EU: Emergency Response Centre in Betrieb genommen


(C) rockcohen, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die EU-Kommission hat kürzlich ein neues Zentrum für "Katastrophenhilfe" in Betrieb genommen. Demnach solle das Notfallabwehrzentrum dazu in der Lage sein, europäische Hilfe für bis zu drei Krisen und Großunfälle weltweit zu koordinieren.

Behörden würden über das Zentrum ihre Kräfte besser bündeln und diese aufeinander abstimmen können, heißt es. Die EU-Mitgliedsstaaten sollen dadurch enger zusammenarbeiten.

Der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso verlautbarte am vergangenen Mittwoch in Brüssel unter anderem: "Damit wird ein Beitrag zum Schutz unserer Bürger geleistet".

Seitens der zuständigen Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, hieß es: "Wir haben das Notfallabwehrzentrum eingerichtet, damit die EU und ihre Mitgliedstaaten auf überwältigende Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen zeitnäher und wirksamer reagieren können".

Das eröffnete Notfallabwehrzentrum (Emergency Response Centre) solle rund um die Uhr einsatzbereit sein. Man könne sich wie erwähnt mit bis zu drei gleichzeitig auftretenden Notsituationen in verschiedenen Zeitzonen befassen. Das ERC fungiere dabei als neues operatives Zentrum des EU-Katastrophenschutzverfahrens.

Im November des Jahres 2010 hatte die Kommissarin Kristalina Georgieva angekündigt, dass die Reaktionsfähigkeit der EU verbessert werden müsse. Laut der Mitteilung der Kommission vom 26. November 2010 sei vorgesehen worden, die bestehenden Abwehrkapazitäten und Notfallressourcen der EU weiter ausbauen.

Neben der Aufgabe der Koordinierung solle das Zentrum auch vor allem Gefahrsituationen überwachen. Zur damaligen Zeit hieß es ebenfalls, dass es Pläne für ein sog. "Europäisches Freiwilligenkorps" geben soll. Diese Pläne stellte der EU-Kommissar Barnier in 2006 erstmals erfolglos vor. Die EU-Kommission griff es jedoch wieder auf, durch den Lissabon-Vertrag.

Neben den 27 EU-Mitgliedsstaaten sind Kroatien, Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligt. 30 Mitarbeiter aus dem Zivilschutz und der humanitären Hilfe koordinieren im Emergency Response Centre Aktionen der EU-Staaten sowie von Such- und Rettungsteams.

  
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