Herzschwäche könnte durch gestörten Schlaf begünstigt werden


(C) Gabriela Camerotti, 2007, (symbolisch) Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

In einem aktuellen Hinweis hat der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen nun darauf aufmerksam gemacht, dass Personen, die ständig schlecht schlafen, ein erhöhtes Risiko haben könnten, an Herzschwäche zu erkranken.

Man beruft sich in der Mitteilung auf eine norwegische Studie mit über 54.000 Teilnehmern. Laut den Beobachtungen stellte man fest, dass Studienteilnehmer, welche jede Nacht Ein- und Durchschlafprobleme hatten und auch mindestens einmal pro Woche berichteten, dass ihr Nachtschlaf nicht erholsam war, dass diese in der Beobachtungszeit von elf Jahren drei bis viermal häufiger Herzschwäche entwickelten.

Zudem hätte man feststellen können, dass dieser Zusammenhang mit dem Schlaf auch dann blieb, wenn andere bekannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen oder Alkoholkonsum berücksichtigt wurden. Eine mögliche Erklärung sei, dass Schlafstörungen durch die Aktivierung des Sympathikus zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen führen könnten.

Diese Stresshormone können die Herzfunktion beeinträchtigen, insbesondere was die Pumpleistung des Herzens anbelangt. Auch in anderen Studien konnte man bereits eine statistische Verbindung nachweisen, zwischen der gestörten Nachtruhe und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) wurde dabei i.d.R. eine schleichende Verschlechterung der Herzfunktion beobachtet.

Die Studie wurde von der Universität Trondheim durch Lars Laugsand und seinen Kollegen im Fachmagazin "European Heart Journal" publiziert. An der Studie nahmen, wie bereits angemerkt, mehr als 54.000 Personen (Norweger) im Alter von 20 bis 89 Jahren teil. Anzumerken ist, dass die Studie nicht beweisen kann, dass Schlafstörungen direkt für das erhöhte Herzinsuffizienz-Risiko verantwortlich waren. Daher sind weitere Studien nötig, um einen endgültigen Beweis über den Zusammenhang von Schlafstörungen und Herzschwäche zu erbringen.

Verschiedene Experten geben u.a. als Tipps ab, um die Qualität des Schlafs zu verbessern, dass Sport und regelmäßige Bewegung empfohlen wird. Auch regelmäßige Schlafzeiten könnten helfen. Die mögliche Beseitigung von störenden Faktoren kann die Schlafqualität ebenfalls verbessern. Bei behandlungsbedürftigen Schlafstörungen sollte wenn möglich ein Schlaflabor aufgesucht werden, um abklären zu lassen, welche Problematik vorliegen könnte.

  
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