EU: Fischfarmen sollen vor Überfischung der Meere schützen


(C) Will Humes, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Die EU-Kommission wolle nun die Produktion von Fischen in sog. Aquafarmen steigern. Dies aus dem Grund, da es einen ansteigenden Fischkonsum und dadurch eine Überfischung der Meere geben würde. Die Lücke zwischen der Produktion und dem Konsum würde laut EU immer größer werden.

Die Kommissarin der Europäischen Union für Fischerei gab zu verstehen: "Wir müssen diese Lücke füllen". Die Produktion in Fischfarmen würde in anderen Teilen der Welt seit Jahren boomen, in der Europäischen Union jedoch stagniere sie und mache derzeit nur etwa zehn Prozent aus.

Nun wolle man seitens der Europäischen Union mit den Mitgliedsstaaten Strategien entwickeln, um so die Produktion in den Aquafarmen zu steigern. Dadurch könne auch eine bessere Kontrolle über die Mengen stattfinden.

EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki sagte, dass es heute bis zu drei Jahre dauern könne, um eine Zulassung für einen neuen Aquakulturbetrieb zu bekommen. Dies würde Investoren abschrecken. Es solle daher eine schnellere Möglichkeit gefunden werden.

Ebenfalls solle eine verbesserte Qualität durch die EU-Fischfarmen erzielt werden. In das Konzept mit eingeschlossen seien demnach auch Themen wie Umweltverträglichkeit, Verbraucherschutz und das Wohl der Tiere. Über neue Kennzeichnungen möchte man hier aktiv werden.

Noch im Jahr 2010 betrug die Produktion in den sogenannten Aquafarmen der Europäischen Union 1,26 Millionen Tonnen, im Wert von etwa 3,1 Milliarden Euro. Etwa zehn Prozent der in der Europäischen Union verspeisten Meereserzeugnisse stamme aus der europäischen Aquakulturproduktion. Etwa 25 Prozent aus der Fischerei der EU. Die anderen 65 Prozent stammen demnach aus Fischereien und Fischfarmen außerhalb der EU.

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