Gentech: Japan blockiert Import von Gen-Weizen aus den USA


JAPAN

Laut einem Medienbericht hätte Japan einen Teil seiner Weizenimporte aus den USA gestoppt. Dies, nachdem auf einer Farm im US-Bundesstaat Oregon gentechnisch verändertes Getreide entdeckt worden war. Das japanische Landwirtschaftsministerium teilte zur Sache mit, dass es sich um 25.000 Tonnen der Sorte "Western White" handeln würde.

Japan habe "keine andere Wahl", als die Einfuhr dieser Lieferung zu stoppen. Dies solange nicht klar sei, wie die gentechnisch veränderten Pflanzen auf die Farm gelangt seien. Der Import gentechnisch veränderten Weizens nach Japan ist verboten.

Nachdem Japan bereits ein Importverbot für diesen genmanipulierten Weizen verhängte, folgte auch Südkorea. Man wolle nun überprüfen, ob die beanstandete Sorte auch in anderem Getreide oder anderen Produkten wie Mehl zu finden ist. Südkorea deckt etwa die Hälfte seiner Weizenimporte aus den Vereinigten-Staaten.

Medienberichten zufolge hätten auch andere asiatische Staaten ihre Sicherheitsvorkehrungen angehoben. Seitens der EU (Europäische Union) teilte man mit, dass die Tests ausgeweitet werden sollen. Bei dem genmanipulierten Weizen im US-Bundesstaat Oregon soll es sich um einen "nicht genehmigten" handeln. Dieser wurde ursprünglich von Monsanto entwickelt.

Mit Blick auf die EU teilte Monsanto erst kürzlich mit, dass man den Kampf für die Gentechnik hier angeblich aufgeben wolle. "Wir machen keine Lobbyarbeit mehr für den Anbau in Europa", sagte der Europa-Pressechef von Monsanto, Brandon Mitchener. "Derzeit" plane Monsanto auch nicht, die Zulassung neuer gentechnisch veränderter Pflanzen zu beantragen.

Neben Monsanto gibt es etwa auch konkurrierende Unternehmen wie Bayer CropScience, BASF und Syngenta. Erst kürzlich waren in über 45 Ländern mehr als zwei Millionen Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Monsanto und ähnliche Unternehmen zu demonstrieren. Man protestierte u.a. gegen Gen-Food und für "saubere Lebensmittel".

Erst kürzlich musste ein US-Landwirt vor dem Obersten Gerichtshof von Washington im Patentstreit mit Monsanto eine Niederlage einstecken. Der Vorwurf lautete, dass sich der Landwirt überschüssiges Saatgut bei anderen Bauern gekauft hätte, womit er Monsantos Patentrechte verletzte. (mehr hier)

  
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