China: Großer Schaden durch Vogelgrippe


(C) Peter Fuchs, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Durch die Vogelgrippe in China sei laut einem Medienbericht ein immenser wirtschaftlicher Schaden entstanden. Die Einbußen in der Geflügelbranche belaufen sich auf rund 6,5 Milliarden US-Dollar, gab ein hochrangiger Mitarbeiter der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zu verstehen.

Offiziell wurden durch den Vogelgrippe-Erreger H7N9 130 Menschen infiziert, davon starben 36. Um eine Ausweitung der Seuche zu verhindern, mussten massig Vögel, speziell Enten und Hühner, getötet werden. Seit Anfang Mai 2013 hätte es jedoch keine neuen Ansteckungen mehr gegeben, so die Weltgesundheitsorganisation.

Derzeit geht man davon aus, dass der Virus "unter Kontrolle" ist. Man merkte dazu jedoch an, dass es "unwahrscheinlich sei", dass der Erreger verschwunden ist. Es würde eine weitere Saison bis zum kommenden Frühjahr notwendig sein, um die Tendenz zu bestätigen.

Anfang April hatten China und Taiwan die spezifischen Kontrollen wegen der Vogelgrippe verstärkt. In Taiwan mussten sich etwa alle Einreisenden aus China einer Temperaturmessung unterziehen. In China waren mehrere Menschen nach der Infektion durch das H7N9-Virus gestorben.

Im Internet kam zu dieser Zeit Kritik auf, wegen der späten Information der Öffentlichkeit. Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China, Michael O'Leary, verteidigte das Vorgehen der Behörden jedoch. Die WHO rechnete Anfang April kaum mit einer Epidemie.

Ende April hieß es laut dem US-Virologen Anthony Fauci, dass es eine mögliche Übertragung der neuen Vogelgrippe H7N9 von Mensch zu Mensch geben könnte. Er erklärte H7N9 habe Ähnlichkeit mit dem Vogelgrippevirus H5N1. Ebenfalls verlautbarte er, dass die "Entwicklung von Grippe-Erregern" stets "unvorhersehbar sei". Man arbeite bereits an einem Impfstoff, welchen man hoffentlich "niemals einsetzen" muss, sagte Fauci.

  
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