Daimler plant neues Werk für Mercedes-Benz in Brasilien


(C) Novemberdelta, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Einem Medienbericht zufolge will Mercedes-Benz (Handelsmarke für Fahrzeuge der Daimler AG) eine Fabrik im südamerikanischen Brasilien eröffnen. Dies aus dem Grund, da wohl der Verkauf von Fahrzeugen durch hohe Einfuhrzölle behindert wird. Laut Informationen von "Der Spiegel" soll bis spätestens 2015 die Montage der C-Klasse in Brasilien beginnen. Für den Anfang wäre die Fertigung von rund 20.000 Fahrzeugen pro Jahr eingeplant, das Werk könne nachfolgend aber erweitert werden.

In den kommenden Monaten wolle man darüber entscheiden, in welchem Bundesstaat von Brasilien die neue Fabrik entstehen soll. Der Produktionsvorstand Andreas Renschler setze mit dem Vorstoß die Strategie fort, in Zukunft mehr Fahrzeuge im Ausland produzieren zu lassen. Daimler hat bereits mehrere Mercedes-Werke in Brasilien. Seit dem vergangenen Jahr wird die B-Klasse von Mercedes auch in Ungarn gebaut.

In dem US-amerikanischen Werk von Tuscaloosa (Bundesstaat Alabama), in welchem bislang vor allem die M-Klasse (SUV; Geländelimousine) gefertigt wird, montiert man ab kommendem Jahr auch die C-Klasse. Der Konzern will mit diesen Vorstößen jedoch keine Fertigung aus Deutschland ins Ausland verlagern, heißt es. Vielmehr sollen die neuen Produktionsstätten zusätzlichen Absatz in Märkten bringen, die durch Zollschranken geschützt sind oder in denen Währungsschwankungen das Geschäft erschweren.

Mit Blick auf Europa gibt es hier seit geraumer Zeit auch Irritationen bezgl. des sog. Kühlmittel-Streits. Zuletzt kündigte der deutsche Autobauer Daimler an, man werde vor das höchste französische Verwaltungsgericht ziehen. Dies wegen des Zulassungsstopps für mehrere Mercedes-Benz-Modelle in Frankreich. Mit einer gestellten einstweiligen Verfügung beim Staatsrat in Paris wolle man eine möglichst rasche Zulassung der betroffenen Fahrzeuge erreichen, hieß es.

Französische Behörden weigerten sich Mercedes-Fahrzeuge der Modelle A, B, CLA und SL zuzulassen. In dem vorherrschenden Streit dreht es sich um das Kühlmittel R1234yf, welches in der EU für Neuwagen eigentlich vorgeschrieben ist. Es gelten aber für zahlreiche Autos noch Übergangsfristen und man kann das Mittel R134a einsetzen. Daimler weigert sich R1234yf einzusetzen, da es möglicherweise bei schweren Unfällen zu Bränden führen kann.

  
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