FR: Societe Generale will mehr als 1000 Stellen streichen


(C) fakelvis, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Seitens der französische Großbank Societe Generale hat man nun einen neuen Sparplan angekündigt. Dieser soll ein Volumen von etwa 900 Millionen Euro haben. Er umfasst demnach den Abbau von mehr als tausend Stellen weltweit in den kommenden drei Jahren.

Am Hauptsitz in Paris sollen laut der Ankündigung 550 Arbeitsplätze wegfallen, sagte der Vize-Generaldirektor Jean-Francois Sammarcelli dem Radiosender BFM Business. Detaillierte Zahlen nannte er hier jedoch nicht.

Er machte aber deutlich, dass die Zahl von tausend Stellen "ziemlich weit" übertroffen werde. Die Bank hatte schon im vergangenen Jahr 2012 Geschäftsbereiche veräußert, etwa ihre Töchter in Griechenland und Ägypten.

Offiziell hatte die Bank am Montag ihren neuen Sparplan bekanntgegeben. Im letzten Jahr hatte die französische Großbank bereits 550 Millionen Euro eingespart. Im ersten Quartal des neuen Jahres (2013) ging der Gewinn der Gruppe um rund 50 Prozent auf 364 Millionen Euro zurück. Laut Vize-Generaldirektor Jean-François Sammarcelli könnten nun schrittweise auch Filialen geschlossen werden.

Weltweit beschäftigt man etwa 154.000 Personen, davon etwa 60.000 in Frankreich. Das Sparprogramm solle nun die Eigenkapitalquote bis 2015 auf zehn Prozent bringen. Diese lag zuletzt bei etwa 7,4 Prozent. Der Gewinnrückgang ist demnach auch mit den Bemühungen begründet, die Liquidität und Eigenkapitalbasis zu stärken. Nach den neuen Basel-III-Regeln betrug die Kernkapitalquote zuletzt 8,7 Prozent.

Bei der französischen Crédit Agricole sank der operative Gewinn im ersten Quartal um 84 Prozent auf 209 Millionen Euro. Durch die wegfallenden Verluste der im vergangenen Jahr losgeschlagenen griechischen Tochter Emporiki konnte die Bank den Überschuss um knapp 51 Prozent auf 469 Millionen Euro steigern.

  
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