Batman-Killer: James Holmes war auf Medikamente


US Police / James Holmes

Der mutmaßliche Einzel-Kino-Killer James Holmes, der auch als "Batman" Amokläufer in der Presse behandelt wurde, hat veröffentlichten Gerichtsdokumenten zufolge das Antidepressiva Zoloft eingenommen. Dies in der Zeit, in der das Massaker mutmaßlich alleinig durch Holmes verübt worden war.

Bislang blieb es eher nebulös, welches verschreibungspflichtige Medikament gefunden wurde. Die Polizei hatte damals nur von einem entsprechenden Fund berichtet. Während der Hausdurchsuchung bei Holmes fanden Ermittler Rezepte und Medikamente mit dem Wirkstoff Sertralin.

Dieser kommt auch in Zoloft vor. Diese Medikamente werden dabei von Ärzten bzw. Psychologen verschrieben. Anwendung finden sollen jene bei Depressionen, Panikattacken oder z.B. auch Zwangsstörungen. Auch hätten die Ermittler Clonazepam vorgefunden. Dieses wird üblicherweise bei Angstzuständen und Panik-Attacken verwendet.

Angelehnt an diesen Fall ist auch interessant, dass Eric Harris ebenfalls Zoloft einnahm. Dieser richtete ein Blutbad an der Columbine Schule in einem gemeindefreien Ort nahe Denver und Littleton an. In zahlreichen anderen Fällen in der Vergangenheit waren entsprechende Medikamente mit im Spiel.

Das Medikament Clonazepam (Brand: Klonopin) beeinträchtigt in der Regel die Funktionsweise des Gehirns und kann in vielen Fällen hochgradig süchtig machen. Ein regelmäßiger Gebrauch wurde in der Vergangenheit immer wieder mit Gewalt und Aggression in Verbindung gebracht.

Auch beim sog. "Sandy Hook Killer", Adam Lanza, gibt es Spekulationen, ob dieser ebenfalls auf Psychopharmaka oder ähnliches war. Eine langjährige Familienfreundin hatte zuletzt gegenüber "60-Minutes" (CBS) entsprechende Andeutungen gemacht. Bei der Durchsuchung von Lanzas Zuhause zeigte sich zudem, dass Bücher über Autismus und über das Asperger Syndrom gefunden wurden. Die Symptome von Asperger werden gewöhnlich mit psychotropen Substanzen behandelt. Offiziell wurde jedoch keine Aussage darüber getätigt, ob und welche spezifische Medikation Lanza zu sich nahm.

Zum Fall "James Holmes" wurde zuletzt ebenfalls bekannt, dass eine Psychiaterin der Universität von Colorado die Behörden einen Monat vor dem Blutbad im Juli 2012 davon unterrichtet hätte, dass ihr Patient James Holmes selbstmordgefährdet und zudem eine Gefahr für die Allgemeinheit sei.

  
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