DE: Maschinenbau senkt die Prognose


(C) briaxis, (symbolisch), 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

Nachdem es in Deutschland einen eher enttäuschend Start in das Jahr gegeben hatte, mussten nun deutsche Maschinenbauer ihre Prognose für 2013 nach unten korrigieren. Diese Schlüsselindustrie wird demnach im laufenden Jahr nicht wie bislang erwartet wurde um zwei Prozent, sondern um ein Prozent oder "weniger" produzieren als im Vorjahr, gab der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zu verstehen.

Im Vorjahr hatte die auf den Export orientierte Branche in Deutschland einen Produktionsrekord von etwa 196 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008, nach korrigierten Zahlen, um zwei Milliarden Euro verfehlt. Der VDMA-Präsident Thomas Lindner sagte zur aktuellen Entwicklung, dass sich wichtige Rahmendaten weniger dynamisch entwickelten als zuvor angenommen worden war.

Demnach hält man das zuvor gesteckte Ziel des nochmaligen Wachstums in 2013 für "nicht mehr realisierbar". Speziell würde auch das inländische Geschäft Sorgen bereiten. In den vergangenen vier Monaten verfehlte die Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer das Vorjahresniveau um gleich 3,4 Prozent.

Im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres müsste also theoretisch die Produktion sehr stark wachsen, damit das im Vorfeld gesteckte Ziel (Plus von zwei Prozent) erreicht werden kann. Nach aktuellem Stand der Dinge sei dies jedoch nicht zu sehen. "Das ist nach aktuellem Stand der vorliegenden Bestellungen nicht zu erwarten", so der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

In den ersten fünf Monaten von 2013 lag der Auftragseingang preisbereinigt um etwa ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Mit Blick auf das deutsche Inlandsgeschäft sah es hier im vergangenen Jahr nicht unbedingt besser aus. Dies wird unter anderem auch mit der vorherrschenden Lage in der EU begründet. In der Krise zögern viele Unternehmen ihre Investitionen hinaus.

China ist derzeit größter Absatzmarkt für die deutschen Maschinenbauer. Im vergangenen Jahr hatte, im Rennen um Investitionen aus China, der Standort Deutschland dem großen Konkurrenten Großbritannien den Rang abgelaufen. VDMA-Präsident Lindner hatte derweil die deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, die Unternehmen nicht weiter zu belasten. Die deutschen Firmen müssten mehr investieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit halten zu können.

  
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