Google zeigt Chromecast, welches TV-Geräte mit dem Internet verbinden soll


(C) Kittinan Hiranwong, 2013, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Der US-amerikanische Konzern Google hatte nun sein neues Gerät "Chromecast" vorgestellt. Damit wolle man künftig weiter in den Bereich "Fernsehen" vordringen. Per Funkverbindung sollen Daten von etwa Smartphones oder Tablet-Computern auf den Fernseher übertragen werden. Mit dem Vorstoß in Richtung "Fernseher" der Nutzer sollen z.B. Videos von dem Internetdienst Youtube auf dem TV angesehen werden können. Auch soll es möglich werden, dass Nutzer über Fernsehgeräte im Internet surfen.

Um den Fernseher ins Internet zu bringen, sei der Funk-Fernsehstick "Chromecast" notwendig. Dieser wird in den Fernseher gesteckt. Dies geschehe demnach über die HDMI-Schnittstelle. Inhalte von Smartphones, Tabletcomputern oder von Notebooks könnten somit einfach per Knopfdruck übertragen werden. Damit sollen Smartphones oder Tablets zu einer Art Fernbedienung werden.

Google selbst ist schon in verschiedenen Segmenten des Fernsehgeschäfts tätig. Einzelne Geräte haben bereits auch schon einen Internetzugang und sind mit Google-Diensten verbunden. Auch sei man dabei, spezielle Fernseh-Boxen zu vermarkten. Diese müssten vor Fernsehgeräte gehängt werden, um so Google-Dienste zu nutzen.

Mit dem Streaming Media-Adapter ist das streamen von Audio/Video per Wi-Fi möglich. Der Adapter wird in der aktuellen Variante mit einem HDMI 1.4+ Anschluss und einem USB Port verbunden. Dabei würde es wohl egal sein, ob jene Inhalte von einem Chrome-Browser (Google) oder von einer der unterstützen Apps kommt. Bereits unterstützte Apps wären: YouTube, Netflix und Google Play. Unterstützt wird das "Chromecast" auf verschiedenen Geräten, wie etwa auch Android, iOS, Chrome OS, Windows und MacOS X. Anfangs soll der Adapter in den USA verfügbar sein, später auch in anderen Ländern.

Vor geraumer Zeit hatte man auch die Verschmelzung von Fernsehen und Internet thematisiert. Bereits im Jahr 2010 kündigte man die Plattform Google TV an. Damit wolle man die "Wohnzimmer" erobern. Damals sagte der Projektleiter bei Google, Rishi Chandra, die Nutzer könnten ihr Programm somit von ein paar hundert Sendern auf Millionen von Kanälen erweitern.

Mitte Juli berichtete die Nachrichtenagentur AFP, dass Google angeblich auch ins Bezahlfernsehen einsteigen wolle. Der Fernseher soll zudem mehr "vernetzt" werden, also auch Zugang zum Internet erhalten. Wie das Wall Street Journal berichtete, müssten Nutzer dabei ihren Fernseher über einen Empfänger mit dem Internet verbinden, um so die klassischen Fernsehprogramme empfangen und zusätzlich Filme aus einer Onlinevideothek ausleihen zu können.

Dazu passend hatte die EU eine Umfrage angestoßen (laut der "Digitalen Agenda" der Europäischen Union), wonach Bürger in der EU befragt werden sollen, was sie vom Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet halten. EU-Daten zufolge, vom April 2013, würde es bereits EU-weit mehr als 40 Millionen sogenannte Connected TVs (mit Internetanschluss) geben.

Auch interessant:

Daily Mail: CIA will per TV spionieren

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte