipulierten Zinsen oder Bilanztricksereien. Laut Handelsblatt-Online hätte es aus Finanzkreisen der BaFin verlautet, bezogen auf den Abschlussbericht zur Manipulation des Referenzzinses Libor, dass die Deutsche Bank nur ihre jeweils involvierten Mitarbeiter zu lax kontrollierte. Es stehe nicht die Abberufung eines Vorstandes zur Debatte, womit wohl der britische Bankmanager indischer Herkunft, heutiger Co-Vorstandsvorsitzender, Anshu Jain aufatmen kann, welcher bis ins Frühjahr vergangenen Jahres das Investmentbanking bei der Bank geführt hatte - in dem die Manipulationen passierten.

Mittlerweile wurden auch Untersuchungen durch die BaFin bezgl. mutmaßlicher Manipulationen bei einem wichtigen Marktindex für Swap-Geschäfte eingeleitet - dem Isdafix. Wegen möglicher Tricksereien bei den Bilanzen der Deutschen Bank hatte die Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im April laufenden Jahres eine Sonderprüfung eingeleitet. Zuletzt hatten auch verschiedene Rechtsstreitigkeiten die Gewinne der Deutschen Bank belastet. Die neuen Rückstellungen für juristische Auseinandersetzungen hätten ebenfalls auf das Ergebnis gedrückt, das mit 335 Millionen Euro nach Steuern im zweiten Quartal nur halb so hoch ausgefallen sei wie im Vorjahreszeitraum, teilte die Deutsche Bank Ende Juli 2013 mit. Man hatte angekündigt, die eigene Bilanz weiter deutlich verkleinern zu wollen.

  
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