Gutachten: Autofahrer sollen in Deutschland stärker belastet werden


(C) klemmt, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

In einem Gutachten des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) heißt es, dass die künftige Finanzierung von deutschen Fernstraßen unter Einbezug der Autofahrer geschehen sollte, welche stärker zur Kasse gebeten werden müssten.

Gerhard Vogel, der Präsident der IHK Rhein-Neckar, gab zu verstehen, dass Gebühren auf Autobahnen durch eine Maut oder Vignette am erfolgversprechendsten sind. Das Gutachten wurde am Freitag in Stuttgart vorgestellt.

Derzeit würde eine Finanzierungslücke von gut 5,6 Milliarden Euro pro Jahr vorherrschen, womit die Fernstraßen "dramatisch unterfinanziert" sind, heißt es. Das benannte Gutachten wurde in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn und der Fachhochschule Worms ausgearbeitet.

Ebenfalls sei es theoretisch denkbar, dass zur Finanzierung der deutschen Fernstraßen eine Erhöhung der Energie- oder KFZ-Steuer umgesetzt werden könnte. Bislang sei es jedoch so gewesen, dass derartige Steuern nie vollständig in den Straßenverkehr zurückgeflossen sind.

Mit Blick auf die ausländischen Autofahrer würden diese bei einer Anhebung der KFZ-Steuer nicht bei der Finanzierung der Straßen mit einbezogen werden. Zunächst schlägt man laut dem Gutachten eine PKW-Vignette für das Autobahnnetz vor.

Hiermit wolle man kurzfristig an die benötigten finanziellen Mittel gelangen. Nach den vorliegenden Berechnungen könnte dies bis zu 227 Euro pro Jahr kosten. Auf längere Sicht sei eine Umstellung auf die Maut durchaus denkbar.

Jene würde dann auf deutschen Autobahnen als auch auf den wichtigsten Bundesstraßen gelten und Vielfahrern bis zu 465 Euro pro Jahr kosten. Laut dem Gutachten sei nur so eine ausreichende und vor allem dauerhaft verlässliche Finanzierung der deutschen Fernstraßen umsetzbar.

  
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