Kanada: Zahlreiche Menschen fliehen vor Hochwasser


(C) Malcolm, 2013, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

Durch eintretendes Hochwasser, infolge von starken Regenfällen, mussten am Freitag um die 100.000 Menschen in der Region von Calgary (eine Stadt in Kanada in der Provinz Alberta) ihre Häuser verlassen. Es wurden Schulen und Geschäfte geschlossen, teils fiel auch der Strom aus. Seitens des Militärs entsandte man mehr als tausend Soldaten, um gegen das Hochwasser anzukämpfen, wie zuvor etwa auch in Deutschland beim Hochwasser die Bundeswehr geholfen hatte.

Der Bürgermeister von Calgary, Naheed Nenshi, hatte die Bewohner der kanadischen Stadt dazu aufgerufen, ihr Hab und Gut zusammenzupacken und sich in Sicherheit zu bringen. Medienberichten zufolge kam es zu keinen Paniksituationen. Der Nachrichtenagentur AFP hatte eine Mitarbeiterin des französischen Konsuls gesagt: "Die Evakuierung läuft".

Im kanadischen Fernsehen war im Nachrichtenprogramm zu sehen, wie durch starke Regenfälle hervorgebrachte Wassermassen Autos mit sich rissen und Häuser zerstörten. In insgesamt zwölf Gemeinden der Provinz Alberta galt der Notstand. Für das Wochenende wurden weitere Regenfälle in der Region vorausgesagt.

Die Stadt Calgary liegt am Fluss Bow River (ein 623 Kilometer langer Fluss in der kanadischen Provinz Alberta). "The Star" berichtete, dass auch die Zootiere auf die Evakuierung vorbereitet wurden. Angeblich sollen Tiger und Löwen in Zellen des Gerichtsgebäudes "untergebracht" werden, hieß es.

Die starken Regenfälle der vergangenen Tage hatten dazu geführt, dass die Flusspegel weiter anschwollen und nun über die Ufer traten. In Gemeinden im südlichen Alberta (ist die westlichste der Prärieprovinzen Kanadas) wurden laut Medienberichten Straßen überflutet und Häuser unter Wasser gesetzt. Anwohner haben den Medien zu verstehen gegeben, dass sie das Wasser noch nie so hoch gesehen hätten, wie es derzeit steht.

Einige Städte in Alberta seien aktuell auch von der Außenwelt abgeschnitten, heißt es. Zahlreiche Gemeinden, darunter auch High River (im Südwesten von Alberta) und Bragg Creek (30 Kilometer westlich von Calgary) sollen ebenfalls evakuiert werden. Die Wassermassen haben auch Straßen ausgewaschen, Brücken und Unterführungen wurden überflutet. Der Trans-Canada Highway (die einzige Bundesstraße - Federal Highway - Kanadas) wurde überspült und von Erdrutschen blockiert, berichten kanadische Medien zur aktuellen Lage vor Ort.

  
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