Ford weiterhin mit Verlusten auf europäischem Markt


(C) Dave Parker, 2007, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)

Nachdem die deutschen Konzerne Volkswagen und Daimler für das erste Quartal einen Gewinneinbruch meldeten, sieht es für den US-Hersteller Ford nicht besser auf dem europäischen Markt aus. Im ersten Quartal musste Ford einen Vorsteuerverlust von 462 Millionen US-Dollar einstecken.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war dieser Einbruch etwa dreimal so hoch. Der Ausblick sei unsicher, gab man zu verstehen. Im europäischen Markt rechnet man für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Vorsteuerverlust von etwa zwei Milliarden US-Dollar.

Im letzten Jahr hatte Ford etwa 1,8 Milliarden US-Dollar einbüßen müssen. Um Einsparungen zu treffen, werden drei Werke in Großbritannien und Belgien geschlossen, wobei etwa 6200 Arbeitsstellen betroffen sind. Mit derartigen Sparmaßnahmen wolle Ford zur Mitte dieses Jahrzehnts wieder Geld in Europa verdienen.

Der Absatz der Fahrzeuge sank um 8 Prozent auf rund 341.000 ab. Laut Daten des deutschen Kraftfahrtbundesamtes waren die Zulassungen in Deutschland sogar um 29 Prozent auf 39.300 Fahrzeuge eingebrochen.

Bezgl. der Werksschließung im belgischen Genk hatte man kürzlich für die Beschäftigten dort einen Sozialplan vereinbart. Der Sozialplan solle den Beschäftigten vorgelegt werden, die dann über Annahme oder Ablehnung abstimmen.

Der US-Autobauer Ford wolle das Werk 2014 schließen. Im November 2012 hatten belgische Ford-Mitarbeiter vor den Ford-Werken in Köln gewaltsam gegen die geplante Schließung des Ford-Werks im flämischen Genk protestiert.

Auf der anderen Seite hatte Ford im Oktober vergangenen Jahres verlautbart, dass man Werke in Belgien und Großbritannien schließen werde, doch in Rumänien will man den Standort Craiova stärken. Ford-Manager Wolfgang Schneider sagte, dass man "Craiova zu einem langfristigen Erfolg" machen wolle. Ford habe seit dem Kauf des Werks 2008 knapp 800 Millionen Euro in das Werk investiert.

In den USA sah es für Ford besser aus. Mit der Einführung des neuen Mondeos, der dort unter der Marke "Fusion" verkauft wird, konnte das Unternehmen einen Gewinn von 2,4 Milliarden US-Dollar machen. Auch im asiatisch-pazifischen Raum wurden deutlich bessere Zahlen als in Europa eingefahren. Der Umsatz stieg dadurch konzernweit um 10 Prozent auf 35,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn legte dadurch um 15 Prozent auf unterm Strich 1,6 Milliarden US-Dollar zu.

  
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