ADAC: Badeseen in Deutschland mit Keimen belastet


(C) finemsequi, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

In Deutschland wären verschiedene Badeseen teils stark mit Keimen belastet. Laut einem ADAC-Test zeigte sich dies vor allem im flachen Wasser in Ufernähe. Jede 7. Messungsstelle im ufernahen Flachwasser von 41 untersuchten Badeseen (Wasserqualität) hatte demnach eine bedenkliche Keimkonzentration. Speziell auch für Kinder würde dies ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko bedeuten, da diese gerne an flachen Uferstellen spielen.

An 10 von insgesamt 65 Messungspunkten hatte man die Qualität des Wassers als "bedenklich" einstufen müssen. Bei 18 Messungspunkten konnte die Qualität mit "ausreichend" bewertet werden. Gut schnitten 17 und "sehr gut" 20 Messungspunkte ab. Zu den Testsiegern dieser Untersuchung rief man Stellen des Lußsees bei München (Bayern) oder auch den Langener Waldsee bei Frankfurt am Main (Hessen) aus. Ebenfalls waren Bereiche im Ammelshainer See, Cospudener See und Kulkwitzer See bei Leipzig (Sachsen) unter den Testsiegern.

Auf der anderen Seite zählte eine Messungsstelle am Elfrather Badesee im Nordosten der Stadt Krefeld (Nordrhein-Westfalen) zu den Testverlierern. Zum Zeitpunkt der Tests hielten sich laut dem ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) dort bis zu 100 Kanadagänse (Branta canadensis) auf. Diesen Angaben zufolge waren die Liegewiese und das Ufer mit Kot der Vögel verunreinigt.

Hier wäre man sich bei der Stadtverwaltung dem Problem bewusst und man versuche gegenzusteuern, hieß es laut dem Automobilclub. Man rät Personen vor Ort mit einem Warnschild vom Baden ab. Die Tester hatten in der zurückliegenden Hochsaison 2012 an 65 Messungspunkten im Abstand von rund vier Wochen drei einzelne Wasserproben genommen. Am Anfang der aktuellen Badesaison (2013) wurden an einem Termin nochmals drei parallele Proben gezogen.

Mehr unter: ADAC Badegewässer-Test 2013

  
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