Bundesbank sieht neue Hilfen für Griechenland


(C) Mattias Pettersson, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

Einem Spiegel-Bericht zufolge würde die deutsche Bundesbank nach der Bundestagswahl in Deutschland ein neues Rettungsprogramm für Griechenland erwarten. Man beruft sich hier auf ein internes Dokument der Zentralbank. Daraus zitiert man, dass spätestens Anfang 2014 "wohl in jedem Fall ein neues Kreditprogramm mit Griechenland" beschlossen werden muss.

Dem internen Dokument als Stellungnahme für das deutsche Bundesfinanzministerium und den Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge, aus welchem "Spiegel" zitiert, kritisiere man die jüngste Kredittranche, wie auch die dafür erfolgte Überprüfung durch die Troika, was demnach "politischen Zwängen geschuldet" sei.

Die Experten der Bundesbank würden dem Bericht zufolge zwar bestreiten, dass entsprechende Kritik eine Anspielung auf die deutsche Bundesregierung beinhaltet. Der Optimismus der Bundesregierung wird aber eher zurückhaltend kommentiert. "Wir nehmen die zustimmende Haltung zur Kenntnis", heißt es. Seitens der Bundesregierung wollte man vor der Wahl eigentlich eine Diskussion über einen Schuldenschnitt verhindern und dabei die Fortschritte etwa in Griechenland betonen.

Die zurückhaltende Position der Bundesbank würde wohl auch darin begründet sein, dass man die bisher aufgetürmten Risiken des Rettungsprogramms als "außergewöhnlich hoch" ansieht. Ebenfalls wäre die Leistung der Athener Regierung "kaum zufriedenstellend". Demnach würden "erhebliche Zweifel" bestehen, was die Fähigkeit der Regierung von Griechenland angeht, unabdingbare Reformen umzusetzen.

  
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