USA und Russland: Gemeinsame Militärübungen in Deutschland


(C) Justin M. Ward, 2008, Bild: Wikipedia (PD; US GOV)

Laut Medienberichten heißt es, dass die USA und Russland in dieser Woche das militärische Manöver "Atlas Vision 2013" in Europa veranstalten werden. Dem US-Außenministerium zufolge wurde die Übung in den Monaten März und April geplant. Das Manöver soll offiziellen Informationen zufolge in zwei Teilen stattfinden (eur.army.mil/exercises/). Zunächst Manöver der Kommandoführung auf Ebene von Bataillonen und im zweiten Teil werden Feldübungen In Platoon- und Kompaniegröße (Feldmanöver auf Zugsebene) durchgeführt.

Der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Nikolai Makarow, gab laut russischen Medien zu verstehen, Ziel der Übung wäre, die militärische Reaktion beider Armeeeinheiten zu testen, die im Rahmen von Friedensaufträgen unter UN-Aufsicht stattfinden. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete aus Washington, dass das Manöver wahrscheinlich zwischen dem 18. und 22. Juli (diesen Informationen zufolge bei Auerbach) in Deutschland stattfinden wird.

Dort befindet sich auch der Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Er nennt sich seit 2006 Joint Multinational Command Training Center (JMCTC). Vor kurzem wurden die neuen Quartiere des 2nd Stryker Cavalry Regiment bezogen. In der Nähe des Truppenübungsplatzes entstand die Siedlung “Netzaberg”, die als eigener Stadtteil der Stadt Eschenbach in der Oberpfalz untergliedert ist, als neue Heimat für die Soldaten des 2nd SBCT.

Mit Blick auf das russische, durch Putin (Bücher) ausgelöste, Großmanöver, rief dieses im Verlauf derweil die Luftabwehr der Nachbarstaaten Russlands auf den Plan. Zwei Bomber der russischen Luftwaffe sollen versucht haben, die Grenze der Sicherheitszone der südkoreanischen Flugabwehr nahe dem Japanischen Meer zu überqueren, sind aber abgebogen, nachdem Südkorea Kampfjets hatte aufsteigen lassen, die die russischen Maschinen verwarnten. Mit dem angestoßenen größten Militärmanöver seit dem Ende der Sowjetunion probt man offiziellen Darstellungen zufolge den Ernstfall. Rund 160.000 Soldaten, rund 5000 Panzer, Dutzende Kriegsschiffe und 130 Kampfflugzeuge nehmen im Osten des Landes an der Übung teil, heißt es.

Auch die Bundeswehr in Deutschland nutzt den benannten Truppenübungsplatz Grafenwöhr für Ausbildungsmaßnahmen und Manöver. In anderen Bereichen Deutschlands gibt es etwa das bekannte Gefechtsübungszentrum Heer; "Übungsstadt Schnöggersburg" (Bestandteil des Gefechtsübungzentrums Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide).

Das fast 6 Quadratkilometer große Areal in Deutschland soll offiziellen Informationen zufolge etwa 100 Millionen Euro kosten. Es soll, wie eine "typische Stadt", etwa auch über 500 Gebäude und Hochhäuser, Straßen, U-Bahn-Tunnel, Kanalisation und Industriegebiet, eine stadttypische Bebauung, sowie einen 22 Meter breiten Fluss und sogar ein Waldgebiet bekommen. In der Übungsstadt sollen demnach bereits ab dem Jahr 2015 Gefechtsverbände mit bis zu 1500 Soldaten trainieren können, heißt es laut Wikipedia.

Im vergangenen Monat Juni lief auch die großangelegte internationale Marineübung FRUCUS 2013 an. Dort war die russische Marine vertreten. An den Manövern waren auch die Seestreitkräfte der USA, Großbritanniens und Frankeichs beteiligt. Medienberichten zufolge wurden die Manöver in zwei Etappen: an der Küste, im Stützpunkt der Seestreitkräfte Frankreichs in Brest und im Meer an der südwestlichen Küste Frankreichs vollzogen.

  
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