USA: Snowden offiziell der Spionage beschuldigt


Edward Snowden

Seitens der US-Justiz hat man nun offizielle Schritte gegen den sog. "PRISM"-Enthüller Edward J. Snowden in die Wege geleitet. Dieser wird der Spionage beschuldigt. Er hatte verschiedene Spionageaktionen von Geheimdiensten aufgedeckt, welche unter anderem im britischen Guardian behandelt werden. Ebenfalls sei gegen die Person ein Haftbefehl ausgestellt worden, gab ein US-Regierungsvertreter gegenüber den Medien zu verstehen.

Ihm wird auch Diebstahl und Weitergabe von Regierungseigentum zur Last gelegt, heißt es. Mit der Vorbringung der Vorwürfe wäre dies nun der erste Schritt hin zu einer Anklage. Medienberichten zufolge sei die Bundesstaatsanwaltschaft von Virginia in der Sache zuständig. Dort hätte man große Erfahrungen mit Fällen, welche die nationale Sicherheit betreffen. Auch der ehemalige Arbeitgeber von Snowden, die Beraterfirma Booz Allen Hamilton, soll in dem Bezirk seinen Sitz haben. Das Unternehmen ist neben Halliburton ein führendes Unternehmen im Bereich der militärischen Dienstleistungen für das US-Verteidigungsministerium.

Zuletzt hieß es laut Medienberichten, dass Snowden möglicherweise in Island Asyl stellen könnte. Damit er dort Asyl beantragen kann, müsse er jedoch im Land sein. Ein Vertreter von Snowden hätte "einige informelle Gespräche" mit Mitarbeitern mehrerer Ministerien geführt, hatte Islands Regierungschef Sigmundur David Gunnlaugsson während eines Besuchs in Stockholm gesagt.

Unterdessen wurde bekannt, dass nicht nur US-Geheimdienste wie die NSA massig Daten abgreifen, sondern auch Großbritannien hier dick mitmischt. Laut Berichten des „Guardian“ bespitzelt das Government Communications Headquarters (GCHQ) in London systematisch Telefon- und Internetnutzer in aller Welt und teilt Erkenntnisse unter anderem mit den US-Kollegen. Es war hier auch von heimlichem Zugang zu mehr als 200 Glasfaserkabeln die Rede. Darüber würde ein großer Teil des weltweiten Telekommunikationsstroms laufen. (mehr hier)

Vor wenigen Tagen hieß es zum britischen GCHQ, dass während zweier G-20 Treffen vor vier Jahren Delegierte ausspioniert wurden. Man lockte Personen Medienberichten zufolge in Internetcafes, um diese ausforschen zu können. Mit den Aktionen wollte man laut Guardian sicherstellen, die Ergebnisse des G-20-Gipfels zu beeinflussen. (mehr hier)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte