Aktiv in Syrien: Ehemaliger US-Soldat Harroun wegen Terrorverdacht festgenommen


al-Nusra-Front

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP wäre nun ein ehemaliger US-Soldat (Eric Harroun) in den USA festgenommen worden, der unter Terrorverdacht steht. Dieser sei zudem angeklagt worden. Er hätte sich in Syrien der "Al-Nusra-Front" zum bewaffneten Kampf angeschlossen.

Der 30-Jährige, der in den Jahren von 2000 bis 2003 bei der US-Armee gewesen sei, wurde am vergangenen Mittwoch am Flughafen von Washington festgenommen, nach seiner Rückkehr aus Syrien, heißt es. Nach einer ersten Anhörung im US-Bundesstaat Virginia wurden ihm die zur Last gelegten Vorwürfe übermittelt. Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft drohe dem Festgenommenen eine lebenslange Haftstrafe.

Harroun hatte u.a. bei Videoplattformen von seinen Streifzügen in Syrien berichtet und war deshalb für die Öffentlichkeit auffällig geworden. Er hätte mit der Gruppe Jabhat al-Nusra in Syrien gekämpft und auch Ausbildungsmaßnahmen für die Anti-Assad-Strukturen vollzogen. Die Al-Nusra besitzt auch Verbindungen zu al-Kaida. Zudem hätte er zusammen mit FSA-Rebellen gekämpft, welche die Obama-Administration mit Millionen Dollars unterstützt.

Auf die Frage hin, wie er sich dabei fühlen würde, Seite an Seite mit al-Kaida-Terroristen zu kämpfen, sagte Harroun vor geraumer Zeit: "Die USA spielen auch auf beiden Seiten mit". Der 30-Jährige soll sich zwischen Amerika und Ländern bewegt haben, in denen der Wind des arabischen Frühlings weht(e), um dort zusammen mit Terroristen zu kämpfen, während er seine blutigen Eskapaden in YouTube-Videos zelebrierte.

Geboren wurde Harroun in den USA/Phoenix. Er half damals auch beim Sturz des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak mit, bevor er nach Syrien weiterreiste, um schließlich der Organisation Jabhat al-Nusra beizutreten. Ein weiterer US-Amerikaner, der zusammen mit al-Kaida-Terroristen in Libyen und Syrien kämpfte, Matthew VanDyke, kehrte erst vor kurzer Zeit in die USA zurück und hatte u.a. Vorträge in Washington DC gehalten.

Seitens des US-Außenministeriums stufte man die bedeutendste Oppositionsmiliz in Syrien, die Al-Nusra-Front, als Terrororganisation ein, die sich nicht von Al-Kaida im Irak unterscheiden würde. Nachdem Mitte Dezember 2012 eine breite internationale Anerkennung für die im Vorfeld geformte Syrische Opposition (Syrische Nationale Koalition) gefunden wurde, verlautbarte der (mittlerweile ehem.) Chef des Oppositionsblocks, Ahmed Moas al-Chatib, dass er von den USA verlange, dass diese ihre Einstufung der islamistischen Al-Nusra-Front als Terrororganisation überprüfen sollten.

Die Person Ahmed Moas al-Chatib (o.a. "Moaz al-Khatib"), der EX-Chef der Syrian National Coalition (Syrische Nationale Koalition), gab seinen Posten nach der Ernennung von Ghassan Hitto auf. Moas al-Chatib wurde dadurch unpopulär, nachdem er al-Assad einen Deal angeboten hatte, um so den vorherrschenden Konflikt zu beenden. Hitto, welcher dem US-Auslandsgeheimdienst CIA nahestehen soll, wurde zum neuen Premierminister der wackeligen Interims-Regierung "Nationale Koalition" ernannt.

Diese ist bekanntlich das Werk der Muslimbruderschaft und Katars. Laut dem investigativen Journalisten Kurt Nimmo solle der Generalsekretär der Koalition, Mustafa Sabbagh, als Mann Katars, Syrien für „gewisse Kreise“ unter die Kontrolle der fanatischen Salafisten bringen. Ghassan Hitto bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft verliehen und lebte über drei Jahrzehnte lang in Texas. Im Jahr 2012 ging er in die Türkei.

Laut einem Bericht von z.B. "Land Destroyer Report" kam auch heraus, dass die CIA Waffen zu den in Syrien aktiven Strukturen übermittelt hätte (ausgelagert), über das NATO-Mitglied Türkei und Jordanien (seit "mindestens" Anfang 2012). Demnach wurde eine geheime Luftbrücke für den Transport von Waffen und Co. eingerichtet. Weitere Informationen dazu, siehe hier: CONFIRMED: US Shipping Weapons to Syria - Al Nusras "Mystery" Sponsors Revealed

  
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