DE: RWE erhöht Gaspreis der Grundversorgung


RWE

Der zweitgrößte Energiekonzern in Deutschland, RWE, will zum 1. Oktober 2013 die Gaspreise erhöhen. Für die Haushaltskunden in der Grundversorgung wird sich Erdgas damit um etwa 6,6 Prozent verteuern, heißt es laut der Tochter RWE Vertrieb. Als Grund gab man an, dass es gestiegene Netznutzungsgebühren und auch höhere Beschaffungspreise gebe.

Etwa 162.000 Gaskunden des Energiekonzerns RWE müssen somit ab Oktober tiefer in die Tasche greifen, heißt es laut Medienberichten. Die RWE Vertrieb versorgt in Deutschland rund vier Millionen Kunden in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit Strom und Gas. Über die Hälfte der Kunden hätten laut eigenen Angaben des Versorgers Sonderverträge. Diese könnten wohl günstiger ausfallen.

Der Anteil von Gas-Kunden mit dem sog. "Grundtarif" liegt bei 40 Prozent. Man betonte zur Erhöhung der Gaspreise, dass RWE diese in der Grundversorgung mehr als ein Jahr lang konstant gehalten habe. Schon zum Jahreswechsel hatten auch andere Versorger die Preise um durchschnittlich 6,6 Prozent erhöht. Einige Anbieter hatten die Preise aber sogar gesenkt.

Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 KWh ergibt sich mit der Erhöhung ein Mehrpreis von etwa 8,23 Euro im Monat oder 98,76 Euro brutto im Jahr. Neben einem Anstieg des Gaspreises um rund 0,48 Cent je kWh auf 7,35 Cent je kWh soll der monatliche Grundpreis um 0,30 Cent auf 11,01 Euro steigen, heißt es laut "DerWesten".

Die RWE Vertrieb hatte Kunden Sonderverträge angeboten, mit denen bis Mitte 2015 eine Preisgarantie verbunden ist. Seitens der Konkurrenz hieß es, durch E.ON, dass man die eigenen Gaspreise zumindest bis in den Oktober hinein stabil halten wolle.

Anfang Juni hatte Reuters berichtet, dass der Energiekonzern RWE Insidern zufolge den Streit mit dem russischen Gazprom-Konzern, um die Höhe der Gaspreise, nicht in Verhandlungen beilegen konnte. Ein Sprecher des Konzerns erklärte danach, dass die Entscheidung beim Schiedsgericht in Wien liege. Nach eigenen Angaben ist man an den langfristig vereinbarten Verträgen mit Gazprom gebunden und muss mehr für den Gasbezug bezahlen als man von seinen eigenen Kunden erhält.

  
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