Journalist Michael Hastings bei Autounfall ums Leben gekommen


Auto Hastings

In den USA sorgt derzeit der Tod des Journalisten Michael Hastings für Wirbel. Bis zu seinem Tod arbeitete er an einer Story über die CIA (Central Intelligence Agency). Der US-Reporter soll mit seiner Berichterstattung Stanley A. McChrystal (ehemaliger General der US Army) zu Fall gebracht haben, heißt es in diversen Medienberichten.

Hastings starb bei einem Autounfall in Los Angeles am vergangenen Dienstag (18. Juni 2013), bestätigte sein Arbeitgeber. Er soll laut Medienberichterstattung alleine im Auto gesessen haben, als es zu dem Unfall kam. Sein Wagen soll aus wohl noch nicht geklärten Umständen von der Straße abgekommen sein. Hastings verlor mutmaßlich die Kontrolle über das Fahrzeug, er durchbrach eine Leitplanke und raste (lt. "New York Times": mit hoher Geschwindigkeit) gegen einen Baum. Danach fing das Auto Feuer. Man hatte die Identität der Leiche (welche bis zur Unkenntlichkeit verbrannt war) nur durch einen Abgleich von Zahnabdrücken bestimmen können, heißt es laut Los Angeles Times.

Hastings hatte in 2010 mit einer Geschichte für das Magazin "Rolling Stone" für Aufsehen gesorgt. Darin hieß es, dass sich Angestellte von McChrystal abwertend gegen Mitglieder der US-Regierung äußerten. Diese hätten etwa Witze über den US-Vizepräsidenten Joe Biden gemacht.

Unter den Bemerkungen waren laut Hastings Bericht etwa welche über den US-Präsidenten Barack Hussein Obama (er sei: "verschüchtert"), den Vizepräsidenten Joe Biden (er soll: "Mich lecken"), Sicherheitsberater James Jones (sei ein: "Clown") und andere hohe Personen im Weißen Haus - dies hätte McChrystal seinen Job gekostet. Dieser war damals Oberbefehlshaber der US- wie auch NATO-Truppen in Afghanistan. Er wurde von Obama nach dem Bericht (Zeitschrift Rolling Stone, durch Hastings) abgelöst.

McChrystal reichte laut Spiegel-Berichterstattung am 23. Juni des Jahres 2010, nach einem Gespräch mit US-Präsident Barack Hussein Obama in Washington, sein Rücktrittsgesuch ein - am 23. Juli des gleichen Jahres wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Das Kommando über die US-Truppen in Afghanistan als auch die ISAF übernahm McChrystals bisheriger US-Vorgesetzter, David Petraeus (war vom Sommer 2011 bis zum 9. November 2012 Direktor der Central Intelligence Agency).

Laut der Österreichischen Militärischen Zeitschrift (ÖMZ) ging die damalige Abberufung von McChrystal möglicherweise unter falschen Voraussetzungen und erfundenen Behauptungen aus. Obama hatte sich nachfolgend bei ihm entschuldigt, er bekam an der John Hopkins University einen Lehrauftrag und durfte eine Beraterfunktion im Weißen Haus aufnehmen.

Laut einem Bericht der "BILD"-("Zeitung") hieß es, dass Hastings angeblich von einem "US-Geheimdienstler" bedroht worden sei. Er solle sich demnach "einen großen Hund" zulegen, dann hätte er "immer einen guten Grund" sich "umzudrehen". Der Journalist habe die Wahrheiten ausgesprochen, die niemand anderes habe aussprechen wollen, hieß es in der "Washington Post". Michael Hastings hatte oft aus Krisengebieten berichtet, darunter waren auch der Irak und Afghanistan - ebenfalls veröffentlichte er mehrere Bücher.

Seitens des Chefs von BuzzFeed, Ben Smith, hieß es nach dem Bekanntwerden des Tods Hastings, dass er "geschockt und erschüttert" darüber sei. Demnach war er ein "wunderbarer, furchtloser Journalist mit einem unglaublichen Instinkt für Geschichten".

Dem britischen "Telegraph" zufolge, hatte Hastings nur wenige Stunden vor seinem Tod telefonisch Kontakt mit der Wikileaks-Rechtsanwältin Jennifer Robinson aufgenommen. Dies aus dem Grund, schreibt man dort, weil das FBI gegen ihn ermitteln würde.

In den wichtigsten Geboten für Journalisten, welche Hastings verfasst hatte, hieß es unter anderem: "Wenn du wirklich Journalist werden willst, dann solltest du diesem Beruf dein Leben widmen". Verschiedene Medien hatten dies zum Anlass genommen, den vorliegenden Autounfall Hastings einem möglichen Anschlag zuzuschreiben. Angeblich sei er von der Straße abgedrängt worden - wobei dies offiziell noch nicht bestätigt wurde.

Ein Augenzeuge hätte berichtet, dass es zu einer Art "Explosion" gekommen sei. Ein wenig komisch an der Sache ist jedoch, dass der Wagen (ein recht teuer aussehender Mercedes) derart stark brannte. Hier müssen wohl weitere Erkenntnisse gewonnen werden, ob dieses Feuer durch den Unfall oder, wie auch in Medienberichten spekuliert wurde, unter Fremdeinwirkung zustande kam.

  
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