Deutsche Energiewende: E.ON sucht sein Glück mit MPX in Brasilien


E.ON

Nach den in Deutschland verzeichneten Einbußen durch die sog. "Energiewende" hat der Konzern E.ON nun seinen Fokus auf den Wachstumsmarkt von Brasilien gelegt. Am dortigen Versorger MPX wolle man den Anteil auf 36,1 Prozent erhöhen, bislang liegt dieser bei 11,7 Prozent. In Ungarn dagegen verkauft E.ON zwei Gasgesellschaften und bekommt etwa 870 Millionen Euro.

Für die Aufstockung des Anteils an MPX wolle E.ON bis zu 800 Millionen Euro investieren. Laut Medienberichten wolle der deutsche Energiekonzern ein Paket des deutschstämmigen Milliardärs Eike Batista erwerben und sich an einer Kapitalerhöhung beteiligen. Eingestiegen war man bei MPX vor gut einem Jahr. Für einen zehnprozentigen Anteil zahlte E.ON damals rund 350 Millionen Euro.

Über die angestrebte Aufstockung sollen bereits seit Wochen Gespräche geführt worden sein. Neben der Türkei sei Brasilien der wichtigste neue Wachstumsmarkt für den Konzern. E.ON hat in Deutschland durch die Energiewende, das schwächelnde Geschäft mit Gas und eine geringe Auslastung seiner Kraftwerke zu kämpfen.

Der erste Schritt der Transaktion zwischen E.ON und dem brasilianischen Unternehmen MPX solle Ende April dieses Jahres vollzogen werden. Die Kapitalerhöhung sei für den Sommer geplant. Mit der Erhöhung wolle der deutsche Konzern Partner auf Augenhöhe werden, um so aktiv im Tagesgeschäft von MPX mitgestalten zu können.

Der Milliardär Eike Batista erklärte, dass E.ON mit seinem Engagement eine tragende Rolle in der Führung von MPX zukommen würde. Bis Ende dieses Jahres wolle MPX Kraftwerke mit einer Kapazität von mehr als 2,8 Gigawatt betreiben. Dies entspricht etwa 15 Prozent des brasilianischen Energiemarktes (konventioneller Bereich).

MPX ist die Energie-Tochtergesellschaft der brasilianischen EBX-Gruppe. Die EBX ist eine brasilianische Holding, gegründet 1983 durch den Unternehmer und Multimilliardär Eike Batista (deutschstämmiger Milliardär). Laut Angaben von Batista hätten alle Firmen der Gruppe ein X am Ende des Namens. Dies solle "Multiplikation von Reichtum" bedeuten. Anfang 2012 hat die Zeitschrift Forbes Magazine Batista als den siebtreichsten Mann der Welt und den reichsten Mann Südamerikas benannt.

  
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