BKA: Warnung vor möglichen Anschlägen im Luftverkehr


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Das BKA (Bundeskriminalamt - Deutschland) hat nun vor möglichen islamistischen Terroranschlägen auf den Luftverkehr gewarnt. Demnach würde es für westliche Fluggesellschaften und auch Flughäfen eine erhöhte Bedrohungsqualität ergeben, die sich jederzeit in einem erfolgreichen Anschlag manifestieren könnte, heißt es.

Das geheime und als vertraulich gestempelte Lagebild Luftsicherheit 2012 liegt der Welt am Sonntag vor. Laut deren Bericht stehe die Luftfahrt nach wie vor im Zielspektrum von islamistisch-terroristischen Gruppierungen als auch von islamistisch motivierten Einzeltätern.

Terrorgruppierungen würden trotz optimierter Vorkehrungen bei der Sicherheit die eigenen Techniken weiterentwickeln und Tatplanungen flexibel anpassen. Daher bestehe die Gefahr, dass sie über "IT-basierte" Programme Flugbewegungen live scannen und Hilfsmittel wie Flightradar24 nutzen könnten.

Mögliche Ziele sieht man in Fracht- und Passagiermaschinen oder auch sonstigen Flughafeneinrichtungen. In dem Bericht führt man als Beispiele an, wie auf einen israelischen Reisebus am Flughafen Burgas in Bulgarien im Juli 2012 oder auch auf den Flughafen Peshawar in Pakistan im Dezember 2012, dass Anschläge in öffentlichen Teilen von Flughafeninfrastrukturen an Attraktivität für islamistisch motivierte Täter an nichts eingebüßt hätten.

Es sei wichtig, da es keine 100-prozentige Sicherheit geben würde, dass eine permanente Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt wird, um so ein mögliches Anschlagrisiko zu begrenzen. Derzeit würden aber keine konkreten Hinweise auf Anschlagsplanungen vorliegen.

Ebenfalls wolle das BKA den Einsatz von ferngesteuerten Drohnen oder Modellflugzeugen nicht ausschließen, womit mögliche Anschläge unternommen werden könnten. Als Beispiel führt man in dieser Sache den Fall von Rezwan Ferdaus an. Dieser wollte in den Vereinigten-Staaten das Capitol und das Pentagon mittels Plastiksprengstoff beladener Modellflugzeuge attackieren.

Diese Person hätte damals Flugzeuge besorgt und Fernzünder hergestellt. Danach sei er vom FBI festgenommen worden. "Ähnliche Szenarien müssen auch in Deutschland als mögliche Tatoption in Betracht gezogen werden", heißt es. Es könnte denkbar sein, dass ein mit Sprengstoff beladener Flugkörper in "ein Verkehrsflugzeug beziehungsweise einen Flughafen" gesteuert werden könnte.

Die Steuerung eines mit Sprengstoff beladenen Flugkörpers auf Ziele in bewohnten Gebieten, auf Menschenansammlungen und Gebäude sieht man jedoch als höhere Gefahrenquelle an, da eine Attacke mit einem Modellflugzeug auf einen Verkehrsjet im Landeanflug technisch anspruchsvoll sei.

  
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