Syrien: Rebellen vermelden Ankunft neuer moderner Waffen


(C) Freedom House, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Laut eigenen Angaben hätte die Freie Syrische Armee (FSA) nun weitere neue Waffen bekommen. Diese könnten demnach den "Verlauf der Kämpfe verändern", hieß es. Ein FSA-Sprecher soll laut AFP-Angaben verlautbart haben, dass man "zahlreiche neue Arten von Waffen erhalten" hätte. Darunter wären "auch solche, um die wir" baten.

Der Sprecher der FSA, Luai Mukdad, sagte demnach weiter, dass die Waffen aktuell an die Frontkämpfer verteilt würden. Er machte jedoch keine genaueren Angaben zu den Waffen - erinnerte jedoch daran, dass man um "Abwehrwaffen" gebeten habe. Vor kurzem hatten Frankreich, Großbritannien und die USA durchblicken lassen, dass man offiziell "militärische Unterstützung" leisten könnte.

Frankreich und Großbritannien drängten auf Waffenlieferungen, für Strukturen in Syrien. Andere waren dabei eher zurückhaltender, weil die offiziell gelieferten Waffen und andere Ausrüstung möglicherweise in die Hände von "Extremisten" gelangen könnten, falls dies nicht schon der Fall ist. Aus theoretischer Sicht her wolle man nach dem Konflikt die Waffen "wieder einsammeln", erklärte der FSA-Sprecher Luai Mukdad.

Der russische Präsident Wladimir Putin kritisierte am Freitag "mögliche" offizielle Waffenlieferungen des Westens in das Bürgerkriegsland Syrien scharf. Gleichzeitig verteidigte er erneut die russischen "Waffenverträge" mit Präsident Assad.

Am Samstag wollen in Doha (Katar) elf Außenminister der sog. Freunde Syriens (internationale Kontaktgruppe von Staaten und Körperschaften) zusammenkommen, um ihre Hilfen für die syrische Opposition zu koordinieren. Unter anderem werden Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sowie seine Kollegen aus den USA und Frankreich, John Kerry (Demokratische Partei) und Laurent Fabius (Sozialistische Partei), erwartet.

Laut offiziellen Schätzungen der UNO sollen im syrischen Konflikt mittlerweile mehr als 93.000 Menschen getötet worden sein, andere Quellen gehen sogar von doppelt so vielen aus. Der UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) befürchtet, dass die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Ausland von derzeit 1,6 Millionen bis Ende des Jahres (2013) auf 3,45 Millionen Menschen weiter ansteigt. Innerhalb Syriens sind bereits 4,25 Millionen Menschen auf der Flucht.

  
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