Fast- bzw. JunkFood: Menschen sind nach Verzehr leichter reizbar


(C) Ericd, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

In einer Studie der Universität von Oxford zeigte man nun auf, dass der Verzehr von Fast-/Junk-Food zu Aggressionen führen kann. Auch seien eine erhöhte Reizbarkeit und sogar die Neigung zur Gewalttätigkeit beobachtet worden.

Der als Leiter der Studie fungierende Dr. Drew Ramsey gab zu verstehen, dass der Nährstoffmangel zu den Hauptursachen zählen würde, der entsprechend zu Verhaltensänderungen beiträgt. Sollte eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ausbleiben, könnte der Körper nicht die nötigen chemischen Substanzen und Hormone bilden, welche für ein klares Denken und ein gesundes Gemüt nötig wären.

Im schlimmsten Fall könnte als Folge des Nährstoffmangels irrationales oder auch gefährliches Handeln resultieren. Bei den durchgeführten Untersuchungen hatte man an einer Gruppe von Gefängnisinsassen analysiert, wie sich die Ernährung jener Personen auf deren Stimmung und Verhalten auswirkt.

Einem Teil der inhaftierten Personen hatte man bestimmte Vitamin-Ergänzungsmittel gegeben und verglich danach ihre Denk- und Verhaltensstruktur mit denen der anderen Gefängnisinsassen, die das typische Junk Food aßen.

In den angestellten Beobachtungen zeigte sich, dass die Häftlinge, welche das Vitamin-Ergänzungsmittel einnahmen, weitaus weniger aggressiv und wütend waren als die anderen Personen, welche "Junk Food" aßen. Laut Dr. Ramsey könne man aus den Beobachtungen schließen, dass ein Mangel an Nährstoffen, welcher in unserer heutigen Welt immer häufiger auftritt, durchaus direkt mit unberechenbarem und gewalttätigem Verhalten in Verbindung stehen könnte.

Die Ernährungswissenschaftlerin Nicolette Pace gab zur Thematik zu verstehen, dass ein Nährstoffmangel, sei es nun an Magnesium oder Mangan, Vitamin C oder manchen B-Vitaminen, bei Menschen hyperaktiv gegenüber einem Stressor machen kann.

Als Stressoren werden alle inneren und auch äußeren Reize bezeichnet, welche Stress verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Anpassungsreaktion veranlassen. Der menschliche Organismus interpretiert die auf ihn einwirkenden Reize und ihre Auswirkungen für die jeweilige Situation und bewertet sie entweder mit positiv oder negativ. Nicolette Pace bezeichnet dies als eine Art „verkürzte Zündschnur“, wobei die „Bombe“ entsprechend früher hochgeht – wenn die jew. Person reizbarer ist.

Vor kurzem kam auch eine ähnliche Studie der Penn State University zu dem Ergebnis, dass Personen, die ohnehin zur Verstimmtheit neigen, umso schlechter gelaunt sind, je mehr Junk Food diese aßen. Das sog. Junkfood ist dabei ein eher polemischer Begriff. Dieser wird i.d.R. für als minderwertig oder ungesund betrachtete Lebensmittel verwendet. Laut den Studienergebnissen der Wissenschaftler der Penn State University wird ein Stimmungstief nach dem Verzehr von Junk Food verstärkt.

Mit diesem Begriff meint man vor allem stark fett-, salz- oder zuckerhaltige Lebensmittel wie Pommes frites, Kartoffelchips, Süßwaren und Limonaden, speziell dann, wenn diese industriell hergestellt wurden, sowie allgemein Fastfood wie Hamburger, außerdem hochkalorische Fertiggerichte und ähnliches.

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