Studie: Viel Schlaf kann Risiko des Herzinfarkts senken


(C) Paul Shefman, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Laut dem Ergebnis einer Studie des National Institute for Public Health and Environment (RIVM), eine für Öffentliche Gesundheit und Umweltschutz zuständige niederländische Behörde, und der Universität Wageningen (spezialisiert auf Lebens- und Agrarwissenschaften), würden sieben oder mehr Stunden Schlaf pro Nacht das Herzinfarkt-Risiko deutlich absenken.

In der groß angelegten Untersuchung stellte man letztlich fest, dass die bekannten Ratschläge wie Sport treiben, eine gesunde Ernährung praktizieren oder auch der Verzicht auf Alkoholkonsum und Rauchen die Anzahl der Todesfälle durch Herzerkrankungen oder Schlaganfälle verringerte.

In Anlehnung an diese Studie berichtete die BBC davon, dass ein weiterer Gesundheitsimpuls auch ausreichender Schlaf sei. Der dort gegebene Rat, ausreichend zu schlafen, könnte laut den Wissenschaftlern entscheidende Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben. Nähere Details zu dieser Studie wurden im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht.

Man hatte die Daten zu Herzerkrankungen und auch Schlaganfällen von mehr als 14000 Männern und Frauen für den Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt untersucht. Am Ende der Studienlaufzeit hatten rund 600 teilnehmende Personen einen Schlaganfall oder eine Herzerkrankung erlitten. Es verstarben 129 Personen. Aus der Studie ging hervor, dass Todesfälle bei Menschen weniger wahrscheinlich waren, die alle vier Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil eingehalten hatten.

Diese vier Punkte waren Sport treiben, eine gesunde Ernährung, wenig Alkohol und nicht Rauchen. Der Auswertung zufolge waren diese vier Faktoren mit einem um etwa 57 Prozent geringeren Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung verbunden und einem um etwa 67 Prozent geringeren Risiko, an einem Schlaganfall oder Herzanfall zu sterben.

Wurde nun noch ausreichend Schlaf zu den genannten Faktoren hinzugenommen, sank das Risiko um bis zu 83 Prozent ab. Als ausreichender Schlaf wurden mindestens sieben Stunden gezählt. Den Wissenschaftlern zufolge hatten bereits frühere Forschungen gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen schlechten Schlafgewohnheiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt.

Diese große Studie sei laut eigenen Angaben nun aber die erste ihrer Art, welche untersuchte, ob genügend Schlaf in Kombination mit den vier anderen benannten Faktoren das Risiko weiter verringern konnte. Zu dem Ergebnis heißt es, dass wenn sich alle Teilnehmer an alle fünf Empfehlungen gehalten hätten, dann wären theoretisch 36 Prozent der Herzerkrankungen oder Schlaganfälle und 57 Prozent der tödlichen Erkrankungen verhindert oder verzögert worden.

Finden Sie passende Bücher:
» Zum Thema gesunde Superfoods

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte