EU-Kommission erlaubt Fusion von Volvo mit Dongfeng aus China


VOLVO

Seitens der EU-Kommission hat man nun die Fusion des schwedischen Lastwagenbauers Volvo mit dem chinesischen Konzern Dongfeng gebilligt. Jener Zusammenschluss will Daimler als weltweite Nummer eins im Lkw-Bau ablösen.

Demnach würde der Zusammenschluss nicht den Wettbewerb auf dem EU-Markt gefährden. Man leitete laut Medienberichten nicht einmal eine eingehende Prüfung ein, da es augenscheinlich keine Bedenken gab.

Im Januar dieses Jahres kündigte Volvo an, dass man vom Lastwagengeschäft des Konzerns Dongfeng 45 Prozent übernehmen wolle. Der Kaufpreis wurde hier mit umgerechnet rund 700 Millionen Euro angegeben. Mit der Fusion möchte man nach Verlautbarungen durch Volvo zum "größten Hersteller von Lastwagen der Welt" werden.

Der chinesische Hersteller Dongfeng liegt nach Stückzahlen bereits vor Daimler Trucks. Neben Bussen und Lastwagen baut Volvo auch Komponenten für Automobile. Der Autohersteller Volvo Car gehört jedoch nicht mehr zu diesem Unternehmen. Es wurde bereits vor Jahren vom chinesischen Geely-Konzern übernommen, für etwa 1,8 Milliarden Dollar. Ford hatte die PKW-Sparte des Volvo-Konzerns 1999 für 6,4 Milliarden Dollar gekauft.

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo hatte im ersten Quartal so wenig Lkw wie seit dem Ausbruch der Finanzkrise nicht verkauft. Das operative Ergebnis von gut 56 Millionen Euro blieb wegen schwacher Umsätze unter den Erwartungen der Analysten zurück. Verantwortlich dafür waren speziell die geringe Auslastung der Kapazitäten, die Absatzkrise und die hohen Kosten für Modell-Neueinführungen und Stellenabbau.

Die Dongfeng Motor Corporation ist ein chinesisches Großunternehmen im Lastkraftwagen-, Bus- und Personenwagenbau sowie in der Entwicklung und Herstellung von Motoren und Fahrzeugkomponenten. Der Sitz der heutigen Konzernzentrale liegt in Wuhan (China).

  
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