Professor: Snowden für Friedensnobelpreis vorgeschlagen


(C) Tim Bradshaw, 2013, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Der schwedische Professor der Soziologie, Stefan Svallfors, gab kürzlich zu verstehen, dass der Whistleblower Edward J. Snowden wegen seiner Veröffentlichungen bezgl. Überwachungsaktivitäten den Friedensnobelpreis bekommen sollte. Medienberichten zufolge schrieb Svallfors in einem Brief an das Nobelpreis-Komitee in Oslo, dass er Snowden herausragende Verdienste im Kampf für fundamentale Rechte und Freiheiten bescheinige. Snowdens Enthüllungen hätten die Einflussmöglichkeiten eines jeden Einzelnen aufgezeigt.

Zudem führt der Professor an, dass durch die Auszeichnung Snowdens mit dem Friedensnobelpreis die "übereilte und schlecht durchdachte Entscheidung" wieder gut gemacht werden könnte, den Preis an US-Präsident Barack Hussein Obama zu verleihen. Zur Sache heißt es, dass es einen möglichen Preisträger Snowden jedoch frühestens bei der Verleihung 2014 geben könnte.

Die Nominierungen für den Friedensnobelpreis müssen spätestens bis zum 1. Februar eines jeden Jahres eingereicht sein, bei später eingereichten Vorschlägen würden diese automatisch für das darauf folgende Jahr gelten. Wie das zuständige Nobelpreis-Komitee Anfang März mitgeteilt hatte, gibt es in diesem Jahr 259 Kandidaten für den Friedensnobelpreis, der jährlich am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Oslo verliehen wird.

Der Journalist Glenn Greenwald hatte kürzlich gegenüber der argentinischen Zeitung "La Nacion" gesagt, dass Snowden weitere Informationen, deren Veröffentlichung enormen Schaden für die USA anrichten könnte, hätte. Snowden, der ehemalige Mitarbeiter von Booz Allen Hamilton, der CIA und NSA, hatte seit Anfang Juni mit Enthüllungen geheimer Überwachungsprogramme für weltweite Schlagzeilen gesorgt. Derzeit sitzt der Whistleblower Medienberichten zufolge in Moskau fest. Die USA hatten Snowdens Reisepapiere ungültig machen lassen und wollen ihn vor Gericht stellen, ein Haftbefehl wurde ausgestellt. Russland lehnte die Abschiebung Snowdens mit der Begründung ab, dass es keinen Auslieferungsvertrag mit Washington gebe.

  
Bücherindex Bild Link