Fed hält am geldpolitischen Kurs fest


(C) William Warby, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die US-Notenbank Federal Reserve hält an ihrem geldpolitischen Kurs fest. Man teilte nun mit, dass der Leitzins für die USA bei 0 bis 0,25 Prozent verbleiben wird. Ebenfalls werden die Anleihekäufe weitergeführt.

Damit wolle man die Konjunktur stützen. Die Fed kauft pro Monat für 85 Milliarden US-Dollar Immobilien- und Staatspapiere auf. Mit dem dadurch geschaffenen Geld wolle man die Wirtschaft beleben und gleichzeitig darauf hoffen, dass die Arbeitslosigkeit sinkt.

Den geldpolitischen Kurs möchte man laut Fed-Chef Ben Bernanke erst dann lockern, wenn die Arbeitslosenquote in den USA auf 6,5 Prozent gefallen ist. Dies dürfte jedoch noch eine ganze Zeit lang dauern. Laut dem Arbeitsvermittler ADP stellte die US-Privatwirtschaft im April 2013 nur 119.000 neue Mitarbeiter ein.

Also so wenig wie seit etwa sieben Monaten nicht mehr. Beobachter sehen daher, dass auch der erwartete offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung schwächer ausfällt als erwartet wird. Am Bau soll es ebenfalls nicht so gut gelaufen sein. Zudem sei die Stimmung in der Industrie mau. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index gab im April auf 50,7 Punkte nach und lag damit nur knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Seitens der Fed erklärte man ebenfalls, dass man den ungeklärten Haushaltsstreit und die deshalb in Kraft getretenen automatischen staatlichen Ausgabenkürzungen als Hauptproblem sieht. Ebenfalls teilte man seitens Bernanke mit, dass alle Optionen offen seien. Das Gremium würde darauf vorbereitet sein, das Tempo der Anleihekäufe zu erhöhen oder auch zu reduzieren, wie es angemessen erscheint, um mit der Geldpolitik weiterhin die Konjunktur zu unterstützen.

Beobachter sehen, dass die Debatte nun ausgewogener zu sein scheint. Man könnte demnach ernsthaft die Option einer Ausweitung der quantitativen Lockerung sehen. Damit würde die Fed offensichtlich darauf reagieren, die zuletzt sehr schwache Inflation anzugehen. Im April lag die Kernrate der Inflation, gemessen am Index der persönlichen Konsumausgaben, bei nur noch 1,1 Prozent, also unter dem mittelfristigen Zielwert von 2 Prozent.

  
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