Medien: Umsatz bei Karstadt bricht weiter ein


(C) cosmo flash, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

Die Probleme bei Karstadt gehen einem Medienbericht zufolge weiter. Dies würden Zahlen aus Unternehmenskreisen belegen, schreibt das Handelsblatt. Im Geschäftsjahr 2010/11 betrug der Umsatz noch rund 3,2 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2011/12 waren es nur noch 3,1 Milliarden Euro.

Im seit Oktober 2012 laufenden Geschäftsjahr erzielte der deutsche Konzern nur noch rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz, was etwa zehn Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren. Demnach lief nicht nur das wichtige Weihnachtsgeschäft schlecht. Auch der Jahresauftakt 2013 wäre dem Bericht zufolge enttäuschend gewesen.

Von Januar bis April 2013 hätten im Vergleich zum Vorjahr knapp 81 Millionen Euro an Umsatz gefehlt. Im Februar brachen die Verkäufe sogar um 15 Prozent ein. Der Essener Warenhauskonzern Karstadt wollte sich auf Anfrage nicht zu den genannten Zahlen äußern - demnach auch nicht zu den möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis. Das Geschäftsjahr 2010/11 musste man mit einem Fehlbetrag von 20,8 Millionen Euro abschließen. Neuere Zahlen zur Entwicklung des Ergebnisses sind jedoch nicht bekannt.

Kürzlich teilte man mit, dass auf die Beschäftigten der Warenhauskette neue Einschnitte zukommen. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, dass das Unternehmen ab sofort und auch in den kommenden Jahren aus der Tarifbindung für den Einzelhandel aussteigt. Damit entfallen also für die Mitarbeiter bis 2015 Gehaltserhöhungen. Karstadt machte hier "von der Möglichkeit einer Mitgliedschaft in den Arbeitgeberverbänden ohne Tarifbindung Gebrauch", teilte die Warenhauskette mit.

Laut den Einschätzungen des Vorstandschefs Andrew Jennings vom März 2013 würde Karstadt erst im nächsten Jahr wieder bessere Geschäfte machen können. "Dieses Jahr wird noch hart werden", sagte Jennings. Angeblich wegen des langen Winters würde das Textilgeschäft schlecht in ganz Deutschland laufen, sagte er dem Tagesspiegel. Auch die Euro-Krise und der Konzernumbau belasten das Geschäft.

  
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