512-Qubit Computer: Google kauft bei D-Wave


(C) Steve Jurvetson, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Was entsprechende Strukturen bereits seit geraumer Zeit in ihren geheimen Bunkeranlagen stehen haben, wird scheinbar auch für größere Unternehmen zunehmend interessant. Es geht um hippe Quantencomputertechnologie. Manche bezeichnen die hinter den Kulissen praktizierte geheime Technologieforschung auch als den ultimativen Codeknacker. Kürzlich hatte Mike Adams zur Thematik ausgeführt, dass Quantencomputer der geheime SCHLÜSSEL zur Entschlüsselung verschlüsselter Daten sind.

Vor geraumer Zeit fabulierten diverse "Experten", dass derartige Quantentechnik nicht erreichbar wäre. Es wäre undenkbar einen 512-Qubit-Quantencomputer zu bauen. Der Mitbegründer und leitende Wissenschaftler des Unternehmens D-Wave, Eric Ladizinsky, dürfte darüber wohl lachen. Dort hat man bereits einen 512-Qubit-Quantencomputer am Start. Er arbeitete für Northrop Grumman Space Technology.

Dort hatte er ein millionenschweres Quantencomputer-Forschungsprojekt geleitet - für die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency; eine Behörde - Forschungs-Projekte - des Verteidigungsministeriums der USA). Als bekanntestes und erfolgreichstes Projekt kann das ARPANET angesehen werden, aus welchem das heutige Internet hervorging. Scientific American berichtete kürzlich, dass Google, das Unternehmen welches anfänglich nach Spekulationen durch die CIA Venture-Capital-Firma In-Q-Tel "beflügelt" wurde, und die NASA jetzt gemeinsam einen 512-Qubit-Quantencomputer von D-Wave gekauft hätten.

Einen interessanten Artikel dazu können Sie hier nachlesen:
Google kauft 512-Qubit-Quantencomputer

Bei dem benannten Unternehmen D-Wave Systems Inc. handelt es sich um einen Quantencomputer-Hersteller mit Hauptsitz in Kanada (Burnaby). Es wurde im Jahr 1999 gegründet. Offiziell verkaufte man 2011 einen Computer mit, nach eigenen Angaben, 128 Qubits an Lockheed Martin (US-amerikanischer Rüstungs- und Technologiekonzern). Daraufhin erhielt man eine Finanzierung von 30 Millionen US-Dollar von Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon, und dem Unternehmen In-Q-Tel, das dem amerikanischen Geheimdienst CIA (Central Intelligence Agency) zugeordnet wird.

Die NSA (National Security Agency) ist dabei schon seit mindestens (laut offiziell bekanntgewordenen Informationen) 1994 stark an der Quanteninformatik interessiert. Zur damaligen Zeit hatte Peter Shor, ein Mathematiker der Bell Laboratories, die schon lange eine enge, geheime Beziehung zur NSA unterhalten hatten, die Vorteile der neuen Wissenschaft für das Dechiffrieren angesprochen.

Damals hieß es laut einem Planungspapier, dass die "Aussichten überwältigend" wären. "Eine Suchmaschine, die jeden Winkel des Internets in einer halben Stunde durchsuchen könnte [...] ein brutaler Decoder, der das von den meisten Banken und Unternehmen verwendete Chiffrierverfahren" binnen Minuten entschlüsseln kann. Demnach könnten die Quantenrechner auch dazu verwendet werden, um sog. "Haken" zu finden. Diese waren wohl lange Zeit eines der Geheimnisse hinter vielen Erfolgen der Codeknacker bei der NSA.

Dabei handelt es sich um (ggf. im Vorfeld so "implementierte") Abnormitäten (Anomalien). Diese würden selbst für den "Profi kaum wahrnehmbar" sein. Man führte etwa einen Fehler in einem russischen Verschlüsselungsprogramm an, einen Hardwaremangel oder "nachlässige Übermittlung" von Daten. Wenn ein derartiger "Riss" im System erst mal entdeckt ist, wird dieser "brutal angegriffen", hieß es schon vor über 15 Jahren. Somit könnte man eine "Goldader der geheimen Kommunikation offen legen".

Spekulationen gab es bezgl. "Crypto City" auch über Schaltkreise aus biologischem Material. Damit sollte schon vor "Urzeiten" etwa amorphes Rechnen ermöglicht werden – während die „Masse“ sich mit unteren Technologiegenerationen herumschlägt. Hinter den Kulissen wird die Entwicklung derartiger Geheimdinge sicherlich schon weiter fortgeschritten sein, als im Nachrichten-Ticker der Massenmedien fabuliert wird. Etwa Lucent Technologies dachte bereits frühzeitig über "lebende" Computer nach.

  
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